Hospizdienst

Der ökumenische Hospizdienst Rösrath e.V. lädt ein:
am Donnerstag, 4. Juli 2019 um 19.00 Uhr, in den Räumen des Augustinushauses in Rösrath
Prof. M. Horlitz, Chefarzt der Kardiologie am Krankenhaus Porz am Rhein und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Herzstiftung, wird einen informativen Vortrag zu den unten genannten Themen halten. Die Einladung bekommen Sie hier als PDF-Datei

Themen u.a.:
• Sterben mit dem Schrittmacher oder Defibrillator?
• Ethische und rechtliche Fragen am Lebensende…
• Kann Vorsorge getroffen werden?
• Wie formuliere ich als Schrittmacher-/Defibrillatorträger meinen Wunsch in der Patientenverfügung?

Weitere mögliche Themen:
• Neue Methode zur Darstellung von Herzkranzgefäßen: Jetzt sogar mit Infrarotlicht!
• Gefährlicher Zusammenhang zwischen Sport und dem plötzlichen Herztod!

Ausführliche Diskussion im Anschluss des Vortrages

Der Eintrill ist frei – Spenden, die die Hozpizarbeit unterstützen, sind sehr willkommen.


Zur weiteren Information:
2006 wurde das Kooperative Kölner Herzzentrum beidseits des Rheins mit einem Schwerpunkt im Krankenhaus Porz am Rhein gegründet.
Prof. M. Horlitz ist Gründungsmitglied und Sprecher des Herzzentrums. Inzwischen ist das Zentrum ein weit verzweigtes Netz aus Partnerpraxen und -kliniken beidseits des Rheins, das sogar über die Kölner Stadtgrenzen reicht. Pro Jahr behandelt das Kooperative Kölner Herzzentrum gut 200.000 Patienten.

antisemitisches Plakat

Rekowski: „Angriff nicht nur auf Juden, sondern auch auf christliche Identität“.
Rheinische Kirche verurteilt antisemitisches Plakat zur Europawahl.

Düsseldorf (21. Mai 2019).
Zu einer aus Anlass der Europawahl durchgeführten Plakatierung der Partei „Die Rechte“ nimmt Präses Manfred Rekowski für die Evangelische Kirche im Rheinland wie folgt Stellung:

„Die Evangelische Kirche im Rheinland hat mit Entsetzen wahrgenommen, dass die Partei ,Die Rechte‘ in mehreren Regionen ihres Kirchengebiets mit einer offen antisemitischen Plakat-Aktion für ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei der anstehenden Europawahl wirbt.

Das Plakat mit der Aufschrift ,Zionismus stoppen: Israel ist unser Unglück! Schluss damit‘ knüpft unmittelbar an die antisemitische Hetze der Nationalsozialisten an. Dies ist eine Schande für die demokratische Kultur in unserer Gesellschaft. Wir wehren uns in aller Schärfe gegen diese antisemitische Hetze. Die Evangelische Kirche im Rheinland begrüßt deshalb alle zivilgesellschaftlichen, ordnungspolitischen und juristischen Initiativen, die, auch mit Mitteln des Strafrechts, gegen diese Plakate vorgehen – auch über die Europawahl hinaus.

Für mich als Christ ist der Satz ,Israel ist unser Unglück‘ ein Angriff nicht nur auf Juden in aller Welt, sondern auch auf die christliche Identität. Als Christinnen und Christen glauben wir an den Gott Israels und bezeugen ‚die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält‘, wie es im Grundartikel zu unserer Kirchenordnung heißt.“

Stichwort: Rheinische Kirche und Israel
Die Kirchenordnung ist das „Grundgesetz“ der Evangelischen Kirche im Rheinland und legt die Basis für ihre Gestaltung und Ausrichtung. Sie enthält auch deren Bekenntnisgrundlagen. Über das Verhältnis zum Volk Israel heißt es in einem der am Anfang stehenden Grundartikel: „Sie (die Evangelische Kirche im Rheinland) bezeugt die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält. Mit Israel hofft sie auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Dieses Bekenntnis ist die Konsequenz aus einem wegweisenden Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland „Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden“ aus dem Jahr 1980.

Die Kirchenordnung ist das „Grundgesetz“ der Evangelischen Kirche im Rheinland und legt die Basis für ihre Gestaltung und Ausrichtung. Sie enthält auch deren Bekenntnisgrundlagen. Über das Verhältnis zum Volk Israel heißt es in einem der am Anfang stehenden Grundartikel: „Sie (die Evangelische Kirche im Rheinland) bezeugt die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält. Mit Israel hofft sie auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Dieses Bekenntnis ist die Konsequenz aus einem wegweisenden Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland „Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden“ aus dem Jahr 1980.

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PRESSEMITTEILUNG Nr. 61/2019
Foto: EKiR/Lichtenscheidt)

Kirche im Umbruch

Langfristige Projektion der Kirchenmitglieder und des Kirchensteueraufkommens in Deutschland Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm: „Wir stellen uns auf Veränderungen ein“.

Das Forschungszentrum Generationenverträge (FZG) der Albert-Ludwig-Universität Freiburg hat erstmals eine koordinierte Mitglieder- und Kirchensteuervorausberechnung für die katholische und evangelische Kirche in Deutschland erstellt. Für die 20 evangelischen Landeskirchen und die 27 (Erz-)Bistümer der katholischen Kirche wurde ermittelt, wie sich Kirchenmitgliederzahlen und Kirchensteueraufkommen langfristig bis zum Jahr 2060 entwickeln werden – wenn das Tauf-, Austritts- und Aufnahmeverhalten der vergangenen Jahre auch für die Zukunft repräsentativ ist. Diese Studie ist heute (2. Mai 2019) vom FZG, der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlicht worden.

Die Artikel  „Kirche im Umbruch“ und weitere finden Berichte zur Kirche 2060 Sie auf der Webseite der EKD
Die 15-seitige Broschüre Kirche im Umbruch als PDF-Datei finden Sie hier:

Hinweis: Die am 2. Mai 2019 veröffentlichte Projektion des FZG ist eine Zusammenfassung der Gesamtanalyse auf Bundesebene für die evangelische und katholische Kirche. Weitere Informationen zur evangelischen Kirche finden Sie unter https://www.ekd.de/kirche-im-umbruch-projektion-2060-45516.htm. Weitere Informationen zur katholischen Kirche sowie Zahlen und Fragen und Antworten zur Studie sind unter www.dbk.de auf der Themenseite „Projektion 2060“ verfügbar.


Gestaltung der Grafik und der Broschüre: gobasil GmbH | www.gobasil.com

 

 

ökum. Rundreise

Rösrath reist Ökumenisch: 15 Tage Rundreise durch biblische Landschaften diesseits und jenseits des Jordan nach Jordanien und Israel.
Als 2014 Pfarrer Kopper und Pfarrer Gerards gemeinsam zur Ökumenischen Italienreise luden, kamen viele begeisterte Rösrather*innen aus Rom und dem Latium zurück. Das spannende Reiseziel und die ökumenische Gemeinschaft wurden als ideale Kombination empfunden.

Nun gibt es eine Neuauflage – diesmal doppelt so lange und richtig weit weg:

Von Samstag, den 10.10.2020 bis Samstag, den 24.10.2020 geht es für eine Reisegruppe von bis zu 46 Personen gemeinsam nach Jordanien und Israel. Der Anbieter Ökumene-Reisen hat ein Programm zusammengestellt, das hier unmögilch zusammengefasst werden kann.

Den Flyer können Sie hier als PDF-Datei (740 KB) herunterladen.

Wer ca. 2.500,- (pro Person im DZ) investieren kann und möchte, meldet sich bitte bei Pfarrer kopper@evkirche-roesrath.de , Tel. 40 37, im ev. Gemeindebüro (Tel. 22 43) oder im Pastoralbüro St. Nicolaus (Tel. 23 24).

Dann gibt es die Anmeldeunterlagen mit Bankverbindung für Rate 1.
Am Dienstag, den 2. Juli startet für alle fest Angemeldeten sowie Interessierten um 19.30 Uhr in der Versöhnungskirche ein Info-Abend.

Illustration: „Reise von Amman bis Tel Aviv! | Autor & ©: www.oekumene-reisen.de

 


Über die Gemeindebüros und bei Pfarrer Kopper gibt es für Interessierte einen ähnlichen A5-Flyer, der ein Anmeldeformular enthält.
Diese zweistufige Anmeldung ist Absicht, um Anmeldungen stoppen zu können, wenn das Angebot ausgebucht ist.

Lebensweg / Kreuzweg

Lebensweg / Kreuzweg der Hoffnung

Der Ökumenische Hospizdienst Rösrath e.V. lädt ein:
In acht Stationen ihres persönlichen Kreuzweges machen die Künstlerinnen Marion Maas und Gabriele Raupach auch anderen Mut, eigene Trauerwege zu gehen.

Ausstellung und Ökumenische Andachten vom 6. April bis 22. April 2019 in der Evangelische Christuskirche Forsbach, Bensberger Straße 238.
Den Flyer können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Ökumenische Andachten:
Mittwoch, 10. April 2019, 19.00 Uhr
„Mein Weg in deinen Spuren“

Freitag, den 12. April, 19.00 Uhr
„Deine wehrlose Liebe richtet mein Lebenshaus auf.“

Außerdem werden Bilder des Kreuzweges Eingang der Liturgie des Palmsonntages sowie der Karwoche folgen.

Öffnungszeiten der Ausstellung vom 6. April bis 22. April 2019:
Sa.   06.  15. – 17 Uhr
So.   07.  10 – 11 und 12 – 14 Uhr

Mo. 08. 15 – 17 Uhr
Mi.  10.  17 – 19 Uhr
Fr.   12.  17 – 19 Uhr
Sa.  13.   15 – 17 Uhr
So.  14.  10 – 11 und 12 – 14 Uhr

Mo.  15.  17 – 19 Uhr
Mi.   17.  17 – 19 Uhr
Do.  18.  17.30 – 19 Uhr
Fr.   19.  17 – 19 Uhr
Sa.  20.  15 – 17 Uhr
So.  21.  10 – 11 und 12 – 14 Uhr

Mo. 22. 12 – 14 Uhr

Der Eintritt ist frei. Spenden, die den Hospizdienst unterstützen, sind willkommen.

Stille Nacht! Heilige Nacht!

Auf den Spuren des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

Ein Siegeszug um die Welt – von Wilfried Kochner

(Fast) jeder singt es einmal im Jahr und das in 300 Sprachen rund um den Erdball. Jeder kennt es und doch wissen nur wenige, dass das berühmteste Weihnachtslied der Welt seinen Ursprung im Salzburger Land hat. Begeben wir uns also auf die Reise zu den wichtigsten Entstehungsorten dieses bekanntesten kulturellen Salzburger Exportartikels.

Mohr – Hintersee

Beginnen wir in Oberndorf bei Salzburg, der Wiege des Liedes. Wir schreiben den 24. Dezember 1818 als in der St. Nikola-Kirche zum ersten Mal Textschreiber Joseph Mohr mit seiner Gitarre und der Komponist Franz Xaver Gruber das Lied öffentlich singen. Da die Kirche aufgrund von Hochwasserschäden abgetragen wurde, steht dort seit 1930 die Stille-Nacht-Gedächtniskapelle. Ein Ort, der den Zauber und die Magie des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ vermitteln möchte.

Das angeschlossene Museum thematisiert neben der Lied-Geschichte auch die für Oberndorf über Jahrhunderte bedeutsame Salzachschifffahrt. Während der Vorweihnachtszeit öffnet zudem das Stille-Nacht-Sonderpostamt seine Pforten. www.stillenacht-oberndorf.at

Doch wer sind die zwei Männer, die das Lied, das seit 2011 nationales immaterielles UNESCO-Kulturerbe ist, geschaffen haben. Beiden gemeinsam ist die Liebe zur Musik und die Abstammung aus einfachsten Verhältnissen. Am 11. Dezember 1792 erblickt Joseph Mohr als uneheliches Kind einer Strickerin in Salzburg in der Steingasse 31 das Licht der Welt. Trotz existentieller Nöte hat der Junge Glück, da der damalige Salzburger Domvikar Johann Hiernle seine musikalischen Talente erkennt und fördert. Bereits 1815 wird er vorzeitig zum Priester geweiht. Seine Sprachgewandtheit, seine theologischen Kenntnisse und seine außerordentliche Musikalität zeichnen ihn aus. Seine erste Arbeitsstelle erhält Mohr in Mariapfarr. Hier verfasst er auch 1816 das Gedicht „Stille Nacht! Heilige Nacht!“.

Im Stille-Nacht Museum Mariapfarr und in der Wallfahrtskirche erfährt man vieles über Mohr und seine Textzeile „Holder Knabe im lockigen Haar“. 1817 verlässt Mohr Mariapfarr und es beginnen lange Wanderjahre. www.wallfahrtsmuseum.at

Auch in Oberndorf, wo er mit Gruber Musikgeschichte schreibt, bleibt er nur zwei Jahre. 1827 übernimmt er in Hintersee ein selbstständiges Vikariat als Priester und bleibt bis 1837. Eine 2016 errichtete Joseph-Mohr-Gedächtniskapelle und ein Themenweg mit Kunst- und Klanginstallationen erinnern an ihn. www.josephmohr.at

Sein letzter Dienstort ist Wagrain. Dort kümmert er sich als Vikar besonders um die Armenfürsorge und das Schulwesen. Ihm verdankt Wagrain den Bau eines Schulhauses. Am 4. Dezember 1848 stirbt er völlig verarmt, einziger Besitz – seine Gitarre. Ein neues Museum präsentiert die wenigen originalen Hinterlassenschaften Mohrs und geht gleichzeitig mit modernen Präsentationstechniken und Mitmachstationen auf die Wirkung und Bedeutung des Liedes ein.

Auf dem anschließenden Wagrainer Kulturspaziergang kann man dann die letzten Jahre Joseph Mohrs entdecken. www.stillenacht-wagrain.at

Am 25. November 1787 wird Franz Xaver Gruber in Hochburg-Ach am Inn geboren und sein musikalisches Talent ist dem Sohn eines Leinewebers in die Wiege gelegt. Bereits mit elf Jahren springt er als Organist für seinen erkrankten Lehrer ein. 1805 verbringt er drei Monate in Burghausen bei Georg Hartdobler, einem der bedeutendsten Organisten jener Zeit. Die Geburtsstadt erinnert mit dem Franz-Xaver-Gruber-Friedensweg an ihren großen Sohn und bietet zwei weitere Ausflugziele der Superlative: Die längste Burg der Welt und das größte Moor Österreichs. www.fxgruber.at

1806 legt er in Ried im Innkreis seine Prüfung als Lehrer ab und 1807 tritt er in Arnsdorf seine erste Stelle als Lehrer und Organist an. In dem Schulgebäude, in dem er lebte und arbeitete, ist heute ein modernes Stille-Nacht-Museum untergebracht. Um seine finanzielle Lage ein wenig zu verbessern, übernimmt er 1816 zusätzlich den Organistendienst in der vier Kilometer entfernten St. Nikola Kirche in Oberndorf.

Hier findet dann die Begegnung mit Joseph Mohr statt, die Geburtsstunde von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“www.stillenachtarnsdorf.at

Grab Mohr – Wagrain

1835 siedelt Gruber nach Hallein über und kann sich nun als Chorregent und Organist der Stadtpfarrkirche ganz der Musik widmen. 1863 stirbt Franz Xaver Gruber als angesehener Mann in Hallein, hier ist er auch beerdigt. Das neu umgebaute Stille-Nacht-Museum in Hallein lädt zu einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert ein, mit der kompletten Dokumentation des Liedes, Joseph Mohrs Gitarre, Einrichtungsgegenstände von Gruber sowie Handschriften und Zeichnungen des Komponisten. Mit geführten Themenspaziergängen kann man weitere Originalschauplätze in der Stadt erkunden. www.stillenachthallein.at

Wer sich das einmal ansehen möchte:
Für 18 Euro gibt es ein Kombiticket zum einmaligen Besuch aller Stille Nacht Museen im Salzburger Land incl. Salzburger Verkehrsverbund für 24h.


Text:
Wilfried Kochner, Rösrath
Foto(s):
Beitragsbild: Text des Liedes im Stille Nacht Museum Hallein von W.Kochner
Kapelle Mohr – Hintersee – (c)TVB Salzburger Land
Stille Nacht Kapelle Oberndorf  von W.Kochner
Stille Nacht Museen – Fotos 1, 3 und 4  von W.Kochner
Stille Nacht Museum  (c)Kulturverein Blaues Fenster
Grab Mohr in Wagrain (c)Kulturverein Blaues Fenster