15.6. – 3. Wanderung …

… zur Mittsommernacht am 15. Juni.2020, ab 19.30 Uhr.
Die Frauen der GottMomente-Gruppe laden zur 3. Mittsommernachtswanderung ein.
Wir treffen uns am 15.06.2020 um 19:30 Uhr am Lehmbacher Hof (Bergische Landstr. 164, am Ortsausgang von Hoffnungsthal). Wir werden ca. 3 Stunden wandern, wir wollen wieder miteinander ins Gespräch kommen, wir wollen lachen, denken, beten, der Natur nachspüren, die Stille hören und eine kleine Auszeit genießen.
Es ist keine Anmeldung notwendig, feste Schuhe und etwas zu trinken hingegen schon.
Fragen gern an GottMomente@gmail.com
Die GottMomente-Gruppe ist eine Initiative von Frauen und der evangelischen und katholischen Gemeinde in Hoffnungsthal.

Andacht für den 30.5.

„Begeisterung“

 

Jesus spricht: „ … aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein …“ [Apostelgeschichte 1,8]

… und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen …“ [Apostelgeschichte 2,4]

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,
mit dem morgigen Tag feiern wir das Pfingstfest. Pfingsten, die „Geburtsstunde“ der Kirche. Jesus hat an seiner Himmelfahrt die Verantwortung an seine Jünger abgegeben: „Jetzt seid ihr dran! Geht in die Welt und helft den Menschen im und zum Glauben“ (frei nach Matthäus 28,16ff) und hat ihnen den heiligen Geist als „Beistand“ versprochen. Und an Pfingsten werden die Jünger dann „begeistert“ …

Als Pfarrer bin ich noch nie mit meinen Gottesdienst- und Predigtvorbereitungen für Pfingsten zufrieden gewesen. Immer hatte ich bisher ich den Eindruck, die Freude und die Bedeutung von Pfingsten durch Worte nicht „rüberbringen“ zu können. Wie will man „Begeisterung“ predigen?

Ein Pfarrer wollte an Pfingsten seiner Gemeinde einmal anschaulich helfen, den Heiligen Geist zu verstehen. So kaufte er in einer Tierhandlung eine weiße Taube. Er besprach sich mit seinem Küster ganz genau: „Wenn ich meine Predigt halte und ganz enthusiastisch und laut in die Gemeinde hineinrufe: „Komm Heiliger Geist!“- dann lässt du die Taube aus der Sakristei in das Kirchenschiff fliegen!“    Gesagt, getan. Voll Elan und lautstark predigte der Pfarrer über den heiligen Geist und schließlich rief er laut: „Komm, Heiliger Geist!“ und schaute erwartungsvoll in die Gemeinde. Aber nichts passierte. Er wartete einen Moment und rief noch einmal lauter: „Komm, Heiliger Geist!“ Aber wieder passierte nichts. Während die Gottesdienstbesucher sich irritiert anschauten und anfingen, auf den Bänken rumzurutschen, rief er zum dritten Mal: „Komm, Heiliger Geist!“  Da kam aus der Sakristei die zögerliche leise Stimme des Küsters: „Den hat die Katze gefressen!“

Natürlich kann man so Gottes guten Geist nicht anschaubar machen!

Der Heilige Geist ist auch nicht einfach verfügbar, schon gar nicht instrumentalisierbar, auch durch keinen Prediger! Nein, Gott schenkt ihn und begeistert seine Kinder.

Aber es gehört schon etwas dazu. Bei einem Taufgespräch vor einiger Zeit kam ich mit den Eltern des Täuflings über „Gott und die Welt“ ins Gespräch und schließlich kam das Gespräch auf den geplanten Hausbau. Und auf einmal war „Begeisterung“ im Raum. Unglaublich viel Zeit wurde bisher in das Projekt „Hausbau“ gesteckt. Eigene Baupläne selbst entworfen und mir dann gezeigt. Die Begeisterung der Taufeltern war „greifbar“.

Ist es nicht so? Wenn man sich mit etwas intensiv beschäftigt, eine Leidenschaft dafür entwickelt, dann merkt man Begeisterung. Begeisterung für ein Projekt „Hausbau“, den Fußballverein, für das Hobby, für die Beziehung, den Partner, die Partnerin …

Aber für Gott? Ja klar, in der Kirche vielleicht ein wenig, aber bitte nicht zu enthusiastisch.

Und Gott im Alltag? Dürfen wir da begeistert von ihm sprechen? Das ist uns doch suspekt, oder?

Warum können wir begeistert über das neue Automodell, den Fußballverein, die Schuhmodelle von Prada, den nächsten Urlaub … reden, aber nicht von dem, der verspricht, unser guter Lebensbegleiter zu sein?

Nun, die Pfingstgeschichte möchte uns daran erinnern, dass Gottes guter Geist und seine Begeisterung nicht allein für Kirchräume bestimmt sind, sondern in den Alltag gehören, nach draußen, zu den Menschen, denen ihre Lebenszusammenhänge jegliche Begeisterung rauben. Zu Menschen, die von Gott längst nichts mehr erwarten und für die die Schwelle der Kirchentür nur ganz schwer zu nehmen ist.

Diese Aspekte finde ich in der Pfingstgeschichte [Apostelgeschichte 2, 1-18] wieder.

Da sind die Jünger und Jüngerinnen in einem Haus in Jerusalem zusammen. Ihre Gemeinschaft, ihre Verbundenheit trägt sie. Ich stelle mir vor, wie das war: Sie haben sich nicht über das neue Fischerbootmodell, die neue Schuhmode oder die trendige Kleidung unterhalten, sondern über ihren Herrn, mit dem sie wunderbares erlebt haben und dann kommt Gottes guter Geist über sie und sie werden „begeistert“ …

Ist da nicht was dran, dass man Begeisterung nicht alleine, sondern in einer Gemeinschaft besonders erlebt. Wie schön ist es mit den Kumpels zum Sportverein zu gehen, ein Hobby mit einem lieben Menschen zu teilen, mit mehreren einer Leidenschaft nachzugehen …

Ist es nicht auch in unserer Kirchengemeinde so? Wie schön ist das Erlebnis, als Gemeinschaft zu singen, wie schön ist es, beim Bibelfrühstück oder im Gesprächskreis sich gemeinsam über biblische Geschichten auszutauschen, wie schön ist es, in Gottesdiensten mit anderen zu spüren, wie Gott für uns da ist? Kann man alleine für sich glauben? Viele Menschen äußern mir dies in Gesprächen: „Ich renne nicht immer in die Kirche – aber ich glaube an eine Macht, die mich hält„.

Ich halte dagegen: Begeisterung kommt in der Gemeinschaft auf und wird von der Gemeinschaft getragen. Meine feste Überzeugung ist, und das Zeugnis der Bibel unterstreicht dies, dass der Glaube Gemeinschaft braucht. Wir brauchen das Gegenüber in Gott und unserem Nächsten.

Wir brauchen das Gegenüber, die und den, der mich aufbaut, mir hilft, mich mahnt, mich tröstet, mit der und mit dem ich Begeisterung im Glauben erleben kann.

Übrigens, Gottes guter Geist beziehungsweise die „Auswirkungen“ sind erkennbar: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit …“ [Galater 5,22]

In diesem Sinne wünsche ich uns zum Pfingstfest „Begeisterung“, dass wir „die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, …“ [Apostelgeschichte 1,8]

Pfarrer Thomas Rusch


Foto: D. Binderberger

Tafelbetrieb am 27. Mai

Gelungene „Notlösung“ für Tafelbetrieb

Es war ein guter Tag für die Rösrather Tafel: Die Besucher und das Tafelteam freuten sich bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam darüber, dass nach über zweimonatiger Pause wieder eine Bedienung mit Lebensmitteln stattfinden konnte.  Wegen der bestehenden corona-bedingten Einschränkungen und erforderlichen Schutzmaßnahmen gab es eine sog. „Notausgabe“ im Freien, und zwar auf dem Gelände um die Ev. Kirche in Volberg. Das Tafelteam konnte 60 Kunden mit vorgepackten Lebensmitteltüten versorgen, und zusätzlich gab es Einkaufsgutscheine, einzulösen bei den meisten Märkten am Ort. Beides wurde aus der großzügigen  Spende der Bethe-Stiftung finanziert. Bei der Verteilung der Hilfen an weitere ca. 50 Haushalte  kann sich die Tafel der Mitwirkung seitens der Flüchtlingshilfe bedienen.

Das Tafelteam dankt allen Helferinnen und Helfern, die zum guten Gelingen der Aktion beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt den mitwirkenden Jugendlichen aus den verschiedenen Gruppen der Gemeindearbeit, in denen sie als Teamer tätig sind.


Mitbürger/innen, die jetzt Tafelkunden werden möchten, melden sich bitte telefonisch (02205/9370846) oder
per E-Mail (roesrather-tafel@ekir.de) zwecks Vereinbarung eines Termins zur Anmeldung und zum Empfang von Lebensmitteln.


Fotos: Jutta Renner

Andacht für den 28.5.

Liebe Gemeinde,

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.“  Psalm 25,16

So lautet die Losung für den heutigen Donnerstag. Ein Mensch betet zu Gott. Er möchte Gottes Zuwendung und er bittet um seine Gnade. Dem Menschen, der im 25. Psalm Gott anruft, dem geht es nicht gut, er fühlt sich einsam, elend und schwach. Was erwartet er sich wohl von seinem Gott? Zweisamkeit? Gemeinschaft? Das Durchbrechen seiner Einsamkeit?

Hinzu kommt, dass sich unser Beter auch noch selbst die Schuld für sein eigenes Elend gibt. Warum sonst sollte er Gott um Gnade bitten?

Ja, so war das damals in den frühen Zeiten des Alten Testamentes. Der, dem es schlecht ging, der musste etwas falsch gemacht haben, sich gegenüber Gott versündigt haben, so dachte man. Dem entsprechend wurde denn auch jede Krankheit, die einen Menschen befiel und jedes Unglück, das ihn traf, stets als göttliches Strafgericht über ihn gedeutet. Die Gesellschaft ächtete ihn, isolierte ihn, verbannte ihn in die Einsamkeit.

Noch schlimmer lief es, wenn die Krankheit ein Kind befiel oder es behindert zu Welt kam, dann suchten die Menschen die Ursache dafür nämlich bei den Eltern, in ihrem Fehlverhalten gegenüber Gott. So stirbt David und Batsebas erstgeborenes Kind, weil sein Vater gegen Gott gesündigt hat (2. Sam. 12). Selbst noch zu Jesu Zeiten dachte die Mehrheit der Menschen so, wie Beispiele aus dem Neuen Testament belegen.

Könnte gut sein, dass der Mensch, der im auf die Tageslosung folgenden Lehrtext zu Jesus spricht, ein solches Kind war, das man wegen der Schuld der Eltern einst am Teich Bethesda ausgesetzt hatte, mit dem weder die eigene Familie, noch die Gesellschaft etwas zu tun haben wollte, denn welche die Krankheit war, an der dieser Mensch litt, erfahren wir nicht, und je öfter ich die Geschichte lese, umso mehr kommen mir Zweifel, ob es sich überhaupt um ein körperliches Gebrechen handelt, das diesen Menschen an jenen Ort fesselte.

7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.

Ähnlich dem Psalmbeter beklagt auch hier der Elende seine Einsamkeit, seine soziale Isolation. Er hat keinen Menschen, so sagt er, und deshalb bittet er Jesus um Hilfe. Das griechische Wort, das im Deutschen in der Lutherbibel mit „der Kranke“ übersetzt wird, hat im griechischen Original eine wesentlich breitere Bedeutungsspanne. Es bezeichnet dort nicht unbedingt einen Menschen, der an einer spezifischen Krankheit leidet, das ist viel zu kurz gedacht, vielmehr bezeichnet es einen, der sich schwach fühlt und dem die Kräfte fehlen. Seine „Schwäche“ könnte dabei statt einer körperlichen, durchaus auch psychische Ursachen haben. Man könnte das griechische Hauptwort nämlich auch mit „Antriebslosigkeit“ oder „Resignation“ übersetzen, denn immerhin kann der „Kranke“ in unserer Geschichte sich ja durchaus noch dorthin bewegen, wohin er gerne möchte, aber halt nicht schnell genug. Ihm fehlt halt zu Veränderung der entscheidende Impuls! Und das, wie wir gleich noch sehen werden, seit 38 Jahren. Dann aber begegnet ihm Jesus und der spricht zu ihm:

8 …Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!

  Natürlich möchte man jetzt wissen, wie es weitergeht, doch der Lehrtext endet hier. Auch staunt man über das imperative Herrenwort, denn statt tröstlicher Worte, erteilt Jesus dem „Kranken“ einen Befehl. Wieso tut Jesus das? Offensichtlich traut Jesus dem „Kranken“ mehr zu, als der sich selbst. Jesus sieht sofort, dass dieser „Kranke“ durchaus in der Lage ist, sein Schicksal zu ändern und seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Es steckt eine Kraft in diesem „Kranken“, die er selbst seit 38 Jahren nicht in sich zu sehen vermag. Jesus aber erkennt sie, er ist ein guter Diagnostiker, und so fordert er den Mann auf, sein Leben auf eigene Füße zu stellen, aufzustehen und sich auf den Weg zu machen. Aber wird er das auch tun? Schauen Sie, wie es weitergeht und in welchen Kontext unsere Verse aus dem Losungsbüchlein eingebettet sind (Johannes 5, 2-9):

2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen;

3 in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte. Sie warteten darauf, dass sich das Wasser bewegte. Denn der Engel des Herrn fuhr von Zeit zu Zeit herab in den Teich und bewegte das Wasser.

4 Wer nun zuerst hineinstieg, nachdem sich das Wasser bewegt hatte, der wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.

5 Es war aber dort ein Mensch, der war seit achtunddreißig Jahren krank.

6 Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?

7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.

8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!

9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.

Erstaunlich wie die Gesundung unseres Menschen hier abläuft und wie schnell! Während der seit 38 Jahren auf diesen Teich starrt und darauf wartet, dass sich das Wasser bewegt, was in einer geschlossene Halle, wie dem Teich Bethesda, garantiert nicht sehr häufig vorkam, lenkt Jesus seinen Blick jetzt hin, auf sich selbst. Und mit einem Mal erkennt der Mann die Kraft, die nach 38 Jahren tatenlosem Herumliegen noch immer in ihm steckt und er steht auf und geht. Seine achtunddreißigjährige Gefangenschaft in dieser Halle ist mit einem Schlag zu Ende und es beginnt für ihn etwas ganz Neues.

Pfarrer Armin Kopper


Foto: D. Binderberger

Open-Air-Gottesdienste

Zu Pfingsten werden wir zwei Open-Air-Gottesdienste mit begrenzter Personenzahl feiern.

  • Pfingstsonntag, 31. Mai 2020 um 11.00 Uhr in Forsbach
    Open-Air-Gottesdienst im Innenhof
    Pfarrerin Juckel
  • Pfingstmontag, 1. Juni 2020 um 09.30 Uhr in Rösrath
    Open-Air-Gottesdienst vor der Kirche
    Pfarrer Kopper

Folgende Auflagen müssen wir einhalten:

  • Anmeldungen bis spätestens Freitag 12.00 Uhr im Gemeindebüro – Telefon 2243
    (bei Gottesdiensten am Donnerstag bis spätestens Dienstag 12.00 Uhr)
    oder nutzen Sie unser Anmeldeformular mit folgenden Angaben:
    – Name, Adresse, Telefonnummer u. Anzahl der Personen mit Namen
    – wir müssen!! eine Teilnehmerliste* führen
    – nur wer angemeldet ist, kann mitfeiern
    – Wer Symptome hat, darf nicht zum Gottesdienst kommen.
  • Jeder erhält eine Nummer,
    – Die Plätze werden den Nummern entsprechend zugewiesen
    – Ihr Platz ist nicht übertragbar!
    – Die Abstandregel ist zu beachten
  • Jeder kommt mit Mund-Nasen-Schutz und nutzt das bereitgestellte Desinfektionsmittel
  • Unsere Feier dauert nicht länger als 45 Minuten
  • Die Gemeinde darf nicht singen
    Doch durch die Kirchenmusikerin ist für Musik gesorgt.
    Die Predigt und ein Lied kann am darauffolgenden Montag auf der Homepage unserer Gemeinde zum Anhören aufgerufen werden.
  • Aufgrund der Corona-Krise wird kein Fahrdienst angeboten.

Die nächsten Gottesdienste bis Ende Juni:

  • Sonntag, 7. Juni 2020 um 9.30 Uhr in Rösrath
    Open-Air-Gottesdienst vor der Kirche
    Pfarrer Kopper
  • Sonntag, 14. Juni 2020 um 11 Uhr in Forsbach
    Open-Air-Gottesdienst im Innenhof
    Pfarrer Rusch
  • Sonntag, 21. Juni 2020 um 9.30 Uhr in Rösrath
    Open-Air-Gottesdienst vor der Kirche
    Pfarrerin Juckel
  • Sonntag, 28. Juni 2020 um 9.30 Uhr in Rösrath
    Open-Air-Gottesdienst vor der Kirche
    Pfarrer Kopper
  • weitere Gottesdienste:

*) Teilnehmerliste/Datenschutz:
Diese Liste wird handschriftlich geführt und muss 4 Wochen lang aufbewahrt werden. Falls bekannt wird, dass jemand infiziert war, muss nachverfolgt werden können, wer am gleichen Gottesdienst teilgenommen hatte. Wenn das geschehen würde, dann müssen wir die Liste an das Gesundheitsamt geben. Nach 4 Wochen wird die Liste vernichtet.

es geht weiter…

… am Mittwoch, 27. Mai, an der Evangelischen Kirche Volberg.

Sie erhalten vorgepackte Tüten mit länger haltbaren Lebensmitteln.

Bitte unbedingt an folgende Zeiten halten:

 

 

 

Bitte beachten Sie die Hygiene-Vorschriften:

  • wer krank ist, bleibt bitte zuhause,
  • pro Tafelausweis nur eine Person,
  • möglichst keine Kinder mitbringen,
  • Gesichtsmaske tragen ist Pflicht,
  • Mindestabstand zwischen Personen: 2,00 m,
  • Abstandsmarkierungen am Boden beachten,
  • keine anderen Personen und Einrichtungen anfassen.
  • Bitte gehen Sie nach Hause, sobald Sie Ihre Lebensmittel erhalten haben.

Kunden, die von der Flüchtlingshilfe betreut werden, bekommen ihre Lebensmittel von dort und kommen bitte nicht zum Ausgabetermin am 27.5.2020

Wer seinen Tafelausweis verlängern muss, erhält am Ausgabetag einen Tagesausweis; dazu muss der Berechtigungsbescheid (Jobcenter, Sozialamt) in Kopie mitgebracht werden.

Mitbürger/innen, die jetzt Tafelkunden werden möchten, melden sich bitte telefonisch (02205/9370846) oder

per E-Mail (roesrather-tafel@ekir.de) zwecks Vereinbarung eines Termins zur Anmeldung und zum Empfang von Lebensmitteln.

 

Andacht für den 26.5.

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Losung vom Bremer Kirchentag im Jahr 2009 hieß: Mensch, wo bist du? Diese Frage wurde uns in ganz verschiedenen Gottesdiensten und Veranstaltungen gestellt. Wir kennen die Frage aus der Urgeschichte, als Gott im Anschluss an den Sündenfall nach Adam ruft.

Mensch, wo bist du?

Ich kann mir gut vorstellen, wie jemand diesen Satz in sein Handy spricht. Ungeduldig steht er am vereinbarten Treffpunkt, doch der Freund ist nicht da. Minute um Minute ist vergangen. Jetzt greift er zum Telefon und ruft an: Mensch, wo bist du?

Bei der Kirchentagslosung ist es Gott, der den Menschen so anruft.

Auf dem Plakat des Kirchentages wird das in fast naiver Weise zum Ausdruck gebracht: Eine Sprechblase aus dem Himmel ist zu sehen. Darauf ist zu lesen: Mensch, wo bist du? Allerdings ist auf dem Bild kein Mensch zu sehen.

Darin kommt zweierlei zum Ausdruck: Zum einen: Wer so angesprochen ist, der ist gerade nicht da. Er stellt sich nicht der Verantwortung. Er entzieht sich. Er versteckt sich. Zum anderen: Es ist nicht ein bestimmter Mensch, der so angesprochen ist. Jeder und jede ist damit gemeint. Auch Du, Sie und ich …

Wo und wann sagt Gott zu einem Menschen: Mensch, wo bist du?

Denken wir an die Geschichte von Jona. Im Advent 2019 haben die Forsbacher Konfis im Jugendgottesdienst die Geschichte als Theaterstück nachgespielt.

Jona war von Gott in die Stadt Ninive geschickt worden, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen. Aber Jona wollte kein Prophet sein: Statt sich auf den Weg zu machen, lief er davon. Er flüchtete mit einem Schiff, um seinem Auftrag zu entkommen. Doch dann kam ein Sturm, und Jona wurde von einem Wal verschluckt, der ihn nach drei Tagen vor Ninive wieder ausspuckte. Jona bekam eine zweite Chance, Gottes Auftrag zu erfüllen.

So, wie Jona in der biblischen Geschichte, so verstecken sich auch heute viele Menschen vor Aufgaben, die ihnen Angst machen.

Viele können das gut verstehen. Ich kenne das auch. Wenn Neues auf uns zukommt, wenn wir uns unsicher fühlen. Dann möchte man am liebsten weglaufen, wie Jona. Einfach nur weg …

Das Verrückte ist nur, dass so eine Flucht uns auch an bedrohliche Orte führen kann: So gefährlich wie das stürmische, gefährliche Meer bei Jona. Oder in eine Höhle, dunkel und bedrohlich. Da findet man nicht mehr raus. Außer man bekommt Hilfe von außen.

Aus der Jona-Geschichte lerne ich: Gott gibt auch denen, die vor großer Verantwortung davonlaufen, und auch denen, die sich vor einer Aufgabe drücken, eine zweite Chance.

Vielleicht fragt Gott uns heute: Willst Du wie die Stadt Ninive untergehen mit all dem Müll, den Du verursachst? Oder willst Du mithelfen, diese schöne Erde zu retten? Willst Du in Gottes Rettungsteam mitarbeiten?

Mensch, wo bist du?

Das können wir übertragen auf unser Zusammenleben in unserem Lebensumfeld … in Familie und Freundeskreis, im Beruf, im Wohnort oder auch in der Gemeinde,

Gott ruft uns heraus, dass wir auch schwierige Aufgaben anpacken. Gott will eine Antwort. Er stellt uns in die Verantwortung für andere, jeden und jede von uns!

Er will, dass wir Seine Liebe weitergeben, in Wort und Tat. Gott will, dass wir mutig sind, und Seinen Auftrag erfüllen. Es kann sein, dass wir wie Jona andere zur Umkehr aufrufen sollen, damit sich etwas zum Besseren ändert … Aber das kann auch ganz anders sein …

Oft stellt uns Gott auf einen schwierigen Weg. Dann geht es uns wie dem Jona.

Ninive kann anderswo sein, doch vielleicht auch ähnlich unbequem und anstrengend. Und: man macht sich nicht immer Freunde … Doch zum Glück hängt nicht alles an mir.

Von Jona lernen wir: Wir sind nicht allein unterwegs. Gott geht meinen und Ihren Weg mit. Er lässt sich vieles einfallen. Er benutzt sogar einen Sturm und einen Walfisch, um in meine Nähe zu kommen.

Mensch, wo bist du?

Gott ruft uns heraus, und er fordert uns heraus. In Jesus Christus ist er selbst Mensch geworden, um das Verlorene zu suchen. Er sucht uns in unserem Versteck. Er sucht den Jona auf dem Schiff und im Bauch des Wales. Er sucht uns und richtet uns auf. Er stellt uns neu auf den Weg.

Gott will, dass wir aufrecht gehen können. Er will uns als Menschen, die ihre Verantwortung erkennen und wahrnehmen: Unsere Verantwortung vor Gott … Unsere Verantwortung für die Menschen in unserer Nähe … Unsere Verantwortung für Seine Schöpfung, also unsere Verantwortung für diese Welt.

Gott ruft uns an und fragt: Mensch, wo bist du? Da schwingt die Zusage mit, dass Gott uns dabeihaben will und mit uns sein wird, sowie der Anspruch, dass wir ihm vertrauen können.

Mensch, wo bist du?

Gerade diese schwierigen Zeiten zeigen uns, dass es viele Menschen gibt, die antworten: Hier bin ich, Gott. Schick mich dorthin, wo ich gebraucht werde. Es sind Menschen, ohne deren Dienst wir in der Pandemie-Krise nicht zurechtkommen würden. Immer wieder danke!

Eine Fernsehsendung geht mir nicht aus dem Kopf. Da wurde gezeigt, dass wir oft die Menschen vergessen, die ihre Angehörigen pflegen. Diesen 24-Stunden-Dienst kann man nur mit viel Liebe und Verantwortungsgefühl schaffen. Ich habe Hochachtung vor jedem, der zu Hause die dementiell veränderte Mutter, den Großvater nach einem Schlaganfall, die mehrfach behinderte Tochter betreut … Die Beispiele in der Dokumentation zeigten, dass man auf vieles verzichten muss, und man sich nicht leisten kann, selbst krank zu werden.

Diejenigen, die für andere da sind, haben auf die Frage geantwortet: Hier bin ich.

Der Monatsspruch für den Mai aus dem 1. Petrusbrief spricht von solcher Verantwortung: Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.  (1. Petrus 4, Vers 10)

Mensch, wo bist du?

Gott helfe uns, dass auch wir antworten: Hier bin ich, Gott. Schick mich dahin, wo Du mich brauchen kannst.

Dazu wünscht Gottes Segen

Deine / Ihre / Eure Pfarrerin Erika Juckel


Foto: D. Binderberger

Gottesdienst am 24. Mai

Ev. Gottesdienst – Sonntag Exaudi – 24. Mai 2020 – Versöhnungskirche Rösrath

Pfarrer: Armin Kopper
Orgel: Doris Röskenbleck
Gesang: Tanja Heesen
Komme, Gott Schöpfer, Heiliger Geist – J.S. Bach – BWV 667

In diesem Beitrag haben wir für Sie die Predigt und die Musik aus dem Gottesdienst in einem Video zusammengefasst.

Dieses Video finden Sie auch auf unser YouTube-Seite:
https://www.youtube.com/channel/UChJnh2pRs0aJk9Czo2v0uUQ

Im Liturgischen Kalender finden Sie einen Steckbrief zu diesem Gottesdienst

Gottesdienste online

Gottesdienst am 24. Mai 2020 – 10 Uhr auf ekir.de aus Burscheid

Was möglich ist, wenn Gottes Geist in unsere Herzen einzieht, davon erzählt am Sonntag Exaudi der Videogottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Burscheid im Kirchenkreis Leverkusen. Sie können an diesem Sonntag, der schon auf das nahende Pfingstfest verweist, mitfeiern – ab 10 Uhr auf YouTube.

Wer online Gottesdienst feiert, kann sich auch online an der Kollekte beteiligen. In den Gemeinden der rheinischen Kirche wird am 24. Mai für innovative Projekte zur Mitgliederbindung, Mitgliedergewinnung und zum Gemeindeaufbau gesammelt. Wir freuen uns, wenn alle Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland, die (auch) online Gottesdienst feiern, auf den entsprechenden Internetseiten auf diese Möglichkeit der Online-Kollekte verweisen.

Exaudi – der letzte Sonntag vor Pfingsten verdankt seinen Namen der lateinischen Übersetzung des 27. Psalms, in dem es heißt: „Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te.” In der Lutherbibel 2017 wird das so übersetzt: „HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!“ Genau das wünsche ich Ihnen, und ich wünsche es auch mir, dass der lebendige Gott zu allen Zeiten und in allen Herausforderungen ein offenes Ohr und ein weites Herz für uns hat. Und ich danke allen, die mit Freude, Fantasie und Energie in dieser umgetriebenen Welt von unserem Herrn und seinem offenen Ohr und Herzen einladend und gewinnend reden machen – analog wie digital.

Beitragsbild: Altar in Solingen


Der evangelische ZDF-Fernsehgottesdienst am 24. Mai 2020 um 09.30 Uhr aus der Johanneskirche in Erbach.

Du bist nicht allen!

Nach einer großen Solidarität und Einmütigkeit zum Beginn der Corona-Krise werden nun die Diskussionen lebendiger: Wie geht es weiter? fragen sich gerade viele Menschen. Jeder hat darauf seine eigene Antwort und sie sind ausgesprochen unterschiedlich. Werden wir einen gemeinsamen Weg auch aus dieser Krise finden? Und wenn ja, wie? Kann es gelingen, unsere Unterschiedlichkeit als Bereicherung und nicht als Gefahr zu sehen?

Diesen Fragen geht der Gottesdienst aus der Erbacher Johanneskirche nach. Er macht Lust auf die Buntheit und Vielfalt des Lebens und lenkt einen besonderen Blick auf die Perspektiven derer, die in der Krise bisher eher selten gehört wurden: Familien, Eltern, Großeltern und Kinder.

Der Pianist und Komponist Tobias Bösel wird den Gottesdienst mit seiner Familienband und weiteren Solisten auch musikalisch farbreich und lebendig gestalten. Die Predigt hält Pfarrerin Bianca Schamp.

Ablauf zum Mitfeiern zum Download

Andacht für den 23.5.

„Wo der Geist Gottes wirkt, da ist Freiheit“ [2.Korinterbrief 3,17]

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Vor einiger Zeit hörte ich von jemanden, wie man wohl in Afrika kleine Affen fängt:

Es gibt eine sehr einfache, aber wirkungsvolle Methode. Manche Afrikaner stellen am Waldrand Tonkrüge mit einem sehr engen Einfüllloch auf, füllen Mandelkerne hinein und entfernen sich. Nun wittern die Affen ihre Lieblingsspeise, kommen heran und greifen gierig in den Krug hinein. Das Einfüllloch ist gerade groß genug, dass die Pfote der Affen hindurchpasst. Die Affen nehmen die Pfote voller Mandeln und bekommen die gefüllte Pfote nun nicht mehr aus dem Krug heraus. Sie bräuchten die Mandeln eigentlich nur loszulassen, um ihre Freiheit wieder zu erlangen. Aber sie essen die süßen Mandeln nun mal „für ihr Leben gern“. Darum warten sie mit der gefüllten Pfote, bis die Fallensteller kommen und die Affen gefangen nehmen.

Ich finde, dass uns Menschen oft ähnliches passiert. Ist es nicht so: Wir sind in gewisse Dinge so vernarrt, dass wir sie „für unser Leben gern“ festhalten. Und diese Dinge halten uns dann gefangen. Wie oft halten wir uns nicht an materiellen Dingen fest, die gar keinen Halt geben? Wie oft versuchen wir nicht irgendwelchen Menschen zu gefallen und verbiegen uns total?

Dabei bräuchten wir nur manche Dinge einfach loszulassen und würden unsere Freiheit und das Leben gewinnen.

Paulus schreibt in einen Brief folgende Erkenntnis: „Wo der Geist Gottes wirkt, da ist Freiheit

Paulus will uns damit sagen, dass diejenigen, die sich an Gott orientieren, die von seinem Geist durchdrungen sind, Freiheit erfahren und erleben.

Freiheit bedeutet dann, frei zu sein von den Zwängen des Zeitgeistes der sagt: „Hast du was, dann bist du was“. Und Freiheit bedeutet auch nicht allem nachjagen zu müssen, mit der Sorge, etwas im Leben zu verpassen. Gottes Geist sagt uns: „Du bist als ein geliebtes Kind Gottes schon etwas ganz besonderes“.  Wer dessen gewiss ist, der „steht über so manchen Dingen“ und weiß, wie Gottes guter Geist Freiheit bewirkt.

Sind wir klüger und weitsichtiger als die kleinen Affen in Afrika?

Ich wünsche uns in diesem Sinne Gottes Begeisterung und viel Erfolg beim „loslassen“.

Pfarrer Thomas Rusch

 


Foto: D. Binderberger