#seelsorgeistda

„Seelsorge ist für dich da!“ – Synode berät über eine Kernaufgabe der Kirche
 
Was die Seele braucht: Schwerpunktthema der seit dem Mittag tagenden Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist die Seelsorge. „Unsere Botschaft an die Menschen und in die Gesellschaft hinein lautet: Seelsorge ist für dich da!“, sagt die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt. Von der Landessynode aus soll sich diese Botschaft unter dem Hashtag #seelsorgeistda auch in den sozialen Medien verbreiten.

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe zeigen: Menschen brauchen Seelsorge. Sie brauchen Begleitung und Beistand, einen, der mit aushält, eine, die mitträgt. „Seelsorge ist da“ ist deshalb eine Botschaft in die Gesellschaft und zugleich eine Gestaltungsaufgabe der Kirche. Die 199 stimmberechtigten Mitglieder der Landessynode werden in den kommenden Tagen darüber beraten, wie die Evangelische Kirche im Rheinland bei allen anstehenden Veränderungen und strukturellen Erneuerungen eine starke seelsorgliche Kirche sein und bleiben kann.
 
Stichwort: Landessynode 2022
Die 75. ordentliche Tagung der Landessynode findet vom 16. Januar bis Donnerstag, 20. Januar 2022, statt. Das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche tagt coronabedingt zum zweiten Mal als Videokonferenz. Der Synode gehören 199 stimmberechtigte Abgeordnete aus den 37 Kirchenkreisen zwischen Niederrhein und Saarland an. Vorsitzender der Synode und ihres Präsidiums (Kirchenleitung) ist Präses Dr. Thorsten Latzel.


Pressemitteilung 6/2022 v. 16. Januar

23.Januar – Kölner Dom

Die Vielfalt der Konfessionen unter einem Stern

Zentraler Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen am 23. Januar im Kölner Dom

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht Grußwort

Frankfurt/Köln (13.1.2022). Am Sonntag, 23. Januar 2022, wird um 15:30 Uhr im Kölner Dom der zentrale Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen gefeiert. Dazu laden die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, die ACK in NordrheinWestfalen und die ACK in Köln ein. Der ökumenische Gottesdienst steht unter dem biblischen Motto „Wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten“ (Mt 2,2). Diese Bibelstelle bezieht sich auf die drei Sterndeuter, die sich auf die Suche nach dem göttlichen Kind machen und landläufig als die Heiligen Drei Könige bekannt wurden. Da im Kölner Dom mit seinem Dreikönigsschrein die Sterndeuter verehrt werden, passt das biblische Motto auf besondere Weise zum Ort des zentralen Gottesdienstes.

Im Dom wird auch ein besonderer Stern zu sehen sein: Ein großer, dreidimensionaler Herrnhuter Stern wurde eigens für diesen Anlass hergestellt und kommt zukünftig bei ACKVeranstaltungen in Köln zum Einsatz. Eine Kölner SternsingerGruppe wird ebenfalls mit ihrem Stern vor Ort sein.

Christen gemeinsam unterwegs

Der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron von der GriechischOrthodoxen Metropolie in Deutschland, wird zusammen mit dem Kölner Weihbischof und Apostolischen Administrator der Erzdiözese Köln, Rolf Steinhäuser, und Oberkirchenrätin Barbara Rudolph von der Evangelischen Kirche im Rheinland den ökumenischen Gottesdienst leiten. Darüber hinaus bringen sich Vertreterinnen und Vertreter vieler weiterer ACKMitgliedskirchen in die Liturgie ein (siehe Seite 2). Die lebendige Vielfalt christlicher Kirchen kommt auch durch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes zum Ausdruck. Neben hierzulande bekanntem Liedgut, das von Professor Winfried Bönig auf der Orgel begleitet wird, singt der KomitasChor der Armenischen Gemeinde Köln unter Leitung von Anush Nazaryan orientalische Hymnen. Auch der Mutter Gottes” Chor der AntiochenischOrthodoxen Metropolie unter Leitung von Khalil Fouad bringt sich in die musikalische Gottesdienstgestaltung ein. Die Musik verbindet sich dadurch mit den Texten des Gottesdienstes, die in diesem Jahr vom Rat der Kirchen im Nahen Osten erarbeitet wurden.

Beim Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen wird Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker vor Ort sein und ein Grußwort sprechen.

Am Ende des Gottesdienstes ist unter Einhaltung der gültigen CoronaRegeln eine Prozession zum Dreikönigsschrein geplant. Die Prozession ist ein Symbol dafür, dass wir alle gemeinsam auf dem Weg zu Jesus Christus sind. (Die tagesaktuellen CoronaRegeln finden Sie auf der Seite https://www.koelnerdom.de/glauben/gottesdienste).

Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übersetzt. Außerdem wird er vom Domradio als LiveStream übertragen (https://www.domradio.de).

Die Kollekte des Gottesdienstes ist für das „Project HOPE, Not und Übergangshilfe für Rückkehrer*innen und die lokale Bevölkerung in Bagdad sowie in Al Qosh und Qaraqosh“ bestimmt. (Weitere Informationen: https://www.oekumeneack.de/fileadmin/user_upload/Gebetswoche/2022/GeWo_2022_Projekt_1.pdf)
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ludolfusstraße 24
,
60487 Frankfurt am Main
,
Tel.: +49 69 24702711
, EMail: presse@ackoec.de
Web: www.oekumeneack.de

Weitere Mitwirkende an der Liturgie:
Reverend Christopher Easthill (Arbeitsgemeinschaft AnglikanischEpiskopaler Gemeinden in Deutschland,
stellvertretender Vorsitzender der ACK in Deutschland)

Landesbischof Friedrich Kramer (Evangelische Kirche in Deutschland, stellv. Vors. der ACK in Deutschland)

Bischof Harald Rückert (Evangelischmethodistische Kirche, stellv. Vorsitzender der ACK in Deutschland)

Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger (Bistum Hildesheim, stellv. Vorsitzender der ACK in Deutschland)

Bischof Serovpe Isakhanyan (ArmenischApostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland)

Pfarrerin Susanne Beuth (Evangelische Kirche im Rheinland, Vorsitzende der ACK in Köln)

Pastorin Friederike Meißner (Freie evangelische Gemeinde KölnMülheim)

Pfarrerin Annette MuhrNelson (Evangelische Kirche in Westfalen, Vorsitzende der ACK in NRW)

PD Dr. Burkhard Neumann (Erzdiözese Paderborn, Vorstand der ACK in NRW)

Harald Pieneck (EvangelischFreikirchliche Gemeinde Herford, Vorstand der ACK in NRW)

Pastor Ekkehart Vetter (Vorsitzender der Evangelischen Allianz in Deutschland) und Dr. Reinhardt Schink
(Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Deutschland)

Dr. Rainer Will (Erzdiözese Köln, Vorstand der ACK in Köln)

Pfarrer Jürgen Wenge (Altkatholische Pfarrgemeinde Köln, Vorstand der ACK in Köln)

Domvikar Jörg Stockem (Erzdiözese Köln)

Stichwort: Gebetswoche
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen hat verschiedene Vorläufer, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. 1908 führte der Anglikaner und spätere Katholik Paul Wattson eine Gebetsoktav für die Einheit der christlichen Kirchen mit Rom ein. 1920 gab es eine Initiative des Vorbereitungsausschusses für die erste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung. Seither wurde den Kirchen jedes Jahr ein kleines Materialheft zur Verfügung gestellt. 1966 wurde vom Ökumenischen Rat der Kirchen und dem Päpstlichen Einheitsrat auf einer gemeinsamen Konsultation beschlossen, das Material in Zukunft von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe erarbeiten zu lassen. Seit 1973 wird jeweils eine ökumenische Gruppe in einem bestimmten Land um einen Entwurf gebeten für 2022 haben Christen aus dem Nahen Osten den Entwurf erstellt. Hier zu Lande wird der Text in der Geschäftsstelle der ACK in Deutschland übersetzt Weitere Informationen finden Sie hier:
www.gebetswoche.de

Zur ACK in Deutschland:
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland. Ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der 1948 gegründeten ACK sind die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet und der Kontakt zu anderen ökumenischen Organisationen. Die ACK gestaltet dazu unter anderem den jährlichen zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, sie richtet den Ökumenischen Tag der Schöpfung (in der Regel am ersten Freitag im September) aus, und auch die Vergabe des Ökumenepreises der ACK liegt in ihren Händen. Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die Mitgliederversammlung, die zweimal im Jahr zusammenkommt. Derzeit ist Erzpriester Radu Constantin Miron Vorsitzender. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, die „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main:
www.oekumeneack.de

3. Februar- Infoabend

von 19 – 21 Uhr als online-Veranstaltung über ZOOM.
Den Link zum ZOOM-Meeting erhalten Sie nach Anmeldung per e-Mail.

Die ehrenamtliche Mitarbeit ist der Kern unseres Hospizdienstes und von jeher der Kern der Hospizbewegung. Denn die Begleitung von Menschen und ihren Zugehörigen in der letzten Phase des Lebens ist ein ganz natürlicher und zutiefst in uns verankerter Akt der Menschlichkeit.

Es braucht jedoch die Bereitschaft, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die in der heutigen Zeit und unserer Gesellschaft von vielen Ängsten und Tabus überlagert sind. Und genau hierzu möchten wir Sie einladen: zu einem Kurs, in dem Sie sich auseinandersetzen können mit den Themen Sterben, Tod und Trauer – den Themen eines jeden Lebens.

Zugleich erhalten Sie in dem Kurs eine qualifizierte Vorbereitung für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Hospizarbeit nach den Empfehlungen des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV).

Anmeldung:
Ökumenischer Hospizdienst Rösrath e.V.
Volberg 4, 51503 Rösrath Tel.:02205-898349 Fax: 02205-898348
Internet: www.hospizdienst-roesrath.de
Email: buero@hospizdienst-roesrath.de
Der Flyer zum Befähigungskurs als PDF

Theologischer Impuls

Wie ich Hoffnung übe – Geistliche Perspektiven für 2022.

Theologische Impulse (111) von Dr. Thorsten Latzel, Präses.

Das Jahr 2022 startet schon mit Macken, bevor es überhaupt begonnen hat. Das dritte Jahr Corona. Die vierte Welle. Mit Omikron noch einmal eine verschärfte Ansteckungsgefahr. Und vorerst kein Ende in Sicht. Viele sind erschöpft von den Belastungen, die damit einhergehen. Ganz zu schweigen von den anderen gesellschaftlichen wie privaten Problemen, die mit der Pandemie ja nicht einfach verschwunden sind. Was gibt Hoffnung für das kommende Jahr, das wahrscheinlich gleich schon wieder mit neuen Höchstständen bei den Infektionszahlen beginnt?

Hoffnung ist ein zentraler Schlüssel, um kollektive Stresszeiten wie eine Pandemie bestehen zu können. Das zeigen die Erfahrungen früherer Generationen – bei Seuchen, Katastrophen oder Unwettern, in Dürrezeiten oder während des Krieges. Menschen können viel ertragen, wenn sie etwas haben, das ihnen Zuversicht gibt. Eine stärkende Perspektive über die aktuelle Situation hinaus. Das verändert nicht das Virus, die Infektionslage, die Pandemie. Aber es gibt die Kraft, anders damit umzugehen. „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden.“ (Röm 5,5)

Ich habe mich in diesem Jahr viel mit Hoffnung beschäftigt. Hoffnung war das Thema meines Einführungsgottesdienstes. Während meiner Sommertour der Hoffnung habe ich in den Gemeinden Menschen nach ihren Hoffnungsgeschichten gefragt. Nach der Flutkatastrophe konnte ich miterleben, wie Betroffene Hoffnung erfahren durch die Hilfe von anderen. Hier ein paar meiner Einsichten, die ich aus den Begegnungen über Hoffnung gewonnen habe. Es sind zugleich geistliche Perspektiven, mit denen ich auf das neue Jahr 2022 blicke.

1. Den Blick und die Seele weiten. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ (Psalm 121,1) Hoffnung hat mit einer veränderten Haltung zu tun. Die Augen aufheben. Meine eigene verkrampfte Seele dehnen.

Dass Rückenschmerzen gerade in der Pandemie-Zeit zugenommen haben, kommt nicht von ungefähr. Es verkrümmt einen Menschen äußerlich und innerlich, wenn er seine Zuversicht verliert. Hoffnung dagegen hat mit einer positiven Zukunftserwartung zu tun, die meinen Blick, meine Haltung, meine Seele frei macht. Das konnte ich förmlich spüren, wenn Menschen mir von ihren Hoffnungsgeschichten erzählt haben: ein tiefes Gefühl innerer Freiheit.

2. Mich konzentrieren auf das, was mich trägt. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ (Psalm 27,1) Während der letzten zwei Corona-Jahre waren die neuesten Infektionszahlen allgegenwärtig. Auch in den Flutgebieten konnte man die Kraft der Verwüstung überall sehen. Gründe, die gegen die Hoffnung sprechen, gibt es immer mehr als genug. Es gehört sogar zum Wesen der Hoffnung, dem unmittelbaren Augenschein zu widersprechen, in dieser Hinsicht „paradox“ zu sein, das heißt, gegen den Anschein. Zu hoffen hat daher viel mit einer anderen inneren Ausrichtung zu tun. Eine Konzentration auf eine Verheißung, eine Zusage, der ich unbedingt vertrauen kann. Dafür können Segenssätze wie der zitierte Vers aus Psalm 27 einen Anker bieten. Es sind geisterfüllte Worte, die tun, was sie sagen. Sie zu memorieren, sich vorzusagen, immer wieder neu, kann helfen, die eigene Seele anders zu orientieren. Um zu hoffen, ist es wichtig, sich im mitunter erdrückenden Gewirr der Stimmen auf die Zusage Gottes zu konzentrieren.

3. Zuversicht mit anderen teilen. „… dann werden wir sein wie die Träumenden.“ (Psalm 126,1) Hoffnung ist immer eine Gemeinschaftsgabe, nichts, was ein Mensch für sich selbst behalten kann. Gerade in den Flutgebieten war das für mich spürbar, als Menschen zusammenkamen, anderen halfen, sich manchmal auch einfach gegenseitig nur „Viel Kraft!“ gewünscht haben. „Werde wach und stärke das andere, das schon sterben wollte.“ (Offb 3,2) Hoffnung ist ein „common good“. Sie lebt davon, dass man sie weitergibt. Und sie wächst im Akt des Teilens. Vor allem in der Pandemie mit ihren vielfältigen Kontaktbeschränkungen brauchen wir Hoffnungsgemeinschaften. Weil leider eben auch Misstrauen und Verschwörungstheorien hoch virulent sind.

4. Trotzig und getrost Gutes tun. „Gutes zu tun und zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.“ (Offb 13,16) Ich kann mit dem, was ich tue, nicht die Pandemie ändern, das Virus beseitigen, die Welt retten. Aber ich kann etwas tun, im Kleinen, für meine Mitmenschen. Und es ist nicht egal, was ich mache. Trösten, stärken, ermutigen. Und oft sind es kleine Zeichen, die anderen helfen, selber weiterzumachen. Weil jemand anderes an sie denkt, an sie glaubt. „Frech achtet die Liebe das Kleine.“ (Henning Luther) Dabei darf man sich nicht „verdrießen“ oder „grämen“ lassen – herrliche alte Worte, welche die Anstrengung spiegeln, die es braucht, um hoffnungsbestimmt zu leben. Morgens aufstehen, das Bett machen, Frühstück zubereiten, meine Arbeit tun – und so im Kleinen versuchen, anderen Halt zu geben. Und das gilt noch mehr im Blick auf das Leid von Menschen in Armut, im Krieg, auf der Flucht, das in der Pandemie allzu schnell unterzugehen droht.

5. Täglich hoffen üben. „Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (1. Thess 5,16ff.) Solche Ermahnungen in den Paulus-Briefen habe ich oft als anstrengend empfunden, noch dazu, wenn sie mit absolut formulierten All-Aussagen daherkommen. Ihr Sinn erschließt sich mir aber neu in einer Zeit langanhaltender, kollektiver Dauerbelastung. Hoffen ist in der Hinsicht wie geistliches Joggen, eine Übung sportlicher Spiritualität. Man muss im Training bleiben, um sich selbst nicht von den negativen Nachrichten bestimmen zu lassen. Hoffen ist eine tägliche Übung darin, aus Gottes Verheißung zu leben.

Was heißt das für das kommende Jahr 2022 und meinen Umgang mit ihm? Ich weiß nicht, wie es werden wird. Es wird viel Schönes geben, aber sicherlich auch wieder viele Belastungen, auch solche, mit denen ich heute noch gar nicht rechne. Davon will ich mich aber nicht bestimmen lassen. Ich vertraue darauf, dass Gott Gutes mit uns vorhat. Dass auch diese Pandemie einmal ein Ende haben wird. Und ich will so leben, dass wir gemeinsam gut durch diese Zeit kommen.

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jer 29,11)

Ihnen ein behütetes, hoffnungsvolles Jahr 2022!


Weitere Texte: www.glauben-denken.de

Als Bücher: https://praesesblog.ekir.de/inhalt/theologische-impulse-als-buecher

Kontakt: praeses@ekir.de

Liebe Gemeinde


Gemeindefusionen

Das Jahr 2022 startet mit Gemeindefusionen.
Aus 655 Kirchengemeinden werden durch Zusammenschlüsse 643

Durch elf Gemeindefusionen zum Jahreswechsel werden aus den bislang 655 Kirchengemeinden im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland ab dem 1. Januar 2022 dann 643 Kirchengemeinden. An den Zusammenschlüssen sind 24 evangelische Gemeinden bzw. Teile dieser Kirchengemeinden beteiligt. Mit Hilfe der Neustrukturierungen möchten die jeweiligen Presbyterien (Leitungsgremien) ihre Gemeinden so aufstellen, dass sie für die künftigen Herausforderungen gerüstet sind. Fünf Fusionen finden jeweils in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz statt, eine im Saarland.

Folgende Fusionen bringt der Jahreswechsel:

Im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch (Nordrhein-Westfalen) stößt die Kirchengemeinde Köln-Buchforst-Buchheim zur Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein.

In Köln (Nordrhein-Westfalen) schließen sich die Evangelischen Kirchengemeinden Niehl und Riehl zur Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl zusammen. Damit einher geht auch ein Wechsel bei der Zugehörigkeit zum Kirchenkreis: Mit der Fusion geht die zuvor dem Kirchenkreis Köln-Nord zugehörige Kirchengemeinde Köln-Niehl in den Bereich des Kirchenkreises Köln-Mitte über. Die Kirchengemeinde Köln-Riehl war bereits zuvor Teil des Kirchenkreises Köln-Mitte.

Im Kirchenkreis An der Ruhr (Mülheim, Nordrhein-Westfalen) wird die Evangelische Anstaltskirchengemeinde bei der Theodor-Fliedner-Stiftung zum Jahreswechsel aufgelöst. Sie geht überwiegend in der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn auf.

Im Kirchenkreis an Sieg und Rhein (Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz) geht die neu gegründete Evangelische Kirchengemeinde Siebengebirge aus dem Zusammenschluss der Evangelischen Kirchengemeinden Aegidienberg und Oberpleis hervor. Hinzu kommen die Bezirke Königswinter-Ittenbach der Kirchengemeinde Königswinter sowie Stieldorf-Birlinghoven der Kirchengemeinde Stieldorf-Heisterbacherrott.

Im Kirchenkreis an Sieg und Rhein (Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz) gehört zudem der Bezirk Königswinter-Altstadt der bisherigen Evangelischen Kirchengemeinde Königswinter künftig zur Evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel-Königswinter. Außerdem kommt es aufgrund der Umstrukturierungen zu einer Namensänderung bei der Kirchengemeinde Stieldorf-Heisterbacherrott. Nach der Ausgliederung des Bezirks Birlinghoven an die neu gegründete Kirchengemeinde Siebengebirge trägt sie künftig den Namen Evangelische Emmausgemeinde Thomasberg-Heisterbacherrott.

Im Kirchenkreis Altenkirchen (Rheinland-Pfalz) werden die Kirchengemeinde Kirchen und die Kirchengemeinde Freusburg durch einen Zusammenschluss zur Evangelischen Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg.

Im Kirchenkreis an Nahe und Glan (Rheinland-Pfalz) geht die neugegründete Evangelische Paul-Schneider-Kirchengemeinde aus dem Zusammenschluss der Kirchengemeinden Bad Sobernheim und Staudernheim hervor. Es handelt sich dabei um die erste Paul-Schneider-Kirchengemeinde der rheinischen Kirche.

Im Kirchenkreis Wied (Rheinland-Pfalz) haben sich die Evangelische Friedenskirchengemeinde Neuwied und die Kirchengemeinde Neuwied-Marktkirche zu einer Umstrukturierung entschlossen. Künftig bilden sie die Evangelische Kirchengemeinde Neuwied.

Im Kirchenkreis Simmern-Trarbach (Rheinland-Pfalz) schließt sich die Kirchengemeinde Kellenbach zum Jahreswechsel der Evangelischen Kirchengemeinde Gemünden an. Die Gemeinden firmieren künftig als Evangelische Kirchengemeinde Gemünden-Kellenbach.

Im Kirchenkreis Obere Nahe (Rheinland-Pfalz/Saarland) schließen sich die Kirchengemeinden Nahbollenbach und Oberstein zur Evangelischen Trinitatisgemeinde Nahe Oberstein zusammen.

Im Kirchenkreis Saar-West (Saarland) schließen sich die Evangelischen Kirchengemeinden Güchenbach, Heusweiler und Wahlschied-Holz zur Evangelischen Kirchengemeinde Oberes Köllertal zusammen.

Stichwort: Evangelische Kirche im Rheinland
Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie gliedert sich in 37 Kirchenkreise.

Video-Gottesdienste

Regeln für Gottesdienste:
In Nordrhein-Westfalen gilt ab 17. Dezember eine neue Coronaschutzverordnung. Damit gibt es Klarheit für die Planung von Gottesdiensten. Nach wie vor gilt unsere Empfehlung, dass für Gottesdienste (mindestens) die 3G-Regel (Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete) angewendet wird. Wo es örtlich notwendig und geboten ist, soll die 2G-Regel (Zugang nur für Geimpfte und Genesene) angewendet werden.
 
NRW: Schülerinnen und Schüler gelten nur bedingt als getestet
Nach der neuen Verordnung sind Schülerinnen und Schüler ab dem 27. Dezember bis zum 9. Januar 2022 nicht mehr generell als getestet anzusehen, da in dieser Zeit keine Schultestungen stattfinden. Die Weihnachtsgottesdienste sind von dieser Regelung also noch nicht betroffen. Im Gottesdienst ist das gemeinsame Singen der Gemeinde nur noch mit medizinischer Maske möglich. Das gilt auch für immunisierte Personen. Und: Nur immunisierte Mitglieder von Chören sowie immunisierte Solosängerinnen und -sänger dürfen bei ihren Auftritten die Maske abnehmen. Sie finden die Details in unserer Übersicht

    • 24.Dezember Uhr Alle Gottesdienste an Heilig Abend, inkl. Live-Streams und Video-Gottesdienste finden Sie hier.
    • 26.Dezember, 11:00 Uhr Gottesdienst in der Volberger Kirche
      Pfarrer Rusch
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    • 02.Januar, 11:00 Uhr Gottesdienst in der Volberger Kirche
      Pfarrer Thomas Rusch
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  • 09.Januar, 11:00 Uhr Gottesdienst in der Volberger Kirche
    Pfarrer Thomas Rusch
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  • 16.Januar, 11:00 Uhr Gottesdienst in der Volberger Kirche
    Pastorin Heike Marzusch
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Die Termine und Links für die nächsten online-Gottesdienste werden wir für Sie ständig aktualisieren.

 

<< diese Schaltfläche führt Sie zu unserem Video-Kanal auf YouTube.

 

Beitragsfoto:
Sandra Schildwächter, Gemeindebrief

Weihnachtsbotschaft

Weihnachtsbotschaft der EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurscus

Liebe Leserinnen und Leser,

Gott wird Mensch, dir Mensch zu Gute. Dieses Geheimnis feiern wir zu Weihnachten, der alles ins Leben rief, kommt als verletzliches Kind mitten hinein in die erschöpfte, verletzte Welt. Das göttliche Kind bleibt verletzlich, auch als Erwachsener. Hält die eigene Verletzlichkeit aus bis zum Tod und daraus wurde neues Leben. Daraus wird neue Zukunft für uns alle.

Die Weihnachtsbotschaft ruft uns zu: Bleibt in der Spur dieses Kindes, bleibt in der Spur dieses erwachsenen Menschen unterwegs. Auch und gerade am Ende dieses Jahres 2021. Bleibt in seiner Spur unterwegs. Dann werdet ihr unterwegs sein. Nicht getrieben von Angst, sondern beflügelt von Hoffnung.

In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihre
Annette Kurschus

Zum Video der Weihnachtsbotschaft

Weihnachtskisten 2021

Danke möchten wir sagen, für die vielen liebevoll zusammengestellten Weihnachtskisten, die auch in diesem Jahr wieder von Rösrather Bürgerinnen und Bürgern für die Tafel-Nutzer gespendet worden sind.

Wir sind dankbar, dass die Solidarität in Rösrath, die schon während der Corona-Pandemie und der Hochwasser-Katastrophe erstaunlich war, weiter zu erfahren ist.

In diesem Jahr besuchte uns unsere Bürgermeisterin Bondina Schulze bei der Paketausgabe und konnte in viele erfreute Gesichter sehen.

Alle Tafel-Berechtigten, die am Ausgabetag der Präsente an die Ev. Versöhnungskirche kamen, konnten – je nach Haushaltsgröße – kleinere oder größere Pakete in Empfang nehmen. Dadurch wurde rund 400 Mitmenschen eine vorweihnachtliche Freude zuteil.

Die Verantwortlichen der Tafel danken den Spenderinnen und Spendern herzlich im Namen der Tafel-Nutzer.

Dorothee Gorn
22.12.2021

Theologischer Impuls

Sieben goldene Regeln, wie wir über Corona diskutieren sollten.

Theologische Impulse (110) von Dr. Thorsten Latzel, Präses.

1. Wir reden nicht über einander als „die Geimpften“ und „die Ungeimpften“, sondern wertschätzend als Menschen mit Menschen – gerade auch dann, wenn wir anderer Meinung sind.

Das ist ein Gebot der Feindesliebe, die in der oder dem anderen immer mehr sieht als den Träger einer Eigenschaft.

2. Jede und jeder muss die Möglichkeit haben, die eigene Meinung gesichtswahrend zu ändern.

Wir befinden uns in einem gemeinsamen Lernprozess und unter hoher Belastung. Wir werden auch nach der Pandemie weiter als Angehörige, Freundinnen, Kollegen miteinander umgehen müssen.

3. Wir gehen von öffentlich geteilten, wissenschaftlichen Erkenntnissen aus.

Ob die Erde rund ist, klärt die Physik, wie wir Viren behandeln können, Medizin und Virologie. Hier gibt es kein weltanschauliches oder religiöses Sonderwissen – im Gegenteil hilft Glaube, wohlbegründeten Erkenntnissen von Fachleuten zu vertrauen.

4. Wissenschaftler-/innen können sich irren, das gehört zum wissenschaftlichen Erkenntnis-Prozess. Dies kann aber nur im gemeinsamen, öffentlichen Diskurs auf Grund von überzeugenderen, wissenschaftlichen Argumenten geklärt werden, nicht in abgesonderten Internetforen oder Chatgruppen.

5. Wir respektieren die Menschen, die in der Krise besondere öffentliche Verantwortung tragen.

Die Abwägung von Gesundheitsschutz und Grundrechtseinschränkungen ist oft schwierig und muss öffentlich diskutiert werden. Dazu haben wir Meinungsfreiheit und eine demokratisch funktionierende Gewaltenteilung.

6. Wir widersprechen allen, die andere diffamieren, Ängste schüren oder gar zu Gewalt aufrufen.

Über Ängste und Sorgen müssen wir miteinander reden. Hass und Gewalt beginnen jedoch oft schon bei der Sprache – dafür gibt es keine Rechtfertigung, nicht bei Corona und auch nicht sonst.

7. „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matt 7,12)

Die goldene Regel gewinnt in Pandemie-Zeiten nochmals besondere Bedeutung, auch für die Frage, wie wir uns gegenseitig am besten schützen können.


Weitere Texte: www.glauben-denken.de

Als Bücher: https://praesesblog.ekir.de/inhalt/theologische-impulse-als-buecher

Kontakt: praeses@ekir.de