1. Mai – Warm-Up Tour

Zum Start der Motorradsaison 2023 bietet das Team der MoGoGo-Roesrath am 01. Mai 2023 um 10 Uhr erstmalig eine sogenannte „Warm-Up“ – Tour an.

Teilnehmen / Mitfahren können alle Interessenten deren Teilnehmer-Maschine > 125 cbm und in techn. einwandfreiem Zustand ist und die gesundheitlich fit sind.

Die geplante Tagestour hat eine Länge von insgesamt ca. 240 km

Treffpunkt und Start sind am ev. Gemeindehaus, Volberg 4 in Rösrath-Hoffnungsthal. Gestartet wird um 10.00 Uhr.

Die Teilnehmer werden von Tourguides begleitet und geführt.

Sowohl bei der Hin , als auch bei der Rücktour werden jeweils entsprechende Park- / Rastplätze angesteuert. Etwa zur Hälfte der Tagestour wird es Gelegenheit zur „Einkehr“ geben.

Für die Verpflegung während der Tour sind die Teilnehmer selbst verantwortlich.

Damit das MoGoGo-Orga-Team besser planen kann bitten wir darum sich bei Interesse entweder über die WhatsApp-Abfrage oder per E-Mail >> mogogo-roesrath@web.de entsprechend anzumelden.      Danke

Zur Beantwortung weiterer Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung

22. April – 9.30 Uhr

Frauenfrühstück als „Kleiner Urlaub für die Seele“

Nachdem wir Corona-bedingt die letzten Male ein Frauen-Café angeboten hatten, wollen wir wieder Frühstücken, denn das ist für viele begleitet mit den richtigen Worten ein „Kleiner Urlaub für die Seele“.

Das nächste Frauenfrühstück findet am 22. April 2023 um 09.30 Uhr in Rösrath im Saal unter der Versöhnungskirche statt.
Die Referentin wird Christina Brudereck zum Thema „Freundin – Feindin“ sein begleitet mit Musik von Eva Cox.

Christina Brudereck ist Theologin, Schriftstellerin und lebt in Essen. Sie schreibt, reimt, reist und verbindet dabei Poesie, Spiritualität und Menschenrechtsfragen.
Gemeinsam mit dem Pianisten Ben Seipel bildet sie das Duo 2Flügel.

Anmeldungen:
Im Gemeindebüro – 02205-2243
oder per eMail:
Gemeindebüro
Claudia Wasser

Video-Gottesdienste

Auf Grund der Temperaturen in der Volberger Kirche finden die Gottesdienste bis auf weiteres im Gemeindehaus statt. Von dort wird es keine Live-Streams geben

Wir werden Sie informieren, so bald sich die Situation ändert und wir die Gottesdienste wieder übertragen.

  • 08.Januar, 11:00 Uhr Gottesdienst in der Volberger Kirche
    Pfarrer Thomas Rusch
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  • 15. Januar, 11:00 Uhr „Männersonntag“
    Pfarrer Thomas Rusch und Männerkreis
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  • 22. Januar, 11:00 Uhr Gottesdienst in der Volberger Kirche
    Pfarrerin Erkia Juckel
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  • 29. Januar, 14:00 Uhr Familien-Gottesdienst
    Pfarrer Thomas Rusch, Konfirmanden und Rudi Rabe
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Die Termine und Links für die nächsten Online-Gottesdienste werden wir für Sie ständig aktualisieren.

 

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Beitragsfoto:
Sandra Schildwächter, Gemeindebrief

Krankenhausseelsorge

Präses würdigt Krankenhausseelsorge als große Hilfe im Verborgenen.
Dr. Thorsten Latzel besucht Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie.
Präses Dr. Thorsten Latzel hat am Nachmittag die Krankenhausseelsorge am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie besucht. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde im Rahmen seiner Antrittsbesuche von Krankenhausdirektor und Diakonie-Vorstand Dr. Holger Stiller sowie einem Seelsorgeteam, bestehend aus dem evangelischen Pfarrer Dr. Ulrich Lüders, dem katholischen Pastoralreferenten Georg Wiesemann und der ehrenamtlichen Seelsorgerin Dagmar Fix, begrüßt.

„Wie vieles in unserem Gesundheitssystem passiert Krankenhausseelsorge oft im Verborgenen“, sagte Latzel. „Es ist mir wichtig, das sichtbar zu machen, was hier geleistet wird. Denn vor Ort erreicht die Krankenhausseelsorge Menschen, die sonst keinen Kontakt zur Kirche haben.“ Krankenhausseelsorge sei eine Anlaufstelle für existenzielle Krisensituationen. Die Pandemie habe solche existenziellen Krisensituationen verschärft und die Rahmenbedingungen in den Kliniken verändert. „Das Personal arbeitet seit mehr als einem Jahr am Limit“, so der Präses einen Tag vor dem Internationalen Tag der Pflege, der an den Geburtstag der Krankenpflege-Pionierin Florence Nightingale erinnert.

Ökumenische Kooperation und ehrenamtliches Engagement
Der Präses zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Seelsorgerinnen und Seelsorger: „In einer äußerst angespannten Situation tragen sie dazu bei, Trost und Hoffnung zu spenden.“ Latzel würdigte auch die ökumenische Kooperation und das ehrenamtliche Engagement vor Ort. „Im Zusammenspiel mit unseren ökumenischen Partnern und in der Teilhabe von aufgeweckten Christenmenschen mit Herz hat die Seelsorge eine gute Zukunft. Dafür macht mir das Florence-Nightingale-Krankenhaus Hoffnung. Die Seelsorge hier vor Ort ist für mich ein Modell für das, was in den Krankenhäusern alles passiert. Kirche ist bei den Menschen.“

Krankenhausseelsorge seit 1950er Jahren neu organisiert
Die Besuche in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens waren seit den 1950er Jahren neu organisiert worden, da die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer diese Arbeit zunehmend nicht mehr leisten konnten. Mehrheitlich Frauen (60 Prozent) sind nach entsprechender Ausbildung und Fortbildung in der Krankenhausseelsorge tätig. Die Altersstruktur entspricht etwa der Struktur der Pfarrstellen in der rheinischen Kirche insgesamt: 70 Prozent sind älter als 55 Jahre. Die hauptamtlichen Kräfte werden von einer wachsenden Zahl Ehrenamtlicher unterstützt, die zuvor eine entsprechende Seelsorge-Ausbildung durchlaufen haben.

Stichwort: Krankenhausseelsorge
Die Krankenhausseelsorge bildet mit 97 Pfarrstellen, davon 66 Einzelpfarrstellen, nach den Gemeinde- und Schulpfarrstellen die drittgrößte Gruppe der Pfarrstellen in der rheinischen Kirche. Vorstandsvorsitzender des Konvents der Krankenhausseelsorgerinnen und Krankenhausseelsorger in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist Pfarrer Dr. Ulrich Lüders, Krankenhausseelsorger am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie (Telefon 0211 4092308, lueders@kaiserswerther-diakonie.de).

Telefonseelsorge

Vermehrt Angstzustände, Depressionen und Suizidgedanken.
Telefonseelsorge der rheinischen Kirche stark nachgefragt.

Im Jahr 2020 haben deutlich mehr Menschen die Telefonseelsorge kontaktiert als im Jahr zuvor. Dabei hat die Corona-Pandemie die Sorgen und Ängste verstärkt. Pfarrer Volker Bier, evangelischer Leiter der Telefonseelsorge Saar, spricht gar von einer „gesellschaftlichen Grunderkrankung Einsamkeit“. Und: Vor allem junge Menschen äußern Suizidgedanken.

Die Zahlen für die 20 Telefonseelsorge-Standorte auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland für das Jahr 2020 lassen aufhorchen: Ein Plus von 35 Prozent auf 6426 Chat-Gespräche im Vergleich zu 2019, zudem ein starker Anstieg bei der E-Mail-Seelsorge (+28 Prozent auf 10.402). Hinzu kommen 1207 Vor-Ort-Gespräche (2019: 786) und 227.328 Anrufe (2019: 229.318). Das geht aus der nun veröffentlichten Statistik für 2020 hervor. „Vor allem während der Lockdowns waren die Seelsorge-Telefone stark frequentiert“, weiß Pfarrer Volker Bier, evangelischer Leiter der Telefonseelsorge Saar.

Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden ermöglicht Gespräche-Plus
Dass so viele Menschen die Telefonseelsorge kontaktieren konnten, liegt vor allem an der Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden während der Corona-Pandemie. „An vielen Stellen haben wir die Besetzung verdoppelt und Dienstzeiten ausgeweitet, so dass wir mehr Telefonanrufe, Mails oder Chat-Nachrichten beantworten konnten“, berichtet Bier über die Lage der Telefonseelsorge in der gesamten rheinischen Kirche. Zudem hätten weniger Anrufende geschwiegen oder schnell wieder aufgelegt. „Somit stieg auch der Anteil der Anrufe, bei denen es tatsächlich zum Gespräch kam.“

„Bei uns melden sich die Ärmsten der Armen“
Die Zahl der Erstgespräche per Telefon ist laut Statistik um 2,5 Prozent gestiegen. „Insgesamt haben im vergangenen Jahr also mehr als 5600 Menschen auf dem Gebiet der rheinischen Kirche zum ersten Mal angerufen“, sagt Bier. Mehr als 60 Prozent aller Anrufenden würden schließlich mehrmals zum Hörer greifen. Und: Im Durchschnitt klingele an jeder Telefonseelsorge-Stelle täglich 31 Mal das Telefon. All das verdeutliche den gesellschaftlichen Stellenwert der Telefonseelsorge, der sich nicht betriebswirtschaftlich bemessen lasse. „Bei uns melden sich die Ärmsten der Armen, und zwar nicht in finanzieller Hinsicht.“ Vielmehr würden sie von der Gesellschaft übersehen und nicht gehört. „Für diese Menschen ohne Stimme sind wir ein wichtiger anonymer Ansprechpartner.“

Themen und Klientel abhängig vom Medium
Die vorgebrachten Themen (Mehrfachnennungen sind möglich) und die Klientel sind laut Bier abhängig vom Medium. Im Bereich Mail-Seelsorge zeigt die Statistik für 2020 etwa beim Thema Depression einen Anstieg um rund 7,5 Prozentpunkte. In den Vor-Ort-Gesprächen hat das Thema Suizidalität gar um 20,3 Prozentpunkte zugenommen. „Am Telefon, über das uns überwiegend 40- bis 60-Jährige kontaktieren, darunter viele Frauen, ist eine Zunahme bei Ängsten um 2,5 Prozentpunkte zu verzeichnen“, erläutert Bier.

Corona-Pandemie rückt erst im zweiten Lockdown in Fokus
Zudem habe es im Laufe des Jahres eine große Veränderung hinsichtlich Corona gegeben. Denn die Pandemie ist laut Bier erst im Laufe des zweiten Lockdowns in den Vordergrund getreten. „Zuvor diente Corona eher als Einstieg für tieferliegende Themen wie Einsamkeit oder Isolation.“ Mittlerweile gehe es im Schnitt bei jedem zehnten Anruf um Corona selbst. Gleichzeitig seien die Probleme, die Corona direkt auslöse und verursache – also nicht nur verstärke – gestiegen. „Einsamkeit ist aber das beherrschende Thema am Telefon, eine Art ,Grunderkrankung‘ unserer Gesellschaft“, betont Bier. Diese beschäftige während der Pandemie zunehmend auch die jüngeren Menschen.

14- bis 29-Jährige äußern häufig Suizidgedanken
Die 14- bis 29-Jährigen nutzen zur Kontaktaufnahme vor allem den Chat. „Neben Angst, Gewalt und Selbstverletzung ist Suizidalität in dieser Gruppe mit knapp 40 Prozent das mit Abstand wichtigste Thema“, weiß Bier. Ähnliches gelte für die Mailkontakte. Hier sei Suizidalität in 30 Prozent der Kontaktaufnahmen der meist nur wenig älteren Menschen ein Thema. Zudem liege bei rund 40 Prozent der Kontaktsuchenden im Chat eine diagnostizierte psychische Erkrankung vor – ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2019. „Ein irritierender und erschreckender Einblick in die Lebenswelt von jungen Menschen heute“, sagt Bier.

20 Telefonseelsorge-Stellen ausgewertet
Für die Statistik wurden die Daten der 20 Telefonseelsorge-Stellen erfasst, die auf dem Gebiet der rheinischen Kirche liegen: Wesel, Oberhausen, Mülheim-Duisburg, Essen, Düsseldorf, Wuppertal, Neuss, Solingen, Krefeld, zwei Mal Köln, Düren, Bonn, Oberberg, Aachen, Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Trier, Bad Kreuznach, Saarbrücken und Koblenz. Dort arbeiten 1408 Ehrenamtliche, darunter 1067 Frauen. Im Bereich Mail-Seelsorge sind 148 Mitarbeitende tätig, im Bereich Chat 63. Begleitet werden sie von 40 hauptamtlich Mitarbeitenden. 16 der 20 Standorte sind der rheinischen Kirche hauptamtlich verbunden, hinzu kommen zwei rein katholisch sowie zwei ehrenamtlich betreute Stellen.

Stichwort: Die Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge ist ein Netzwerk mit mehr als 100 regionalen Stellen in ganz Deutschland. Menschen in seelischen Notsituationen können sich anonym und kostenfrei 24 Stunden am Tag unter den Telefonnummern 0800 1110-111 oder -222, online per Chat oder E-Mail sowie persönlich vor Ort an die Mitarbeitenden wenden. Organisiert wird das Ganze von der Evangelischen sowie Katholischen Kirche in Deutschland. Die rheinische Kirche ist an 16 Orten hauptamtlich beteiligt.

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Einsamkeit und Zukunftsängste: Auch junge Menschen suchen Seelsorge.
Die Corona-Pandemie sorgt mehr Nachfrage etwa an Schulen
„Die Herausforderungen für die Seelsorge unter Pandemiebedingungen sind groß, aber sie hat neue Formen gefunden und Wege, gute Angebote zu machen.“ Dieses erste Fazit zog Kirchenrat Jürgen Sohn, Leitender Dezernent für Seelsorge im Landeskirchenamt, bei einem Pressegespräch der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Thema „Corona und Seelsorge“. Im Fokus standen dabei vor allem die Pandemiefolgen für die jungen Menschen.

So hätten sich beispielsweise die Anfragen bei der Schulseelsorge explosionsartig um etwa ein Drittel erhöht, berichtete die zuständige Landespfarrerin Sabine Lindemeyer. Die rund hundert zu Schulseelsorgerinnen und -seelsorgern fortgebildeten Religionslehrkräfte und etwa 310 Pfarrerinnen und -pfarrer an den staatlichen Schulen haben kreative Wege gefunden, dieser gestiegenen Nachfrage auch unter Coronabedingungen nachzukommen: vom „Walk to talk“-Spaziergang und Seelsorge-Gesprächen mit Abstand auf der Bank über den Austausch per digitaler Plattform der jeweiligen Schule bis hin zu Podcasts und Videos. Sogar ein Seelsorgehund befindet sich derzeit in der Ausbildung und wird dann an einer Realschule zum Einsatz kommen.

Digitale Seelsorgeformate erreichen auch schüchterne Schüler
Ein möglicher digitaler Weg, Erfahrungen von Tod und Sterben unter den jungen Menschen seelsorglich zu begegnen, ist die Einrichtung eines Online-Kondolenzbuchs in Kombination mit dem Anbieten von Gesprächsräumen. „Beziehung ist das Hauptwort der Schulseelsorge“, sagte Lindemeyer. Die neuen digitalen Formen hätten dabei auch schüchterneren Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Seelsorge ermöglicht, die eine direkte Begegnung eher scheuten. Erschrocken zeigte sich die Landespfarrerin von der wachsenden Bedeutung des Suizid-Themas während der Pandemie. Einsamkeit und fehlender Kontakt zur eigenen Altersgruppe führten zu psychischen Schwierigkeiten, die durch die Schulseelsorge aufgefangen werden müssten. Lindemeyer rechnet daher für die Zeit nach der Pandemie mit einer weiteren großen Welle an Anfragen. Ab dem 1. Oktober soll ein schulübergreifendes Chatangebot an den Start gehen, um auch Schulen ohne eigene Seelsorgekräfte zu unterstützen. Lehrkräfte, die sich für die Seelsorgefortbildung interessieren, können am 28. August an einer Orientierungsveranstaltung teilnehmen.

Studierende haben Schwierigkeiten bei der Identitätsfindung
Die fehlende Abnabelung vom Elternhaus beobachtet Pfarrerin Christiane Neufang (Evangelische Studierendengemeinde Köln) unter den Studierenden mit Sorge. Viele zögen vom Wohnheim wieder zurück ins Elternhaus, um der Einsamkeit zu entkommen. „Es fehlt auch die Identitätsfindung. Wie fühlt es sich an, Student oder Studentin zu sein, wenn ich gar nicht erlebe, mich in der Mensa zu verabreden?“ Gerade unter Erstsemestern seien daher vermehrt Studienabbrüche zu erleben. „Die Studierenden lechzen und sehnen sich nach analogen Begegnungen.“ Zum Glück biete das Kölner Studierenden-Wohnheim genug Platz, um auch analoge Gesprächsangebote zu machen.

Offen für Menschen unabhängig von Religion und Herkunft
Gemeinsam ist Schülerinnen, Schülern und Studierenden eine verbreitete Sorge um die Zukunft. Aber es gibt auch Mut machende Beispiele für gegenseitige Solidarität: So wurden an Corona erkrankte Bewohner des Kölner Wohnheims während Erkrankung und Quarantäne von der gesamten Etage versorgt. „Und wir haben begleitend die Psychohygiene übernommen“, erzählte Neufang. Für alle Seelsorgebereiche gilt: Sie sind offen für Menschen unabhängig von ihrer Konfession, Religion und Herkunft. Und sie arbeiten darauf hin, dass am Ende des Seelsorgegesprächs der Satz steht: „Dich hat der Himmel geschickt.“ Denn kirchliche Seelsorge, so Jürgen Sohn, müsse gerade vor dem Hintergrund der Missbrauchs-Skandale Vertrauen zurückgewinnen. Das werde nur durch eine dienende Haltung erreicht, bei der Menschen Unterstützung und Begleitung ohne das Verfolgen eigener Interessen erfahren.

Hinweis an die Redaktionen: Einen deutlichen coronabedingten Anstieg der Nachfrage belegt auch ein Blick auf die Zahlen der Telefonseelsorge.

Stichwort: Seelsorge
Seelsorge ist eine zentrale Aufgabe der Kirche. Sie wird von allen Pfarrerinnen und Pfarrern sowie von dafür ausgebildeten und beauftragten ehrenamtlich Mitarbeitenden angeboten. Seelsorgerinnen und Seelsorger arbeiten absolut vertraulich und unterliegen einer besonderen Pflicht zur Verschwiegenheit. Die Seelsorge-Ausbildung ehrenamtlich Mitarbeitender in beinahe allen Seelsorgefeldern ist in den vergangenen Jahren zunehmend professionalisiert worden.

sexualisierte Gewalt

Individuelle Hilfe für Betroffene sexualisierter Gewalt.
Evangelische Kirchen und Diakonie passen Anerkennungszahlungen an.
Erlittenes Leid und Unrecht kann nicht ungeschehen gemacht werden. Es kann aber gesehen und anerkannt werden. Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen in NRW erlebt haben, erhalten jetzt individuelle Zahlungen.

Dafür zuständig ist die neu zusammengesetzte Unabhängige Kommission (UK). Sie bearbeitet die Anträge seit Anfang Februar. Das Gremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Lippischen Landeskirche und des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) besteht aus sechs Mitgliedern, die über traumatherapeutische, psychologische, theologisch-seelsorgliche, pädagogische und juristische Qualifikationen verfügen.

Individuelle Zahlungen ersetzen Pauschalen
„Durch die Arbeit der Unabhängigen Kommission nehmen wir das Leid der Betroffenen und ihre damalige Ohnmacht wahr, geben ihnen die Möglichkeit, bisher Ungesagtes auszusprechen, schenken ihren Schilderungen Gehör und setzen uns mit dem individuellen Erleben der Betroffenen auseinander“, erklärt Präses Annette Kurschus, die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. Da die Betroffenen unterschiedlich schweres Leid mit womöglich bleibenden gesundheitlichen Schäden erfahren haben, erhalten sie künftig keine pauschale, sondern eine individuelle Zahlung als Anerkennung dieses Leids. Als Voraussetzung gilt, dass sie in der Regel zum Tatzeitpunkt minderjährig waren, die Taten verjährt sind und ein institutionelles Versagen vorlag.

Beratung und Unterstützung unter dem Dach der Diakonie RWL
Für die individuellen Anerkennungszahlungen, die sich an Schmerzensgeld-Tabellen orientieren und bis zu einer mittleren fünfstelligen Summe reichen, wurden die Antragsformulare überarbeitet. Sie können bei der Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung (FUVSS) eingereicht werden, die ihren Sitz bei der Diakonie RWL in Düsseldorf hat. Dort erhalten Betroffene auch Beratung und bei Bedarf Unterstützung beim Ausfüllen der Formulare.

Betroffene begrüßen Umstellung des Verfahrens
Als Geschäftsstelle der Unabhängigen Kommission (UK) übernimmt die FUVSS die Sichtung der eingereichten Unterlagen. Die UK wertet aus, ob alle Angaben plausibel sind, und schätzt ein, ob ein Anspruch auf Zahlung besteht. Die schriftlichen Angaben der Betroffenen werden durch ihre persönlichen Schilderungen angereichert, um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen.

Teresa Thater zuständig für das neue Verfahren
„Wer in den vergangenen Jahren eine pauschale Zahlung in Anerkennung seines Leids erhalten hat, bekommt ebenfalls die Möglichkeit einer individuellen Prüfung“, erklärt Teresa Thater, die bei der FUVVS für das neue Verfahren zuständig ist, in einem Interview. Sie hat bereits rund 200 Betroffene angeschrieben, von denen bislang 110 einen neuen Antrag stellen wollen. „Viele begrüßen die Umstellung des Verfahrens, das ihr persönliches Leid stärker berücksichtigt und nun in allen evangelischen Landeskirchen gilt.“

Stichwort: Missbrauch
In der Evangelischen Kirche im Rheinland gelten Leitlinien zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, es gibt klare Verfahrenswege und Hilfen für Betroffene. Die Ansprechstelle in der Evangelischen Hauptstelle für Familien- und Lebensberatung bietet einen vertraulichen Kontakt an.


PRESSEMITTEILUNG Nr. 31/2021 v. 4.Februar


Unseren Beitrag vom 17.01.2020 zu Präventionen und Kontakten finden Sie hier

Sexualisierte Gewalt

Evangelische Kirche im Rheinland baut den Schutz vor sexualisierter Gewalt aus.
Die Landessynode hat am 15.01.2020 das entsprechende Gesetz beschlossen.
Bad Neuenahr (15. Januar 2020). Die Evangelische Kirche im Rheinland intensiviert den Schutz vor sexualisierter Gewalt weiter. Dazu hat die Landessynode, die derzeit in Bad Neuenahr tagt, heute Nachmittag ein entsprechendes Gesetz einstimmig beschlossen. Bereits im Jahr 2003 hatte die rheinische Kirche erstmals verbindliche Leitlinien zum Umgang mit solchen Taten festgeschrieben.

Einstellungsverbot für einschlägig Vorbestrafte
Nach dem Gesetz, das am 1. Januar 2021 in Kraft treten soll, werden alle Mitarbeitenden vor Beschäftigungsbeginn und dann längstens alle fünf Jahre zur Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen verpflichtet. Für Ehrenamtliche gilt diese Pflicht abhängig von Art, Dauer und Intensität des Kontaktes mit „Minderjährigen und Volljährigen in Abhängigkeitsverhältnissen“. Alle Mitarbeitenden werden zudem verpflichtet, einen Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder einen Verstoß gegen das sexuelle Abstinenzgebot an eine noch einzurichtende zentrale Melde- und Ansprechstelle zu melden. Teil des Gesetzes ist zudem ein Einstellungsverbot für Personen, die rechtskräftig wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilt worden sind. Alle Körperschaften und Einrichtungen werden außerdem verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erstellen. Auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche im Rheinland – also auch bei den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden – sind solche Konzepte bereits in Arbeit bzw. beschlossen.

Pressekonferenz zum Nachsehen und Nachlesen
Was im Umgang mit sexualisierter Gewalt aktuell in der Evangelischen Kirche im Rheinland Sache ist, welche Hilfen es für Betroffene gibt und was das Gesetz umfasst, haben Fachleute am Dienstag in einer Pressekonferenz erläutert.


Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen findet täglich, real und überall statt. „Kein Raum für Missbrauch“ ist eine Initiative des Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Ziel ist es, dass Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, Missbrauch keinen Raum geben und sie dort kompetente Ansprechpersonen finden, wenn sie Hilfe brauchen. Das kann gelingen, indem Einrichtungen und Organisationen wie Schulen, Kitas, Heime, Sportvereine, Kliniken und Kirchengemeinden Schutzkonzepte gegen sexuelle Gewalt entwickeln und umsetzen.

Die Handreichung „Die Zeit heilt keineswegs alle Wunden“ – weitere Informationen finden Sie auf EKiR.de
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) – Aktiv gegen sexualisierter Gewalt


Dachorganisationen der Zivilgesellschaft

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: 0800 2255530 (kostenfrei und anonym) – Homepage: https://beauftragter-missbrauch.de/

Insgesamt 26 zentrale zivilgesellschaftliche Dachorganisationen haben Vereinbarungen zu einem verbesserten Schutz von Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt abgeschlossen. In den Vereinbarungen verpflichten sich die Organisationen, sich für eine flächendeckende Einführung und Implementierung von passgenauen Schutzkonzepten innerhalb ihrer Einrichtungen und Organisationen einzusetzen. Die Vereinbarungspartner unterstützen die Initiative „Kein Raum für Missbrauch“. Dazu gehören auch die Evangelische Kirche in Deutschland EKD, die Landeskirchen und die Diakonischen Einrichtungen.


Prävention und Interventionsangebote bei sexuellem Missbrauch in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR)

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) gelten Leitlinien zum Umgang mit sexualisierter Gewalt. Neben klaren Verfahrenswegen gibt es für Betroffene Hilfen.

Der roter Faden für den Umgang mit solchen Grenzverletzungen im Raum der Kirche ist die Trennung der Zuständigkeiten. Es gibt die Ansprechpartnerin für Betroffene von sexualisierter Gewalt und eine so genannte ermittelnde Juristin.

Für Betroffene besteht die Ansprechstelle in der Evangelischen Hauptstelle für Familien- und Lebensberatung. Außerdem bieten die Beratungsstellen der Evangelischen Kirche im Rheinland Betroffenen von sexualisierter Gewalt die Möglichkeit zu Hilfe und vertraulicher Beratung.

Die Ansprechpartnerin für Betroffene behandelt alle Mitteilungen und Nachfragen streng vertraulich. Nur auf Wunsch der Betroffenen leitet sie Anschuldigungen an die zuständige Stelle weiter. Ausschließlich Informationen, die den Verdacht einer Straftat gegen Kinder und Jugendliche begründen, werden auf jeden Fall an die ermittelnde Juristin weitergeleitet.

Ansprechpersonen für Missbrauchsopfer in der EKiR:
Claudia Paul
Evangelische Hauptstelle für Familien- und Lebensberatung
Graf-Recke-Straße 209a
40237 Düsseldorf
Telefon 0211/3610312 oder -300
E-Mail: claudia.paul@ekir.de

Webseiten für Betroffene:
www.ekir.de/ansprechstelle
www.ekir.de/www/ueber-uns/sexualisierte-gewalt-9760.php

Ermittelnde Juristin in der EKiR:
Iris Döring
Landeskirchenamt
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211/4562283
E-Mail: Iris.doering@ekir-lka.de


Hinschauen – Helfen – Handeln – Schutzkonzept vorgestellt

„Prävention gegen sexuellen Missbrauch und Schutzkonzept in der Evangelischen Kirche“ Die Evangelische Kirche im Rheinland hat einen Handleitungsleitfaden zur Erstellung von Schutzkonzepten in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen zur Prävention sexualisierter Gewalt vorgelegt.

Alle hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden werden entsprechend geschult. „Ziel ist es, Kinder, Jugendliche, aber auch zum Beispiel Seniorinnen und Senioren in unseren kirchlichen Einrichtungen vor Übergriffen zu schützen. Das Schutzkonzept soll sensibilisieren und helfen, Missbrauchsfälle beziehungsweise sexualisierte Gewalt möglichst zu verhindern“.

Dr. Juliane Arnold ist Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Alle Gemeinden und Einrichtungen wie Kitas und Jugendzentren erstellen bis Mai 2019 eine Risikoanalyse, die an die zuständigen Arbeitsgemeinschaften weitergegeben wird. Danach werden die Schutzkonzepte für die Kirchenkreise formuliert. Neben den Schulungen werden Führungszeugnisse, Selbstverpflichtungserklärungen Beschwerdeverfahren und Notfallpläne vorgeschlagen. Ziel ist, dass Personen in Leitungsfunktionen ihre Leitungsverantwortung auch wirklich wahrnehmen.
Text: Stefan Rahmann


Evangelische Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Köln, Bensberg und Frechen
Leitung: Dr. Juliane Arnold
Beratungsstelle Köln
Tunisstraße 3 (Eingang Schwertnergasse), 50667 Köln
Telefon: 0221/25 77 461
E-Mail: beratungsstelle@kirche-koeln.de

Homepage: www.beratungsstelle.kirchekoeln.de/


Gestaltung/Produktion/Grafik:
Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland gGmbH