#seelsorgeistda

„Seelsorge ist für dich da!“ – Synode berät über eine Kernaufgabe der Kirche
 
Was die Seele braucht: Schwerpunktthema der seit dem Mittag tagenden Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist die Seelsorge. „Unsere Botschaft an die Menschen und in die Gesellschaft hinein lautet: Seelsorge ist für dich da!“, sagt die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt. Von der Landessynode aus soll sich diese Botschaft unter dem Hashtag #seelsorgeistda auch in den sozialen Medien verbreiten.

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe zeigen: Menschen brauchen Seelsorge. Sie brauchen Begleitung und Beistand, einen, der mit aushält, eine, die mitträgt. „Seelsorge ist da“ ist deshalb eine Botschaft in die Gesellschaft und zugleich eine Gestaltungsaufgabe der Kirche. Die 199 stimmberechtigten Mitglieder der Landessynode werden in den kommenden Tagen darüber beraten, wie die Evangelische Kirche im Rheinland bei allen anstehenden Veränderungen und strukturellen Erneuerungen eine starke seelsorgliche Kirche sein und bleiben kann.
 
Stichwort: Landessynode 2022
Die 75. ordentliche Tagung der Landessynode findet vom 16. Januar bis Donnerstag, 20. Januar 2022, statt. Das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche tagt coronabedingt zum zweiten Mal als Videokonferenz. Der Synode gehören 199 stimmberechtigte Abgeordnete aus den 37 Kirchenkreisen zwischen Niederrhein und Saarland an. Vorsitzender der Synode und ihres Präsidiums (Kirchenleitung) ist Präses Dr. Thorsten Latzel.


Pressemitteilung 6/2022 v. 16. Januar

Theologischer Impuls

Wie ich Hoffnung übe – Geistliche Perspektiven für 2022.

Theologische Impulse (111) von Dr. Thorsten Latzel, Präses.

Das Jahr 2022 startet schon mit Macken, bevor es überhaupt begonnen hat. Das dritte Jahr Corona. Die vierte Welle. Mit Omikron noch einmal eine verschärfte Ansteckungsgefahr. Und vorerst kein Ende in Sicht. Viele sind erschöpft von den Belastungen, die damit einhergehen. Ganz zu schweigen von den anderen gesellschaftlichen wie privaten Problemen, die mit der Pandemie ja nicht einfach verschwunden sind. Was gibt Hoffnung für das kommende Jahr, das wahrscheinlich gleich schon wieder mit neuen Höchstständen bei den Infektionszahlen beginnt?

Hoffnung ist ein zentraler Schlüssel, um kollektive Stresszeiten wie eine Pandemie bestehen zu können. Das zeigen die Erfahrungen früherer Generationen – bei Seuchen, Katastrophen oder Unwettern, in Dürrezeiten oder während des Krieges. Menschen können viel ertragen, wenn sie etwas haben, das ihnen Zuversicht gibt. Eine stärkende Perspektive über die aktuelle Situation hinaus. Das verändert nicht das Virus, die Infektionslage, die Pandemie. Aber es gibt die Kraft, anders damit umzugehen. „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden.“ (Röm 5,5)

Ich habe mich in diesem Jahr viel mit Hoffnung beschäftigt. Hoffnung war das Thema meines Einführungsgottesdienstes. Während meiner Sommertour der Hoffnung habe ich in den Gemeinden Menschen nach ihren Hoffnungsgeschichten gefragt. Nach der Flutkatastrophe konnte ich miterleben, wie Betroffene Hoffnung erfahren durch die Hilfe von anderen. Hier ein paar meiner Einsichten, die ich aus den Begegnungen über Hoffnung gewonnen habe. Es sind zugleich geistliche Perspektiven, mit denen ich auf das neue Jahr 2022 blicke.

1. Den Blick und die Seele weiten. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ (Psalm 121,1) Hoffnung hat mit einer veränderten Haltung zu tun. Die Augen aufheben. Meine eigene verkrampfte Seele dehnen.

Dass Rückenschmerzen gerade in der Pandemie-Zeit zugenommen haben, kommt nicht von ungefähr. Es verkrümmt einen Menschen äußerlich und innerlich, wenn er seine Zuversicht verliert. Hoffnung dagegen hat mit einer positiven Zukunftserwartung zu tun, die meinen Blick, meine Haltung, meine Seele frei macht. Das konnte ich förmlich spüren, wenn Menschen mir von ihren Hoffnungsgeschichten erzählt haben: ein tiefes Gefühl innerer Freiheit.

2. Mich konzentrieren auf das, was mich trägt. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ (Psalm 27,1) Während der letzten zwei Corona-Jahre waren die neuesten Infektionszahlen allgegenwärtig. Auch in den Flutgebieten konnte man die Kraft der Verwüstung überall sehen. Gründe, die gegen die Hoffnung sprechen, gibt es immer mehr als genug. Es gehört sogar zum Wesen der Hoffnung, dem unmittelbaren Augenschein zu widersprechen, in dieser Hinsicht „paradox“ zu sein, das heißt, gegen den Anschein. Zu hoffen hat daher viel mit einer anderen inneren Ausrichtung zu tun. Eine Konzentration auf eine Verheißung, eine Zusage, der ich unbedingt vertrauen kann. Dafür können Segenssätze wie der zitierte Vers aus Psalm 27 einen Anker bieten. Es sind geisterfüllte Worte, die tun, was sie sagen. Sie zu memorieren, sich vorzusagen, immer wieder neu, kann helfen, die eigene Seele anders zu orientieren. Um zu hoffen, ist es wichtig, sich im mitunter erdrückenden Gewirr der Stimmen auf die Zusage Gottes zu konzentrieren.

3. Zuversicht mit anderen teilen. „… dann werden wir sein wie die Träumenden.“ (Psalm 126,1) Hoffnung ist immer eine Gemeinschaftsgabe, nichts, was ein Mensch für sich selbst behalten kann. Gerade in den Flutgebieten war das für mich spürbar, als Menschen zusammenkamen, anderen halfen, sich manchmal auch einfach gegenseitig nur „Viel Kraft!“ gewünscht haben. „Werde wach und stärke das andere, das schon sterben wollte.“ (Offb 3,2) Hoffnung ist ein „common good“. Sie lebt davon, dass man sie weitergibt. Und sie wächst im Akt des Teilens. Vor allem in der Pandemie mit ihren vielfältigen Kontaktbeschränkungen brauchen wir Hoffnungsgemeinschaften. Weil leider eben auch Misstrauen und Verschwörungstheorien hoch virulent sind.

4. Trotzig und getrost Gutes tun. „Gutes zu tun und zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.“ (Offb 13,16) Ich kann mit dem, was ich tue, nicht die Pandemie ändern, das Virus beseitigen, die Welt retten. Aber ich kann etwas tun, im Kleinen, für meine Mitmenschen. Und es ist nicht egal, was ich mache. Trösten, stärken, ermutigen. Und oft sind es kleine Zeichen, die anderen helfen, selber weiterzumachen. Weil jemand anderes an sie denkt, an sie glaubt. „Frech achtet die Liebe das Kleine.“ (Henning Luther) Dabei darf man sich nicht „verdrießen“ oder „grämen“ lassen – herrliche alte Worte, welche die Anstrengung spiegeln, die es braucht, um hoffnungsbestimmt zu leben. Morgens aufstehen, das Bett machen, Frühstück zubereiten, meine Arbeit tun – und so im Kleinen versuchen, anderen Halt zu geben. Und das gilt noch mehr im Blick auf das Leid von Menschen in Armut, im Krieg, auf der Flucht, das in der Pandemie allzu schnell unterzugehen droht.

5. Täglich hoffen üben. „Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (1. Thess 5,16ff.) Solche Ermahnungen in den Paulus-Briefen habe ich oft als anstrengend empfunden, noch dazu, wenn sie mit absolut formulierten All-Aussagen daherkommen. Ihr Sinn erschließt sich mir aber neu in einer Zeit langanhaltender, kollektiver Dauerbelastung. Hoffen ist in der Hinsicht wie geistliches Joggen, eine Übung sportlicher Spiritualität. Man muss im Training bleiben, um sich selbst nicht von den negativen Nachrichten bestimmen zu lassen. Hoffen ist eine tägliche Übung darin, aus Gottes Verheißung zu leben.

Was heißt das für das kommende Jahr 2022 und meinen Umgang mit ihm? Ich weiß nicht, wie es werden wird. Es wird viel Schönes geben, aber sicherlich auch wieder viele Belastungen, auch solche, mit denen ich heute noch gar nicht rechne. Davon will ich mich aber nicht bestimmen lassen. Ich vertraue darauf, dass Gott Gutes mit uns vorhat. Dass auch diese Pandemie einmal ein Ende haben wird. Und ich will so leben, dass wir gemeinsam gut durch diese Zeit kommen.

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jer 29,11)

Ihnen ein behütetes, hoffnungsvolles Jahr 2022!


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Liebe Gemeinde


Gemeindefusionen

Das Jahr 2022 startet mit Gemeindefusionen.
Aus 655 Kirchengemeinden werden durch Zusammenschlüsse 643

Durch elf Gemeindefusionen zum Jahreswechsel werden aus den bislang 655 Kirchengemeinden im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland ab dem 1. Januar 2022 dann 643 Kirchengemeinden. An den Zusammenschlüssen sind 24 evangelische Gemeinden bzw. Teile dieser Kirchengemeinden beteiligt. Mit Hilfe der Neustrukturierungen möchten die jeweiligen Presbyterien (Leitungsgremien) ihre Gemeinden so aufstellen, dass sie für die künftigen Herausforderungen gerüstet sind. Fünf Fusionen finden jeweils in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz statt, eine im Saarland.

Folgende Fusionen bringt der Jahreswechsel:

Im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch (Nordrhein-Westfalen) stößt die Kirchengemeinde Köln-Buchforst-Buchheim zur Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein.

In Köln (Nordrhein-Westfalen) schließen sich die Evangelischen Kirchengemeinden Niehl und Riehl zur Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl zusammen. Damit einher geht auch ein Wechsel bei der Zugehörigkeit zum Kirchenkreis: Mit der Fusion geht die zuvor dem Kirchenkreis Köln-Nord zugehörige Kirchengemeinde Köln-Niehl in den Bereich des Kirchenkreises Köln-Mitte über. Die Kirchengemeinde Köln-Riehl war bereits zuvor Teil des Kirchenkreises Köln-Mitte.

Im Kirchenkreis An der Ruhr (Mülheim, Nordrhein-Westfalen) wird die Evangelische Anstaltskirchengemeinde bei der Theodor-Fliedner-Stiftung zum Jahreswechsel aufgelöst. Sie geht überwiegend in der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn auf.

Im Kirchenkreis an Sieg und Rhein (Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz) geht die neu gegründete Evangelische Kirchengemeinde Siebengebirge aus dem Zusammenschluss der Evangelischen Kirchengemeinden Aegidienberg und Oberpleis hervor. Hinzu kommen die Bezirke Königswinter-Ittenbach der Kirchengemeinde Königswinter sowie Stieldorf-Birlinghoven der Kirchengemeinde Stieldorf-Heisterbacherrott.

Im Kirchenkreis an Sieg und Rhein (Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz) gehört zudem der Bezirk Königswinter-Altstadt der bisherigen Evangelischen Kirchengemeinde Königswinter künftig zur Evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel-Königswinter. Außerdem kommt es aufgrund der Umstrukturierungen zu einer Namensänderung bei der Kirchengemeinde Stieldorf-Heisterbacherrott. Nach der Ausgliederung des Bezirks Birlinghoven an die neu gegründete Kirchengemeinde Siebengebirge trägt sie künftig den Namen Evangelische Emmausgemeinde Thomasberg-Heisterbacherrott.

Im Kirchenkreis Altenkirchen (Rheinland-Pfalz) werden die Kirchengemeinde Kirchen und die Kirchengemeinde Freusburg durch einen Zusammenschluss zur Evangelischen Kirchengemeinde Kirchen-Freusburg.

Im Kirchenkreis an Nahe und Glan (Rheinland-Pfalz) geht die neugegründete Evangelische Paul-Schneider-Kirchengemeinde aus dem Zusammenschluss der Kirchengemeinden Bad Sobernheim und Staudernheim hervor. Es handelt sich dabei um die erste Paul-Schneider-Kirchengemeinde der rheinischen Kirche.

Im Kirchenkreis Wied (Rheinland-Pfalz) haben sich die Evangelische Friedenskirchengemeinde Neuwied und die Kirchengemeinde Neuwied-Marktkirche zu einer Umstrukturierung entschlossen. Künftig bilden sie die Evangelische Kirchengemeinde Neuwied.

Im Kirchenkreis Simmern-Trarbach (Rheinland-Pfalz) schließt sich die Kirchengemeinde Kellenbach zum Jahreswechsel der Evangelischen Kirchengemeinde Gemünden an. Die Gemeinden firmieren künftig als Evangelische Kirchengemeinde Gemünden-Kellenbach.

Im Kirchenkreis Obere Nahe (Rheinland-Pfalz/Saarland) schließen sich die Kirchengemeinden Nahbollenbach und Oberstein zur Evangelischen Trinitatisgemeinde Nahe Oberstein zusammen.

Im Kirchenkreis Saar-West (Saarland) schließen sich die Evangelischen Kirchengemeinden Güchenbach, Heusweiler und Wahlschied-Holz zur Evangelischen Kirchengemeinde Oberes Köllertal zusammen.

Stichwort: Evangelische Kirche im Rheinland
Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie gliedert sich in 37 Kirchenkreise.

Weihnachtskisten 2021

Danke möchten wir sagen, für die vielen liebevoll zusammengestellten Weihnachtskisten, die auch in diesem Jahr wieder von Rösrather Bürgerinnen und Bürgern für die Tafel-Nutzer gespendet worden sind.

Wir sind dankbar, dass die Solidarität in Rösrath, die schon während der Corona-Pandemie und der Hochwasser-Katastrophe erstaunlich war, weiter zu erfahren ist.

In diesem Jahr besuchte uns unsere Bürgermeisterin Bondina Schulze bei der Paketausgabe und konnte in viele erfreute Gesichter sehen.

Alle Tafel-Berechtigten, die am Ausgabetag der Präsente an die Ev. Versöhnungskirche kamen, konnten – je nach Haushaltsgröße – kleinere oder größere Pakete in Empfang nehmen. Dadurch wurde rund 400 Mitmenschen eine vorweihnachtliche Freude zuteil.

Die Verantwortlichen der Tafel danken den Spenderinnen und Spendern herzlich im Namen der Tafel-Nutzer.

Dorothee Gorn
22.12.2021

Theologischer Impuls

Sieben goldene Regeln, wie wir über Corona diskutieren sollten.

Theologische Impulse (110) von Dr. Thorsten Latzel, Präses.

1. Wir reden nicht über einander als „die Geimpften“ und „die Ungeimpften“, sondern wertschätzend als Menschen mit Menschen – gerade auch dann, wenn wir anderer Meinung sind.

Das ist ein Gebot der Feindesliebe, die in der oder dem anderen immer mehr sieht als den Träger einer Eigenschaft.

2. Jede und jeder muss die Möglichkeit haben, die eigene Meinung gesichtswahrend zu ändern.

Wir befinden uns in einem gemeinsamen Lernprozess und unter hoher Belastung. Wir werden auch nach der Pandemie weiter als Angehörige, Freundinnen, Kollegen miteinander umgehen müssen.

3. Wir gehen von öffentlich geteilten, wissenschaftlichen Erkenntnissen aus.

Ob die Erde rund ist, klärt die Physik, wie wir Viren behandeln können, Medizin und Virologie. Hier gibt es kein weltanschauliches oder religiöses Sonderwissen – im Gegenteil hilft Glaube, wohlbegründeten Erkenntnissen von Fachleuten zu vertrauen.

4. Wissenschaftler-/innen können sich irren, das gehört zum wissenschaftlichen Erkenntnis-Prozess. Dies kann aber nur im gemeinsamen, öffentlichen Diskurs auf Grund von überzeugenderen, wissenschaftlichen Argumenten geklärt werden, nicht in abgesonderten Internetforen oder Chatgruppen.

5. Wir respektieren die Menschen, die in der Krise besondere öffentliche Verantwortung tragen.

Die Abwägung von Gesundheitsschutz und Grundrechtseinschränkungen ist oft schwierig und muss öffentlich diskutiert werden. Dazu haben wir Meinungsfreiheit und eine demokratisch funktionierende Gewaltenteilung.

6. Wir widersprechen allen, die andere diffamieren, Ängste schüren oder gar zu Gewalt aufrufen.

Über Ängste und Sorgen müssen wir miteinander reden. Hass und Gewalt beginnen jedoch oft schon bei der Sprache – dafür gibt es keine Rechtfertigung, nicht bei Corona und auch nicht sonst.

7. „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matt 7,12)

Die goldene Regel gewinnt in Pandemie-Zeiten nochmals besondere Bedeutung, auch für die Frage, wie wir uns gegenseitig am besten schützen können.


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Theologischer Impuls

„Zeit verrücken“ in verrückten Zeiten

Theologische Impulse (109) von Dr. Thorsten Latzel, Präses.

Als Kirche und Christ-/innen haben wir eine „ver-rückte“ Zeitrechnung: Der Tag beginnt um 18 Uhr, die Woche mit dem Sonntag und das Jahr mit dem Advent. Das geht zurück auf eine lange Geschichte, die etwa beim Tagesbeginn im Judentum gründet. Es hat zugleich eine große Bedeutung für den Glauben: In der Art die Zeit zu berechnen drückt sich auch aus, wie wir uns selbst verstehen. Dieses „Verrücken der Zeit“ kann unseren Blick heilsam verändern – gerade in einer Zeit, die viele Menschen als verrückt erfahren.

Der Tag beginnt mit dem Abend und die Woche mit der Ruhe: Das ist ein heilsamer Akzent gegen Tendenzen zu Dauer-Aktionismus und Selbsterschöpfung. Kein Mensch, niemand kann dauernd arbeiten oder auch nur erreichbar bzw. online sein. Das Gerede von „24/7“ ist Mumpitz, ein gesundheitsgefährdender Irrsinn. Gerade in der Pandemie mit dem verstärkten Arbeiten und Lernen von zu Hause aus drohen heilsame Rhythmen und Grenzen zu zerfließen. Auch unsere permanente digitale Erreichbarkeit an jedem Ort zu jeder Zeit trägt dazu bei: „Ich schau‘ nur mal kurz nach, ob es wichtig ist.“ „Du hast drei neue Nachrichten“: Die kleinen roten Zahlen sind eigens so gemacht, mich zu konditionieren.

Aus Sicht des Glaubens ist der Wechsel von Beten und Arbeiten, Tun und Lassen grundlegend. Und am Anfang steht bewusst das Loslassen, Empfangen, Ruhen: Der Tag beginnt mit dem Abend und die Woche mit dem Sonntag. Unser Leben ist uns gegeben, geschenkt, bevor wir irgendetwas dafür tun. Das hilft, anders in den Tag, in die Woche zu gehen. Mit dem Mystiker Meister Eckhart gesprochen: „Man muss gelassen haben, um gelassen zu sein.“

Das Jahr beginnt mit dem Advent. Wenn die Zeit am dunkelsten ist, feiern wir das Kommen des Lichts, bereiten uns auf Christus vor. Ein Kontrapunkt zur Welt um uns herum. Glaube wie Hoffnung haben so immer etwas Widerspenstiges. Sie lassen sich nicht von außen bestimmen, finden sich nicht damit ab, dass die Welt eben so ist, wie sie ist. Sie bieten vielmehr eine heilsam andere Sicht: „Es knospt unter den Zweigen. Das nennen sie Herbst.“ (Hilde Domin)

Das Jahr beginnt christlich mit dem Advent und so mit einer Zeit innerer Einkehr und Umkehr: Worauf kommt es mir im Leben an? Wofür setze ich mich, meine Zeit, mein Geld ein? Der „Black Friday“ ist eine kommerzielle Perversion dessen: „Du bist, was du hast.“ Die Selbstveräußerung des Menschen zum Konsumenten. Gerade die Pandemie bietet – als Gutes im Schlechten – die Chance, manche gewohnten Lebensweisen in Frage zu stellen. Mein Leben ist verletzlicher, als ich lange Zeit dachte. Ich brauche die Begegnung mit Menschen nötiger als meinen Besitz. Und es sind oft kleine Zeichen, die reichen, um mir Mut zu geben und anderen Mut zu machen. Im Advent beginnen wir das Jahr mit dem Einüben der Menschenfreundlichkeit Gottes.


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Theologischer Impuls

Lichtgedanken – Geistliche Einstimmung in den Advent.

Theologische Impulse (108) von Dr. Thorsten Latzel, Präses.

„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ – so heißt ein autobiografischer Roman von Eugen Ruge von 2011, in dem er die Geschichte der DDR im Spiegel von vier Generationen einer Familie erzählt. Der Roman handelt zugleich von der zunehmend verlorenen Strahlkraft des Sozialismus: von den Großeltern als überzeugten Sozialisten, über den Vater, der im sowjetischen Arbeitslager war, aber an der Idee des demokratischen Sozialismus festhielt, und dessen Sohn, der kurz vor dem Mauerfall „rübermacht“, bis hin zum Enkel, der die DDR nur noch als seltsames Relikt aus Kindertagen kennt.

„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ – der Titel drückt auch ein Lebensgefühl aus, das viele Menschen heute haben: im Blick auf die Welt, die Gesellschaft, das eigene Leben. Zwei Jahre Corona haben viele Menschen ermüdet, erschöpft. Die Entwicklung des Klimas macht vielen Sorge. Zurecht. Der Umgang in der Gesellschaft wird rauer. Das Gefühl, irgendwie geht alles den Bach runter. An dunklen Zukunftsvisionen mangelt es nicht. Der November ist der passende Monat für diese Stimmung. Leben „in Zeiten des abnehmenden Lichts“

Mache dich auf, werde licht;
denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!
Denn siehe,
Finsternis bedeckt das Erdreich
und Dunkel die Völker;
aber über dir geht auf der Herr,
und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen
und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.

Im Advent geht es um eine andere Zeitansage. Um ein anderes Lichtverhältnis. Mitten in den dunkelsten Tagen des Jahres feiern wir den Anbruch einer neuen Zeit. So wie es in den Worten aus Jesaja 60 anklingt:

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!

Dazu sieben kurze Lichtgedanken.

1. Gott ist Schöpfer und Ursprung des Lichts.

Nicht wir, sondern Gott ist Schöpfer und Ursprung allen Lichts. Diese Unterscheidung klingt banal, ist aber wichtig.

Sie bewahrt uns davor, uns selbst zu überheben und zu überfordern.

Die Bibel beginnt damit, dass Gott am Anfang aller Zeiten Licht schafft, noch vor der Sonne. Licht ist das erste Schöpfungswerk Gottes. Es scheint auch ohne alles, was wir tun.

Und zugleich hält Gott selbst die Finsternis, die Nacht in seiner Hand. Das ist gut: Licht und Finsternis ruhen beide in Gottes Hand. Deswegen gibt es kein Dunkel, das uns von Gottes Licht trennen kann.

2. Werde licht!

Auch wenn wir nicht Schöpfer und Ursprung des Lichts sind, ist es unsere Bestimmung zu leuchten. Licht zu werden. Für uns und andere zu strahlen. Das richtet sich gegen die Neigung zur Selbstverzwergung.

Marianne Williamson hat das in ihrem Gedicht „Unsere tiefste Angst“ einmal so ausgedrückt:

„Unsere größte Angst ist nicht unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst ist grenzenlos mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.
Wir fragen uns: wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?
Aber wer bist Du, es nicht zu sein? – Du bist ein Kind Gottes.
Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.
Sich kleinzumachen, nur damit sich andere um Dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.“

3. Lass Dich nicht vom Dunkel bestimmen!

Um licht zu werden, ist es wichtig, sich nicht vom Dunkel bestimmen zu lassen. Ja, die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Unsere Gesellschaft ist es nicht, unsere Kirche nicht und ich bin es auch nicht. Es gibt 1000 gute Gründe dafür schwarzzusehen. Hoffnung, Leben aus dem Licht, hat immer etwas Kontrafaktisches. Aber sie ist dennoch wahr. Gottes Licht leuchtet. Aller Dunkelheit zum Trotz. Und wir können es deswegen auch. Doch dazu braucht es Übung – um das eigene Leben neu auszurichten. Es braucht Gebet, Stille, Gottes Wort, damit ich selbst davon etwas wahrnehme, meine Augen neu sehen lernen.

4. In Zeiten aufgehenden Lichts

Das meint Advent: Leben in einer Zeit aufgehenden Lichts. „Dein Licht kommt.“ Die Evangelisten beschreiben das in verschiedener Weise: bei Matthäus ist es der Stern, der die Weisen führt, bei Lukas die Klarheit des Herrn, die den Hirten erscheint, und Johannes schreibt: „Und das Licht schien in die Finsternis.“

Es ist der verwegene Glaube, dass in diesem einen Menschen Jesus von Nazareth Gottes Liebe zu seiner ganzen Schöpfung ein für alle Mal sichtbar geworden ist. In diesem Jesus, der Kinder segnete, Kranke heilte, Lahme gehend machte, Blinde sehend, Aussätzige rein, Armen das Evangelium predigte, Grenzen überwand – und der sich für diese unbedingte Liebe Gottes kreuzigen ließ.

Wir glauben, dass Gott in Christus selbst dem Tod die Macht genommen hat. Deswegen sind alle unsere Kirchen nach Osten gerichtet. Hin zu Christus als aufgehende Sonne am Morgen.

5. Warten auf den Morgen

Der Glaube an Christus stammt aus dem Morgenland. Dem Orient. Dort, wo die Sonne aufgeht. Deswegen ist die Bewahrung des „christlichen Abendlandes“ ein seltsamer Gedanke. Im Warten auf Christus ist das Licht der neuen Schöpfung Gottes schon gegenwärtig. Wie bei Vögeln, die mitten in der Nacht anfangen, vom Licht des neuen Tages zu singen. Im Glauben bewahren wir deshalb das christliche Morgenland – mitten in der Nacht. Im Warten ist eine Haltung, in der der Kommende schon gegenwärtig ist, nicht seinen Schatten, sondern sein Licht vorauswirft.

Warten im Advent ist so eine Mischung von brennender Geduld und Gegenwart des Zukünftigen. Warten im Advent ist wie Morgenlob in der Nacht.

6. Die Unbeschreiblichkeit des Lichts

Physikalisch lässt sich Licht im Dualismus von Welle und Teilchen beschreiben, eine Materie, die zugleich Welle ist.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Leuchten der Liebe. Wir leuchten selbst, wenn wir andere Menschen lieben.

Und doch sind es nicht wir, sondern es ist Gottes Geist, Christus in uns. Wir haben Anteil an der einen unbedingten, allumfassenden, schöpferischen Liebe Gottes. Zu dieser Liebe Gottes gehört es, dass sie ihr Objekt nicht vorfindet, sondern schafft. Gott liebt uns und macht uns so liebenswert.

Deswegen ist die Feindesliebe der Inbegriff unseres Glaubens. Im Glauben lernen wir den anderen im Licht der Liebe Gottes zu sehen. Und werden so selbst zu einem Teil dieser einen schöpferischen Liebe, bis Gott einmal sein wird alles in allem.

7. Die aufgehende Herrlichkeit des Herrn

Dort, wo dies geschieht, bricht wirklich etwas von der Herrlichkeit des Herrn an. Werden wir zu Erstgeborenen einer neuen Schöpfung. Auch wenn ich selbst immer wieder dahinter zurückbleibe. Auch wenn ich in meinem Leben immer wieder daran scheitere, andere zu lieben, und auch wenn wir als Kirche das Licht allzu oft verstellen: Gottes Licht scheint. Und die Herrlichkeit des Herrn geht auf. So sicher wie die Sonne am Morgen. 


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Brot für die Welt

Brot für die Welt rückt Klimagerechtigkeit in den Fokus.
Präses Dr. Thorsten Latzel wirbt um Unterstützung in den Gemeinden
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, bittet die Gemeinden, das Entwicklungswerk Brot für die Welt im Advent durch das Sammeln von Spenden und Kollekten zu unterstützen: „Brot für die Welt rückt im kommenden Jahr das Thema Klimagerechtigkeit für ärmere Länder in den Mittelpunkt. Wir haben als Kirche in der Flutkatastrophe selbst internationale Hilfe erfahren. Dafür sind wir sehr dankbar. Zugleich wollen wir anderen Menschen in ihrer Not beistehen.“

Die Folgen des Klimawandels bedrohen im globalen Süden die Existenz von Millionen Menschen. Zu den Ländern, die am stärksten gefährdet sind, zählt Bangladesch, wo es durch den Anstieg des Meeresspiegels und die immer häufigeren Zyklone zunehmend schwieriger wird, in der Küstenregion zu überleben. Das Land wird immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht, Böden und Grundwasser versalzen.

63. Spendenaktion beginnt am ersten Advent
Brot für die Welt setzt sich in seiner 63. Spendenaktion „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“, die am 1. Advent beginnt, dafür ein, den Klimawandel durch eine weltweite Zusammenarbeit zu bekämpfen. In Bangladesch unterstützt die Aktion gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen die Menschen mit salzresistentem Saatgut und installiert Regenwassertanks in den immer wieder überschwemmten Gebieten des Küstenbereichs. So hilft Brot für die Welt Kleinbauern dabei, sich an Klimaveränderungen anzupassen und widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen zu werden.

Stichwort: Brot für die Welt
Brot für die Welt ist ein Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Es unterstützt mehr als 1800 Projekte in 90 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Schwerpunkte der Arbeit sind Ernährungssicherung, die Förderung von Bildung und Gesundheit, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Bewahrung der Schöpfung.
 
Spendenkonto
Brot für die Welt
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00
BIC: GENODED1KDB
Bank für Kirche und Diakonie
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Krankenhausseelsorge

Präses würdigt Krankenhausseelsorge als große Hilfe im Verborgenen.
Dr. Thorsten Latzel besucht Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie.
Präses Dr. Thorsten Latzel hat am Nachmittag die Krankenhausseelsorge am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie besucht. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde im Rahmen seiner Antrittsbesuche von Krankenhausdirektor und Diakonie-Vorstand Dr. Holger Stiller sowie einem Seelsorgeteam, bestehend aus dem evangelischen Pfarrer Dr. Ulrich Lüders, dem katholischen Pastoralreferenten Georg Wiesemann und der ehrenamtlichen Seelsorgerin Dagmar Fix, begrüßt.  

„Wie vieles in unserem Gesundheitssystem passiert Krankenhausseelsorge oft im Verborgenen“, sagte Latzel. „Es ist mir wichtig, das sichtbar zu machen, was hier geleistet wird. Denn vor Ort erreicht die Krankenhausseelsorge Menschen, die sonst keinen Kontakt zur Kirche haben.“ Krankenhausseelsorge sei eine Anlaufstelle für existenzielle Krisensituationen. Die Pandemie habe solche existenziellen Krisensituationen verschärft und die Rahmenbedingungen in den Kliniken verändert. „Das Personal arbeitet seit mehr als einem Jahr am Limit“, so der Präses einen Tag vor dem Internationalen Tag der Pflege, der an den Geburtstag der Krankenpflege-Pionierin Florence Nightingale erinnert.

Ökumenische Kooperation und ehrenamtliches Engagement
Der Präses zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Seelsorgerinnen und Seelsorger: „In einer äußerst angespannten Situation tragen sie dazu bei, Trost und Hoffnung zu spenden.“ Latzel würdigte auch die ökumenische Kooperation und das ehrenamtliche Engagement vor Ort. „Im Zusammenspiel mit unseren ökumenischen Partnern und in der Teilhabe von aufgeweckten Christenmenschen mit Herz hat die Seelsorge eine gute Zukunft. Dafür macht mir das Florence-Nightingale-Krankenhaus Hoffnung. Die Seelsorge hier vor Ort ist für mich ein Modell für das, was in den Krankenhäusern alles passiert. Kirche ist bei den Menschen.“

Krankenhausseelsorge seit 1950er Jahren neu organisiert
Die Besuche in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens  waren seit den 1950er Jahren neu organisiert worden, da die Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer diese Arbeit zunehmend nicht mehr leisten konnten. Mehrheitlich Frauen (60 Prozent) sind nach entsprechender Ausbildung und Fortbildung in der Krankenhausseelsorge tätig. Die Altersstruktur entspricht etwa der Struktur der Pfarrstellen in der rheinischen Kirche insgesamt: 70 Prozent sind älter als 55 Jahre. Die hauptamtlichen Kräfte werden von einer wachsenden Zahl Ehrenamtlicher unterstützt, die zuvor eine entsprechende Seelsorge-Ausbildung durchlaufen haben.

Stichwort: Krankenhausseelsorge
Die Krankenhausseelsorge bildet mit 97 Pfarrstellen, davon 66 Einzelpfarrstellen, nach den Gemeinde- und Schulpfarrstellen die drittgrößte Gruppe der Pfarrstellen in der rheinischen Kirche. Vorstandsvorsitzender des Konvents der Krankenhausseelsorgerinnen und Krankenhausseelsorger in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist Pfarrer Dr. Ulrich Lüders, Krankenhausseelsorger am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie (Telefon 0211 4092308, lueders@kaiserswerther-diakonie.de).