Beginn des Ramadan

Solidarisch an der Seite von Musliminnen und Muslimen
Vor dem Ramadan: Präses Latzel besucht Zentrum muslimischer Frauen
Vor dem morgigen Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan (13. April) hat Präses Dr. Thorsten Latzel am Vormittag das Begegnungs- und Fortbildungszentrum für muslimische Frauen (BFmF) in Köln besucht. Der neue Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland absolviert derzeit Antrittsbesuche und überbrachte den Frauen den Gruß der Bistümer und Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen zum Ramadan.

„Wo immer Musliminnen und Muslime Diskriminierungen, rassistische Übergriffe oder Ähnliches erfahren, können Sie darauf vertrauen, dass wir solidarisch an Ihrer Seite stehen“, sagte Latzel im Gespräch mit den Leiterinnen der Einrichtung, die 1996 von 25 muslimischen Frauen gegründet wurde. „Wir kommen als rheinische Kirche von mehr als 40 Jahren Dialogerfahrung her. Nach einer mehrjährigen intensiven Beschäftigung in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und der Landeskirche haben wir auf der Landessynode 2018 einen grundlegenden Beschluss zur theologischen Positionierung der Evangelischen Kirche im Rheinland zu Muslimen gefasst. Er ermutigt uns ausdrücklich, den Weg der Kooperation weiter zu betreiben. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit Ihnen gestalten – auch wenn das gesellschaftliche Klima dem entgegensteht.“

Osterfest und Ramadan: Pandemie-Einschränkungen beschwerlich
Er freue sich, dass der Besuch am Vortag des für Musliminnen und Muslime so intensiven und religiös dichten Monats Ramadan stattfinden kann, sagte Präses Thorsten Latzel: „So wie für uns das zurückliegende Osterfest wieder von den Einschränkungen der Covid-19-Pandemie stark geprägt war, werden Sie auch zum zweiten Mal den Ramadan unter Pandemiebedingungen erleben und gestalten müssen. Das ist sehr beschwerlich. Ich wünsche Ihnen und allen Musliminnen und Muslimen, die unter uns leben, einen gesegneten Monat Ramadan.“

Stichwort: Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen
Das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen (BFmF) e. V. in Köln wurde 1996 von 25 muslimischen Frauen gegründet und hat sich zu einem großen muslimischen Sozial- und Bildungszentrum entwickelt. Es gilt als eine der anerkanntesten unabhängigen muslimischen Einrichtungen in Deutschland. Der Verein bietet Bildung, Beratung, Betreuung und Begegnung an. Für ihn arbeiten mehr 90 festangestellte Mitarbeitende, ca. 30 Honorarkräfte und viele Ehrenamtliche.

PRESSEMITTEILUNG Nr. 56/2021 v. 12.04.2021

Neuer Präses im Amt

Neuer Präses Thorsten Latzel: „Deshalb leben wir trotzig und getrost“
Predigt zur Amtseinführung am Samstag in Düsseldorf

 

 „Was gibt uns Hoffnung?“ Dieser Schlüsselfrage unserer Zeit ist der neue Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Samstag in seiner ersten Predigt im Amt nachgegangen: „Der Impfstoff – eine bessere Strategie – der Frühling – Gott – oder gar nichts?“

„Was ich erhoffe, weiß ich. So wie wohl die meisten unter uns“, sagte Dr. Thorsten Latzel im Gottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche, in dem er und die neu- bzw. wiedergewählten Mitglieder der Kirchenleitung in ihre Ämter eingeführt wurden: „Dass das alles irgendwann einmal ein Ende hat. Dass sich durch die gemeinsam durchlebte Pandemie etwas zum Guten verändert. Dass wir die Schulden fair verteilen und uns dauerhaft ökologisch verhalten. Dass wir sorgsam, solidarisch miteinander umgehen.“

Christliche Hoffnung unterscheidet sich von Optimismus
„Für mich ist Gott der Grund, warum ich dies alles hoffe“, so der 50-jährige Theologe in seiner Auslegung der biblischen Geschichte von Hiob, der alles verliert und doch anklagend, aber auch hoffend an Gott festhält. „Ich glaube, dass Gott der eigentliche Grund ist, warum die Pandemie, unsere Welt, wir selbst nicht so bleiben werden, wie wir sind.“ Darin unterscheide sich die Hoffnung im christlichen Sinn von Optimismus: „Der Optimismus sagt: ,Es wird schon wieder. Du musst nur positiv denken.‘ Das wird oft lebenspraktisch begründet. Es helfe einfach, sich auf das Gute zu konzentrieren. Auf die Hälfte des Glases, in der noch Wasser ist. Das Problem ist nur, wenn sich die andere Hälfte nicht mehr ausblenden lässt. Dann wird der Optimismus naiv.“

Christliche Hoffnung ist radikaler als Optimismus
Christliche Hoffnung, so Präses Latzel, meine dagegen etwas anderes: „Sie sagt: ,Es wird anders werden. Weil Gott ist. Und im Glauben bist du selbst schon Teil davon.‘ Die Hoffnung ist viel radikaler als der Optimismus. Sie kümmert sich gar nicht darum, ob überhaupt Wasser im Glas ist. Die Welt kann und darf und wird nicht so bleiben, wie sie ist. Weil Gott dem entgegensteht. Und das verändert Menschen, die daran glauben. Es schafft einen neuen Blick auf die Wirklichkeit.“ Thorsten Latzel, den die Landessynode im Januar zum Nachfolger von Manfred Rekowski (63) gewählt hat, unterstrich: „Was mir Hoffnung gibt, ist, dass Gott selbst unsere Hoffnung ist. Auch wir werden – wie Hiob – keine letzte Antwort bekommen. Nicht auf Corona. Und nicht darauf, wieso Menschen oft so Schlimmes leiden müssen. Aber wir können – wie Hiob – Gott nicht aus der Verantwortung lassen. Weil Gott selbst unsere Hoffnung ist. Deshalb wird das Leiden nicht das letzte Wort haben. Deshalb leben wir trotzig und getrost.“

Zur Person: Präses Dr. Thorsten Latzel
Thorsten Latzel (50) ist seit 20. März Präses. Seit 2013 war er Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt. Im EKD-Kirchenamt war er für Studien- und Planungsfragen und das Projektbüro Reformprozess zuständig (2005 bis 2012). Zuvor arbeitete Latzel als Pfarrer in Erlensee-Langendiebach. Aufgewachsen in Bad Laasphe, studierte er Theologie in Marburg und Heidelberg. Im Blog „glauben-denken.de“ veröffentlicht er wöchentlich theologische Impulse. Dr. Latzel ist verheiratet und hat drei Kinder.

PRESSEMITTEILUNG 48/2021


Die Predigt von Präses Dr. Thorsten Latzel im Rahmen der Einführung und Verabschiedung der Mitglieder der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland am Samstag, 20. März 2021, Beginn: 11 Uhr, in der Johanneskirche, Düsseldorf (Predigttext: Hiob 19,25)

Liebe Gemeinde,
Hoffnung
Im Reigen von Glaube und Liebe steht sie oft unerkannt in der Mitte.
Sie wirkt in der Nacht, aber ihr Wesen ist Licht.
Sie sieht nicht, aber sie ist nicht blind.
Sie gibt die Kraft, zu warten, auszuharren, durchzuhalten,
Die Dinge nicht so hinzunehmen, wie sie sind.
Man sagt, sie stirbt zuletzt.
Doch sie erhält uns am Leben.
Bis ans Ende.
Und auch darüber hinaus.

Die große Frage
Was gibt uns Hoffnung? – Das ist eine der Schlüsselfragen unserer Zeit.
Der Impfstoff – eine bessere Strategie – der Frühling – Gott – oder gar nichts?

Was gibt mir persönlich Hoffnung – nach einem Jahr Pandemie?
Ein Jahr mit immer neuen Wellen und Mutationen.
Ich kann das Wort Corona oft nicht mehr hören.
Die Statistiken von Toten, Infektionen, Inzidenzen bin ich leid.
Ich sehne mich danach, Hände zu schütteln, Münder zu sehen, andere einfach in den Arm zu
nehmen. Ein Jahr „Beziehungs-Fasten“ hat viele von uns erschöpft. Mich auch.

Was gibt mir Hoffnung – jetzt und für die Zeit danach?
Was ich erhoffe, weiß ich. So wie wohl die meisten unter uns.
Dass das alles irgendwann einmal ein Ende hat.

Dass sich durch die gemeinsam durchlebte Pandemie etwas zum Guten verändert.
Dass wir die Schulden fair verteilen und uns dauerhaft ökologisch verhalten.
Dass wir sorgsam, solidarisch miteinander umgehen.
Mit den Menschen, die uns nahestehen. Und mit denen, die noch stärker als wir von allem
betroffen sind. Hier in Europa wie weltweit.
Doch was ist der Grund dafür, zu hoffen, dass das wirklich geschieht?

Für mich ist Gott der Grund, warum ich dies alles hoffe.
Nun, das klingt aus dem Mund eines Pfarrers nicht wirklich überraschend.
Noch dazu bei einer Einführungspredigt als Präses.
Doch ich glaube tatsächlich, dass Gott der eigentliche Grund ist, warum die Pandemie, unsere
Welt, wir selbst nicht so bleiben werden, wie wir sind.

Darin unterscheidet sich die Hoffnung im christlichen Sinn von Optimismus.
Der Optimismus sagt: „Es wird schon wieder. Du musst nur positiv denken.“
Das wird oft lebenspraktisch begründet.
Es helfe einfach, sich auf das Gute zu konzentrieren.
Auf die Hälfte des Glases, in der noch Wasser ist.
Das Problem ist nur, wenn sich die andere Hälfte nicht mehr ausblenden lässt.
Dann wird der Optimismus naiv.

Christliche Hoffnung dagegen meint etwas Anderes. Sie sagt:
„Es wird anders werden. Weil Gott ist. Und im Glauben bist du selbst schon Teil davon.“
Die Hoffnung ist viel radikaler als der Optimismus. Sie kümmert sich gar nicht darum, ob
überhaupt Wasser im Glas ist. Die Welt kann und darf und wird nicht so bleiben, wie sie ist.
Weil Gott dem entgegensteht. Und das verändert Menschen, die daran glauben. Es schafft
einen neuen Blick auf die Wirklichkeit.

Hoffnung
Das Wort stammt von „hopen“, ist also verwandt mit „hopsen“, „hüpfen“.
Hoffnung ist das, was uns wie Kinder vor lauter Vorfreude hopsen lässt.
Weil wir glauben, dass es eben mehr gibt als das, was es gibt, was wir sehen.
Hoffnung ist das, was uns wie Vögel mitten in der Nacht anfangen lässt, zu singen.
Auch wenn alles um uns noch dunkel ist.
Das macht die Hoffnung so stark. Und zugleich so schwierig.
Weil sie mitunter allem, was wir sehen, widerspricht.

Die Geschichte eines Kampfes
Die Bibel ist ein großes Buch einer solchen „Hoffnung auf Gott“.
Die Geschichte des Volkes Israel beginnt damit, dass das alte Ehepaar Abraham und Sara –
beide über 70 Jahre, ohne Kinder – aufbricht in ein Land, das einmal ihre Nachkommen besitzen
sollen. Allein, weil Gott es ihnen verheißen hat.
„Abraham glaubte auf Hoffnung, wo es nichts zu hoffen gab.“ (Röm 4,18)

In einem weiten Bogen von über eintausend Jahren werden dann die Hoffnungs-Geschichten
ihrer Nachkommen erzählt. Die Geschichten des jüdischen Volkes, an denen auch wir als
Christinnen und Christen Anteil haben.
Sie handeln von Menschen, die sich mit der Welt, wie sie ist, nicht abfinden.
Weil sie Gott glauben. Sich auf ihn verlassen – allem Augenschein zum Trotz.
Mal singend und hüpfend. Mal klagend und zweifelnd.

Eine der für mich eindrücklichsten Gestalten in diesen vielen Hoffnungs-Geschichten ist Hiob.

Er kämpft bis aufs Letzte mit Gott – um die Hoffnung auf Gott.
Hiob erlebt seine ganz persönliche Pandemie.
Reich an Gütern, gesegnet mit vielen Kindern, gesund an Leib und Gliedern –
wird ihm das alles von einem Tag auf den anderen genommen. Und Gott lässt es zu.
Seine Kinder sterben, seine Herden werden geraubt, seine Knechte ermordet, er selber mit
Krankheit geschlagen.
So schlimm, dass seine Freunde ihn nicht erkennen, als sie ihn besuchen.
Sieben Tage und sieben Nächte sitzen sie mit ihm, dem Aussätzigen, in der Asche und sagen
kein einziges Wort.
„Weil sie sahen, dass sein Schmerz groß war.“ Weil es nichts mehr zu sagen gibt.
Erst dann beginnt Hiob selbst zu sprechen.
Und die Freunde antworten ihm. Lebensweise. Theologisch reflektiert.
Mit vielen klugen Hinweisen, wie er sein Leid verstehen und mit ihm umgehen kann.
Doch Hiob hört nicht auf sie. So wenig wie auf seine Frau, die ihm rät, seinen Glauben doch
endlich aufzugeben, um in Ruhe zu sterben.
Sie alle begreifen nicht, worum es eigentlich geht.
Sie meinen, Hiob ginge es um Gerechtigkeit: „Wie kannst Du, Gott, es nur zulassen, dass ich,
Hiob, so leiden muss, obwohl ich keine Schuld begangen habe?“
Und ja: Hiob ruft Gott als Richter gegen Gott an, um ihn zu verklagen.
Doch Hiob geht es um mehr als um Gerechtigkeit. Es geht ihm um Hoffnung.
Er hält Gott vor, dass er, der Grund all seines Hoffens, zum Abgrund geworden ist. Gott selbst
ist es, der seine Hoffnung zerstört: „Du hast meine Hoffnung ausgerissen wie einen Baum.
[…] Du machst sie zunichte, wie Wasser die Erde wegschwemmt.“
Das ist die abgründige Tiefe seines Leidens, die seine Freunde nicht begreifen.
Deswegen verflucht Hiob den Tag seiner Geburt. Und will er die ganze Schöpfung rückgängig
machen.
Weil er an einer Hoffnungslosigkeit leidet, die von Gott gemacht ist.

Doch Hiob lässt Gott so nicht davonkommen.
Er hält gegen Gott an Gott als Grund seiner Hoffnung fest.
„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben.
Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen.“
Das ist der tiefste Grund seines Glaubens, seiner Hoffnung.
Gott kann und wird das Leiden nicht so lassen – weil er dann nicht mehr Gott wäre.
Weil Gott in sich selbst Hoffnung ist.
Gott kann ihn, Hiob, nicht aufgeben, weil er sich selbst nicht aufgeben kann.
Hiob weiß nicht, wie dies geschieht: „Auch ohne mein Fleisch werde ich Gott sehen“.
Und er wird von Gott auch keine Antwort darauf bekommen, warum er das alles erleiden
musste. Die Frage nach der „Gerechtigkeit Gottes“ bleibt offen.
Doch Gott wird ihm Recht geben – im Streit mit seinen Freunden und gegenüber sich selbst:
„Du allein hast Recht von mir geredet.“
Gott wird ihn heilen, segnen und neu beschenken.
Und Hiob wird wieder Hoffnung haben. Weil Gott bei ihm ist.

Was mir Hoffnung gibt, ist, dass Gott selbst unsere Hoffnung ist.
Auch wir werden – wie Hiob – keine letzte Antwort bekommen.
Nicht auf Corona. Und nicht darauf, wieso Menschen oft so Schlimmes leiden müssen.
Und auch wir wissen nicht, wie es geschehen wird.
Aber wir können – wie Hiob – Gott nicht aus der Verantwortung lassen.
Weil Gott selbst unsere Hoffnung ist.
Deshalb wird das Leiden nicht das letzte Wort haben.
Deshalb leben wir trotzig und getrost.
Bis auch wir einmal wieder singen, hopsen und einander in den Armen liegen werden.
Amen.

neue Kirchenleitung

Medieneinladung zur Amts-Einführung des Präses der rheinischen Kirche
Gottesdienst am Samstag, 20. März, in der Düsseldorfer Johanneskirche
Am Samstag, 20. März 2021, 11 Uhr, werden die neu- bzw. wiedergewählten Mitglieder der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland samt des neuen Präses Dr. Thorsten Latzel in ihr Amt eingeführt. Die Einführung findet im Rahmen eines Gottesdienstes in Düsseldorf statt.

Aufgrund der aktuellen Abstandsregelungen kann nur eine begrenzte Anzahl von Menschen vor Ort in der Düsseldorfer Johanneskirche am Martin-Luther-Platz teilnehmen. Entsprechend ist auch die Zahl der Medienvertreterinnen und -vertreter in der Kirche beschränkt. Journalistinnen und Journalisten, die am Einführungsgottesdienst vor Ort teilnehmen möchten, melden sich bitte bis Montag, 15. März 2021, 12 Uhr, unter pressestelle@ekir.de an. Über die Platzvergabe werden sie anschließend informiert.

Fotos für die Berichterstattung
Da der Gottesdienst vom Westdeutschen Rundfunk in seinem Fernsehprogramm live übertragen wird, ist vor Ort nur ein Fotograf zugelassen. Dieser wird vom Evangelischen Pressedienst (epd) gestellt. Der epd versorgt andere Medien honorarfrei mit Bildern des Einführungsgottesdienstes. Anfragen dazu im Vorfeld bitte direkt an bildredaktion@epd.de. Kontaktpersonen dort sind Hanno Gutmann und Heike Lyding.

Prominente Gäste
An der Einführung der neuen Kirchenleitungsmitglieder und der Verabschiedung des bisherigen Präses Manfred Rekowski und vier weiterer Kirchenleitungsmitglieder nehmen auch der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, teil. Diese drei werden im Anschluss an den Gottesdienst ein Grußwort sprechen.

Stichwort: Kirchenleitung
15 Theologinnen/Theologen und Nicht-Theologinnen/Nicht-Theologen bilden die Kirchenleitung, die das Präsidium der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. Zwischen den jährlichen Tagungen des obersten Leitungsgremiums führt die Kirchenleitung die Geschäfte. Sie besteht aus sechs hauptamtlichen und neun nebenamtlichen Mitgliedern. Den Vorsitz führt der oder die Präses. Alle Mitglieder sind auf acht Jahre gewählt; alle vier Jahre wird die Hälfte der Kirchenleitung neu bestimmt.

Präses zieht Bilanz

Rekowski zieht Bilanz der ökumenischen Haftungs- und Hoffnungsgemeinschaft.
Präses blickt in Kölner Melanchthon-Akademie auf seine Amtszeit zurück.
Die ökumenische Großwetterlage sei derzeit nicht frei von Enttäuschungen, so der rheinische Präses Manfred Rekowski Mitte Februar im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst. Und in der ökumenischen Passionsandacht mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki in der Düsseldorfer Johanneskirche sprach er mit Blick auf die Missbrauchsskandale von einer ökumenischen Haftungs-, aber auch Hoffnungsgemeinschaft. Im Monat seines Wechsels in den Ruhestand zieht Rekowski am 10. März in der Kölner Melanchthon-Akademie entlang eigener biografischer Erfahrungen eine ökumenische Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit.

Ökumene war für den scheidenden Präses immer ein Herzensthema. Schon in seinem ersten Präsesbericht auf der Landessynode 2014 sagte er: „Ökumenische Fragen und ökumenische Perspektiven sind keine Randthemen. Es geht hier um die Mitte des Glaubens.“ Dabei Versagen und Schuld auch der evangelischen Kirche zu benennen, gehöre für ihn zu einer „Ökumene der Umkehr“.

Enttäuschungen und Fortschritte in den ökumenischen Beziehungen
Enttäuscht zeigte sich Rekowski zuletzt, dass der Vatikan einen Vorschlag des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) zum Abendmahl rigoros abgelehnt hat. Der Vorschlag sieht die wechselseitige Einladung zur Teilnahme von Protestanten an der katholischen Eucharistie und von Katholiken am evangelischen Abendmahl vor, ohne dass dabei konfessionelle Unterschiede geleugnet werden. Fortschritte hat es aus Sicht des 63-Jährigen dagegen bei der gemeinsamen Gebäudenutzung und dem konfessionell-kooperativen Religionsunterricht gegeben, wozu inzwischen mit fast allen Bistümern auf dem Gebiet der rheinischen Kirche Vereinbarungen getroffen wurden.

Podiumsgespräch mit ZdK-Vize Lücking-Michel und Stadtdechant Heidkamp
Das Podiumsgespräch „Zeiten der Umkehr? Ökumene als Haftungs- und Hoffnungsgemeinschaft“ der Melanchthon-Akademie in Kooperation mit der katholischen Karl-Rahner-Akademie wird am Mittwoch, 10. März, von 19 bis 21 Uhr als Livestream übertragen. Rekowski diskutiert mit Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, und Frank Heidkamp, seit September 2020 neuer Stadtdechant in Düsseldorf. Mit Lücking-Michel verbindet Rekowski nicht nur ein Gottesdienst auf einem Parkplatz. Und Heidkamp ist dem früheren Wuppertaler Superintendenten noch aus der gemeinsamen Zeit in Wuppertal vertraut, als der Priester dort schon einmal Stadtdechant war. Die Moderation übernehmen Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, und Norbert Bauer, Leiter der Karl-Rahner-Akademie. Eine Anmeldung zu der Online-Veranstaltung ist erforderlich, die Teilnahme kostet 5 Euro.

Stichwort: Melanchthon-Akademie
Die Melanchthon-Akademie in Köln wurde am 1. Oktober 1962 als Melanchthon-Werk gegründet und erhielt zwei Monate später den endgültigen Namen „Melanchthon-Akademie“. Sie ist die Stadtakademie der vier Kölner Kirchenkreise und das Bildungswerk für die evangelischen Kirchengemeinden in Köln und Region. Die Akademie hat ihren Sitz auf dem Gelände des alten Kartäuserklosters und -gartens in der Kölner Südstadt und arbeitet mit 13 hauptamtlichen Kräften und nahezu 150 Dozentinnen und Dozenten.

Videobotschaft

„Der Mensch ist nicht nur zum Arbeiten geschaffen.“
Rheinischer Präses bekräftigt: Der Sonntag ist eine wichtige Auszeit
Eine Auszeit vom Alltag ist gut für die Seele und gut für die Welt: Der Sonntag erinnere daran, dass der Mensch nicht nur zum Arbeiten geschaffen sei und seine Würde nicht davon abhänge, was er leisten könne, betont Präses Manfred Rekowski in einer Videobotschaft.

Vor 1700 Jahren, am 3. März 321, erklärte Kaiser Konstantin den Sonntag zum Ruhetag. Christinnen und Christen wüssten, dass der freie Tag schon sehr viel länger zur jüdischen Glaubenstradition gehöre: „Die Schabbat-Ruhe kommt allen zugute, den Kindern, den Fremden, den Sklaven, selbst dem Vieh. Eine wirklich soziale Errungenschaft“, sagt Rekowski.

Ohne Sonntag gäbe es nur Werktage
„In manchen aktuellen Diskussionen könnte man denken, der Sonntag wird zum Auslaufmodell.“ Immer wieder werde debattiert, ob man den Sonntag nicht noch viel stärker zum Kaufen und Verkaufen nutzen müsste. „Der Sonntag ist und bleibt aber eine ganz wichtige Auszeit. Denn ohne ihn gäbe es nur Werktage“, bekräftigt Präses Rekowski.

Zur Person: Manfred Rekowski
Manfred Rekowski ist seit März 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Theologe wurde in Polen (Masuren) geboren. Als er fünf Jahre alt war, verließ seine Familie ihren Bauernhof und siedelte in die Bundesrepublik über. Rekowski hat in Bethel, Marburg, Bochum und Wuppertal Theologie studiert. 1986 wurde er Pfarrer in Wuppertal. Im März 2021 tritt Rekowski (63) nach acht Jahren im Amt des Präses in den Ruhestand.

30.000€ Nothilfe

30.000 Euro Nothilfe für Opfer von Gewalt im Ostkongo
Deutsche und afrikanische Kirchen unterstützen kongolesische Baptistenkirche
Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie alle afrikanischen Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) sagen Nothilfemittel in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zur Unterstützung der Baptistischen Kirche in Zentralafrika (CBCA) zu.

Seit Oktober 2020 gibt es in der Stadt Beni und der Ruwenzori-Region (Demokratische Republik Kongo) eine neue Welle gewaltsamer Übergriffe von bewaffneten Gruppen auf die Zivilbevölkerung. Es handelt sich vermutlich um Kräfte der Guerillaorganisation ADF-Nalu, die Menschen massakrieren, vergewaltigen und ihre Dörfer plündern.

Vertreibung von mehreren zehntausend Familien
Bei einem Angriff auf das Zentralgefängnis von Beni-Kangwai im selben Monat wurden mehr als 1000 Gefangene, darunter Straftäter und mutmaßliche Verbündete bewaffneter Gruppen, befreit. Im Dezember 2020 lösten Übergriffe durch mutmaßliche ADF-Rebellen in der Region Mutwanga die Vertreibung von mehreren zehntausend Familien aus, die aus ihren Dörfern hauptsächlich in die Städte Beni und Kasindi flohen.

Örtliche CBCA-Gemeinden leisten Nothilfe
Die kongolesische VEM-Mitgliedskirche CBCA bittet um Unterstützung in Form von Fürbitten und Spenden, um den Binnenvertriebenen unmittelbar zu helfen. Aus 1300 Haushalten hat das Kirchenkreisbüro in Beni 300 Familien identifiziert, die dringend Nothilfe benötigen. Dazu gehören die Verteilung von Nahrungsmitteln, Schutzkleidung und notwendigen Haushaltsgegenständen sowie die medizinische Versorgung vor allem von Frauen, Kindern und Menschen mit Behinderung und die Unterbrechung der Ansteckungskette von Covid-19 und Ebola mit Hilfe von Hygienestationen. Weitere Hilfsmaßnahmen umfassen Familienzusammenführungen von unbegleiteten Minderjährigen, psychosoziale Unterstützung von traumatisierten Vertriebenen sowie Hilfe bei der Beschaffung von vorläufigen Ausweispapieren, um eine Verwechselung mit den Rebellen zu vermeiden.

Dauerhafte Gewalt verschlechtert wirtschaftliche Situation der Gemeinden
Mit der Vertreibung der Bevölkerung aus den von Gewalt betroffenen Regionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich auch die wirtschaftliche Lage der zumeist auf Kollekten angewiesenen CBCA-Gemeinden verschlechtert. Rund 90 Prozent der Gemeindemitglieder sind Opfer der seit mehr als sieben Jahren anhaltenden gewaltsamen Übergriffe durch bewaffnete Gruppen, die alle sozioökonomischen Aktivitäten in der Region lähmen.

Stichwort: VEM
Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ist eine internationale Mission, hervorgegangen aus der Arbeit der Rheinischen Mission, der Bethel-Mission und der Zaire-Mission. Sie hat 39 protestantische Mitgliedskirchen in Afrika, Asien und Deutschland und die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Sie arbeiten in gleichberechtigter Weise zusammen. Sitz der VEM ist Wuppertal.

4.3. – Online-Infoabend

Der ökum. Hospizdienst Rösrath e.V. bietet am 4. März 2021 von 18.30 – 20:30 Uhr einen:

Online-Infoabend zum Befähigungskurs*
(Vorbereitung auf das Ehrenamt im Hospizdienst Rösrath)

Die Teilanhme am Infoabend ist kostenlos.
Den Flyer zum Befähigungskurs (16. April – 3. Juli 2021) können Sie hier als PDF-Datei laden.

*Informationen und Anmeldedaten für die Teilnahme über Zoom erhalten Sie nach der Anmeldung:
Ökumenischer Hospizdienst Rösrath e. V.

Telefon: 0 22 05- 89 83 49, Volberg 4, Baumhofshaus · 51503 Rösrath,
Internet: www.hospizdienst-roesrath.de · E-Mail: buero@hospizdienst-roesrath.de

Passionszeit

Corona-Krise: Präses Rekowski ruft zu grenzüberschreitender Solidarität auf.
Evangelische Kirche sammelt in Passions- und Osterzeit für „Brot für die Welt“
Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, ruft auch dieses Jahr dazu auf, die Aktion „Brot für die Welt“ mit Spenden und bei Kollekten in den Gottesdiensten von Invokavit, 21. Februar, bis Ostermontag, 5. April, zu unterstützen.

„Die Corona-Krise hat viele Menschen verunsichert und geängstigt – weltweit. Viele bangen um ihre Existenzen. Von der Krise besonders betroffen sind die Menschen in den armen Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens“, schreibt Rekowski in einem Brief an die 655 rheinischen Kirchengemeinden zwischen Niederrhein und Saarland, Hunsrück und Hessen.

Soziale Folgen der globalen Krise sind noch unabsehbar
Die Gesundheitssysteme in den armen Ländern der Welt sind oft völlig unzulänglich. Ausgangssperren haben dazu geführt, dass viele Menschen nicht mehr arbeiten konnten und ohnehin schon kleine Einkommen ganz weggefallen sind. „Brot für die Welt“ setzt sich seit 1959 mit Projekten in der ganzen Welt für die Förderung von Bildung, Sicherung des Friedens und die Überwindung von Armut ein. Auch die Unterstützung für die Ärmsten der Armen auch im Gesundheitswesen zählt zu den Schwerpunkten des Hilfswerks. Die Partnerorganisationen von „Brot für die Welt“ verteilen zum Beispiel Seife und Desinfektionsmittel oder klären per Radio und Internet über Ansteckungsrisiken auf.

Corona-Krise ist nur grenzüberschreitend zu bewältigen
Um armen und benachteiligten Menschen helfen zu können, benötigt „Brot für die Welt“ Unterstützung. Deswegen appelliert Präses Manfred Rekowski: „Unterstützen Sie mit Ihrem Gebet und Ihrer Kollekte die Arbeit von ,Brot für die Welt‘! Tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, dass Hungernde satt werden, Kinder in die Schule gehen können und Kranke eine bessere medizinische Versorgung erhalten!“

Stichwort: „Brot für die Welt“
„Brot für die Welt“ ist ein Hilfswerk  der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland. Es unterstützt mehr als 1300 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Schwerpunkte der Arbeit sind Ernährungssicherung, die Förderung von Bildung und Gesundheit, Stärkung der Demokratie, Achtung der Menschenrechte, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Bewahrung der Schöpfung.

Spendenkonto:
Spenden an „Brot für die Welt“ sind unter der folgenden Bankverbindung möglich: IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00, BIC: GENODED1KDB, Bank für Kirche und Diakonie.

Flüchtlingspolitik

Landeskirchen fordern Aufnahme weiterer Flüchtlinge
Sofortige Hilfe für Schutzsuchende aus den Lagern Lipa und Moria
Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche setzen sich mit Nachdruck für humanitäre Hilfen und faire Zukunftsperspektiven für Geflüchtete ein.

Alle drei Landeskirchen haben sich bereits im November 2020 und Januar 2021 auf ihren jeweiligen Synoden für eine gesamteuropäische humanitäre Flüchtlingspolitik ausgesprochen und Land und Kommunen konkrete Unterstützung bei der Aufnahme weiterer Flüchtlinge angeboten. (siehe auch Pressemitteilung 19/2021) Sie fordern Bundes- und Landesregierung gemeinsam zum schnellen Handeln auf.

Kirchen verlangen Schaffung eines Landesaufnahmeprogramms
Angesichts der immer noch dramatischen Situation in den Flüchtlingslagern auf dem Balkan und in Griechenland fordern die evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen die Schaffung eines Landesaufnahmeprogramms zur sofortigen Aufnahme von Schutzsuchenden aus dem niedergebrannten Lager Lipa (Bosnien-Herzegowina) und von den griechischen Inseln, insbesondere dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Die Geflüchteten, darunter zahlreiche Kinder und alte Menschen, leiden unter Gewalt, Obdachlosigkeit, Hunger und Durst sowie mangelnder medizinischer Versorgung. Die rheinische Kirche, die zudem in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland vertreten ist, macht sich auch bei den dortigen Regierungen für eine solche Aufnahme stark.

Gemeinden und diakonische Werke helfen bei Integration
„Kirchengemeinden und diakonische Werke sind bereit, die kurzfristige humanitäre Aufnahme und die Integration der aufgenommenen Menschen zu unterstützen, auch über die Zuweisungsquote hinaus“, sagt Dr. Jan-Dirk Döhling, Dezernent für Gesellschaftliche Verantwortung in der Evangelischen Kirche von Westfalen, stellvertretend für die drei Landeskirchen. 2000 zusätzlichen Geflüchteten könne somit geholfen werden.

Stichwort: Video-Botschaft
„Die Situation der Flüchtlinge schreit zum Himmel“, betonte Präses Manfred Rekowski, leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche im Rheinland, bereits am 7. Januar 2021 in einer Video-Botschaft. Darin nahm er vor allem die „menschenunwürdige Situation“ der Flüchtlinge in den Lagern am Rande der Europäischen Union in den Blick und forderte Bundesregierung und EU zum Handeln auf. „Das dürfen wir nicht hinnehmen. Das darf nicht sein, dass Menschen in Europa so leben müssen.“

Kinderhospizarbeit

Rekowski: „Ein Hospiz ist auch ein Ort schöner und glücklicher Momente“
Videobotschaft zum heutigen Tag der Kinderhospizarbeit
Wuppertal (10. Februar 2021). Aus Anlass des heutigen deutschen Tages der Kinderhospizarbeit unterstreicht Präses Manfred Rekowski in einer Videobotschaft die Wichtigkeit der Arbeit, die dort geleistet wird. „Für eine Familie ist eine lebenszeitverkürzende schwere Erkrankung ihres Kindes eine einschneidende Erfahrung, eine Herausforderung und oft auch eine Überforderung“, erklärt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die Unterstützung, Hilfe und Beratung in den Hospizen – auch durch Seelsorgerinnen und Seelsorger – sei ein unschätzbar wichtiger Dienst am Menschen, betonte er und erklärte, dass Menschen, die in Kinderhospizen arbeiten nicht selten an ihre eigenen Grenzen gingen: „Seelsorgerinnen und Seelsorger halten aus, was manchmal kaum auszuhalten ist.“

„Leben bis zum Schluss“
Wichtig ist es Manfred Rekowski aber auch darauf hinzuweisen, dass in Hospizen nicht nur gestorben wird. Es seien auch Orte des Lebens. „Ein Hospiz ist auch ein Ort schöner und glücklicher Momente. Es geht – so das Motto der Hospizarbeit – um Leben bis zum Schluss.“ Der Tag der Kinderhospize sollte aber auch ein Anlass sein, an dem man an die betroffenen Familien denkt, an die Eltern und Geschwister, die so viel auszuhalten haben. Präses Manfred Rekowski hofft mit ihnen auf Gottes Versprechen aus der Bibel: „Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind.“