Friedensandachten

Seit dem 24. Februar gab es bis heute, 20. Mai, jeden Tag eine Friedensandacht in der Christuskirche Forsbach.
Diese Friedensandachten werden künftig nur noch 2x in der Woche angeboten, jeweils Dienstag und Freitag.

Osterbotschaft

Liebe Leserinnen und Leser,
mit der Osterbotschaft der EKD-Ratsvorsitzenden, Annette Kurschus, wünschen wir Ihnen gesegnete Ostertage.

„Christ ist erstanden von der Marter alle!“: Der Osterhymnus kommt in diesem Jahr nicht mit ungetrübtem Orgelgebraus und Trompetenhall daher. Nur zaghaft bricht er sich Bahn, aus engen Kehlen und bedrückten Seelen.

Zu viel Marter. Zu viele Menschen, die niedergestreckt sind, zu viele, die nicht wieder aufstehen: Der Mann, der eben noch sein Fahrrad geschoben hatte, oder jener, der seine Kartoffeln nach Hause tragen wollte. Sie sind mittlerweile begraben, hoffentlich. Hoffentlich hatten sie, wie der hingerichtete Jesus, barmherzige Menschen, die ihre toten Körper zur letzten Ruhe trugen, um sie weinten und ihnen mit hilflosen Händen Gutes taten. Wenigstens das.

„Gekreuzigt, gestorben und begraben“. Wie Hammerschläge klingen diese Worte des vertrauten Glaubensbekenntnisses, und ihr Echo hallt dieser Tage aus Kiew, Mariupol und Odessa klagend zurück. Und es geht noch tiefer hinab: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Die Bilder aus Butscha lassen ahnen, wie es dort, in der Hölle, aussieht.

In diesem Jahr wird unser Osterjubel leiser sein, sonst wäre er schamlos, ja, er könnte sich anhören, als sei er eine Gotteslästerung. „Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Man darf diese Worte nur so in den Mund nehmen, wie man ein Ei in die Hand nehmen würde, aus dem ein Küken schlüpfen will. So vorsichtig, so sacht, wissend, wie zerbrechlich es ist, muss es sein. Und: Ja, es muss sein! So schwer es mir wird, starke Worte von Auferstehung und Leben zu sagen, so unmöglich ist es mir zugleich, sie nicht auszusprechen. Es wäre ein Verrat an den Toten und an den Todtraurigen. Es wäre ein Verrat an Gott selbst. Ein Verrat am Leben, zu dem Gott uns bestimmt und in das er uns durch Christus mit hineingezogen hat. Für immer. Wer, wenn nicht wir, soll denn hoffen für diejenigen, die zum Hoffen zu verzweifelt sind? Und sollen denn die, die morden, das letzte Wort über die Zukunft haben? Soll das der letzte Satz sein, den wir bekennen: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“? Nein.

„Am dritten Tage auferstanden von den Toten“: Das gilt, und das muss gesagt werden – und wenn der Karfreitag noch so lang ist und der dritte Tag noch so weit entfernt scheint.

Ich glaube an die Auferstehung aus dem Tod, an das Ende von Gewalt und Krieg. Und ich wünsche mir, dass es viele sind und dass es mehr werden, die das mit mir zusammen glauben. Jetzt erst recht.


Foto: © EKvW/Barbara Fromm

Friedenslichter

In Forsbach, jeden Abend von 19:00 Uhr.

Fassungslos blicken wir, wie so viele Menschen, auf die Situation in der Ukraine. Um unserer Sorge Ausdruck zu verleihen und Halt zu suchen, laden wir als Kirchen in der Region dazu ein:

Zünden Sie mit uns Lichter an. Sprechen Sie mit uns Gebete.

 

 

 

Dafür öffnen verschiedene Kirchen in der Region zu verschiedenen Zeiten, um so Anlaufstelle für die Menschen in Köln und im Umland zu sein.

Auf der Übersicht sehen Sie, welche Kirche wann geöffnet ist.
Kommen Sie dazu. Entzünden Sie ein Licht. Und suchen Sie Halt. Und tragen Sie es weiter. Erzählen Sie anderen davon.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen der Verbundenheit, ein Zeichen des Friedens.
Karte

11. März – Sternstunde

Meditative Andacht zur Nacht

Kerzenlicht gibt eine besondere Atmosphäre.
Ablauf nach der keltischen Abendliturgie
Musik und Lieder zur Nacht

Freitag, 11 März um 22.30 Uhr in der Ev. Christuskirche Forsbach.
Die Andacht dauert etwa eine halbe Stunde

Es gilt die 3-G-Regel

6. März – Friedenslichter

Pressemitteilung der Stadt Rösrath 

„Friedenslichter“

Krieg in der Ukraine – Die Rösrather Kirchen luden am 06.03.2022 ein zu einem Friedensgebet in der Evang. Versöhnungskirche in Rösrath. Innerhalb von 3 Tagen konnte man den Theologen und Liedermacher Martin Buchholz und Sängerin Margarete Kosse gewinnen, die mit Liedern, Gedanken und Gebeten zur Sehnsucht nach Freiheit und Gerechtigkeit an die Menschen in der Ukraine gedachten.

„Zünde eine Kerze an“ war das Thema und so erhielt jeder der über 100 Besucher am Eingang ein Glas mit einem Teelicht. Bürgermeisterin Bondina Schulze nahm begeistert mit Landrat Stephan Santelmann an der Veranstaltung teil und kam mit vielen Besuchern ins Gespräch. Pfarrer Armin Kopper, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Gemeinde, begrüßte die Gäste und war sichtlich bewegt über die große Anteilnahme und dankte für die schnelle Bereitschaft die Veranstaltung so kurzfristig auf die Beine gestellt zu haben. „Es ist gut, dass du da bist. Es ist wichtig einen Raum zu bieten um die Menschen mit ihren ureigenen Ängsten abzuholen, dass sie ihre Gefühle ausdrücken können, ihre Ohnmacht und Wut“, so Martin Buchholz.

Roland Schauder zündete mit seinen Worten symbolisch Kerzen an und betete für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Es sei wichtig, so Schauder, dass wir für jeden von uns eine Kerze anzünden, dass jeder einen Beitrag zum Frieden leisten könne.

 Zur Musik und Gesang „Zünde eine Kerze an“ zündeten alle Besucher ihre Kerzen an und trugen ein Licht des Friedens in die Welt. „Zusammen ist man weniger allein sagte Martin Buchholz und ermunterte alle zum Mitsingen.

Neben der Bürgermeisterin nahm auch der Erste Beigeordnete, Ulrich Kowalewski am Friedensgebet teil. In seinem Grußwort teilte er mit, wie sich die Stadt Rösrath auf die Menschen aus der Ukraine vorbereite. Mehrere Personen aus der Ukraine haben schon das Stadtgebiet von Rösrath erreicht. Die Stadtverwaltung hat ein Hotel angemietet, damit die Menschen untergebracht werden können. Die Flüchtlinge werden durch Hauptamtliche Kräfte der Stadt begleitet.

Zeitnah wird die Stadt Rösrath eine Internetseite erstellen, auf der man sich vernetzen kann und eine E-Mailadresse, sowie eine eigens hierfür eingerichtete Hotline, wo Hilfsangebote zentralisiert und bearbeitet werden. Dringend benötigt werden Menschen, die der russischen und ukrainischen Sprache mächtig seien, so Kowalewski weiter. Er dankte den Kirchen, dass diese die ausstehende Kollekte des Abends für den Kauf einer Industriewaschmaschine für das Hotel, welches die Flüchtlinge aufnimmt, zur Verfügung stellt. Er bat eindringlich darum die Ankommenden nicht zu bedrängen, auch wenn es nur gut gemeint sei. Wichtig ist, dass die Menschen Ruhe finden und das Erlebte verarbeiten können. Die Presbyterin Veronika Rilke Haerst las aus dem 1. Korinther Brief über „Glaube, Liebe, Hoffnung“ und Pfarrer Thomas Rusch schloss mit einem Segen von Dietrich Bonhoeffer „von guten Mächten wunderbar geborgen“.

Die Veranstaltung endete mit dem Lied von Martin Buchholz „Bleib bei uns“, welches die Besucher aus tiefstem Herzen mitsangen verbunden mit der Hoffnung mit seinen Sorgen und Ängsten nicht alleine zu sein.

Text und Foto: Jutta Renner


Ein Beitrag aus unserer Gemeinde:

Friedenslichter für die Ukraine in Rösrath.

„Zünde eine Kerze an! Dein Licht der Hoffnung.“

 Unter diesem Motto fand am Sonntag dem 6.3.22 eine Andacht in der Versöhnungskirche statt. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Liedermacher Martin Buchholz und die Sängerin Margarete Kosse. In Anwesenheit des Landrats Stephan Santelmann und der Bürgermeisterin Bondina Schulze und in einer gut gefüllten Kirche sprachen oder lasen Pfarrer Armin Kopper, Pfarrerin Erika Juckel, Pfarrer Thomas Rusch und Vera Rilke-Haerst für die evangelische Gemeinde, Pfarrer i.R. Josef Rottländer und Roland Schauder für die katholische Gemeinde.

Der 1. Beigeodnete der Stadt Ulrich Kowalewski schilderte die aktuelle Lage und die Pläne der Stadt Rösrath. Zur Zeit werden vor allem Dolmetscher für Ukrainisch oder Russisch sowie Wohnraum benötigt. Die Stadt wird über ihre Homepage eine Möglichkeit einrichten Hilfsangebote zu machen. Sie wird diese dann mit den Bedürfnissen der Flüchtlinge abstimmen und im Anschluss auf die Hilfswilligen zu kommen. Für die Unterbringung wurde ein Hotel angemietet.

Die Kollekte des Abends betrug 1.456 EUR und soll dafür verwendet werden eine Industriewaschmaschine und einen entsprechenden Trockner für die Flüchtlinge anzuschaffen. Es sind bereits einige Familien aus der Ukraine in Rösrath eingetroffen, aber es werden sicher mehr.

Text: Andrea Doll,
Foto: privat


5. März – ökum. Andacht

Ökumenische Andacht: Weihbischof vertritt den Kölner Erzbischof

Traditionsreicher Abend am 5. März in der Düsseldorfer Johanneskirche

Weihbischof Rolf Steinhäuser wird für das Erzbistum Köln am Samstag, 5. März 2022, in der ökumenischen Andacht zum Beginn der Passionszeit in der Düsseldorfer Johanneskirche predigen. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki habe ihn um dessen Vertretung gebeten, hat Steinhäuser dem Gastgeber Präses Dr. Thorsten Latzel jetzt mitgeteilt. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland leitet die Liturgie des traditionsreichen Gottesdienstes, der um 19 Uhr beginnt.

Die wechselseitige Einladung zu ökumenischen Gottesdiensten am Anfang der Passionszeit (in Düsseldorf) und des Advents (in Köln) sind bewusste Bußgottesdienste, die eine jahrzehntelange Tradition haben und in Zeiten ökumenischer Differenzen entstanden sind. „Diese Gottesdienste haben seit jeher die Botschaft: Wir sind in Spannungen, aber wir treten zusammen vor Gott“, so Präses Thorsten Latzel.

Breite ökumenische Beteiligung
An den Lesungen und Gebeten sind beteiligt: Düsseldorfs Superintendent Heinrich Fucks und Stadtdechant Frank Heidkamp ebenso wie Almut Steinecke von der Johanneskirche, Bischofsvikar Dr. Jovan Stanojevic von der Serbisch-Orthodoxen Kirche Düsseldorf und Pastor David Nwankpa (Internationale Gemeinden). Die Predigt hält Weihbischof Steinhäuser. Die musikalische Gestaltung der Passionsandacht liegt in den Händen von Johanneskirchenkantor Wolfgang Abendroth. Aufgrund der Pandemie muss in diesem Jahr der übliche anschließende Empfang leider ausfallen. Anmeldungen für den Gottesdienst in der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf, sind bis zum 23. Februar unter www.ekir.de/passionsandacht2022 möglich.

Stichwort: Der Sonntag Invokavit
Die ökumenische Andacht findet am Vorabend des ersten Sonntags der Passionszeit statt. Dieser Sonntag trägt den Namen Invokavit. Wörtlich übersetzt heißt das: „Er hat gerufen.“ Das bezieht sich auf Gottes Zusage in Psalm 91,15: „Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.“

Weihnachtsbotschaft

Weihnachtsbotschaft der EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurscus

Liebe Leserinnen und Leser,

Gott wird Mensch, dir Mensch zu Gute. Dieses Geheimnis feiern wir zu Weihnachten, der alles ins Leben rief, kommt als verletzliches Kind mitten hinein in die erschöpfte, verletzte Welt. Das göttliche Kind bleibt verletzlich, auch als Erwachsener. Hält die eigene Verletzlichkeit aus bis zum Tod und daraus wurde neues Leben. Daraus wird neue Zukunft für uns alle.

Die Weihnachtsbotschaft ruft uns zu: Bleibt in der Spur dieses Kindes, bleibt in der Spur dieses erwachsenen Menschen unterwegs. Auch und gerade am Ende dieses Jahres 2021. Bleibt in seiner Spur unterwegs. Dann werdet ihr unterwegs sein. Nicht getrieben von Angst, sondern beflügelt von Hoffnung.

In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihre
Annette Kurschus

Zum Video der Weihnachtsbotschaft

Theologischer Impuls

Liebesmetamorphose – Ein Griesgram kocht Grießbrei.

Theologische Impulse (107) von Dr. Thorsten Latzel, Präses

Zu den schönen Dingen des Herbstes gehört das Lesen. Draußen regnet‘s, windet‘s, stürmt‘s. Drinnen liegt ein gutes Buch auf dem Sofa neben Decke, Obst und einer Tasse Tee. Ein persönliches Kriterium für die Qualität eines Buches ist dabei, wie lange ich in der Nacht daran weiterlese und wie sehr mir die Geschichte später nachgeht. In beiderlei Hinsicht ist der neue Roman „Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronsky ein persönlicher Tipp von mir. Er handelt von einer Liebesmetamorphose: der Verwandlung eines alten, griesgrämigen Mannes namens Walter Schmidt aus Fürsorge für seine kranke Frau Barbara. Seine persönliche Entwicklung spiegelt sich dabei kulinarisch in seinen Kochkünsten.

Walter ist das Paradebeispiel eines spießigen, alten, fremdfeindlichen Mannes – inklusive deutschem Schäferhund („Helmut“) und allen Vorurteilen, die dazugehören. Eines Morgens findet er seine Frau gestürzt auf dem Fußboden des Bades. Schnell wird deutlich, dass Barbara an einer nicht genannten, unheilbaren Krankheit leidet, wahrscheinlich Krebs. Nur Walter will dies nicht wahrhaben: „Barbara stirbt nicht.“ Und er, der von Haushaltsdingen keinerlei Ahnung hat, beginnt nun für sie zu kochen. Zunächst mit großer Mühe Kaffee, dann Kartoffeln. Mit Hilfe eines polnischen TV-Kochs, des Internets und einer Bäckerei-Verkäuferin steigert er später immer weiter seine Kochkünste. Am Ende kocht er für sie, die Russlanddeutsche, sogar den von ihm verhassten Borschtsch. „Nun war alles anders. Er musste jetzt Barbara sein. Für sich selbst und für Barbara“.

Die Kinder passen so gar nicht in Walters Weltbild: Die Tochter in Berlin ist lesbisch, der Sohn trennt sich gerade von einer Person of Colour, deren Name er sich nicht merken kann oder will. Auch wenn das Setting zuweilen etwas konstruiert wirken mag, Bronskys Dialoge verleihen der Geschichte eine tiefe, warme Menschlichkeit, weil das Wesentliche immer ungesagt bleibt. Sie schreibt auf eine liebes-intelligente Weise „zwischen den Zeilen“ und eröffnet so einen anderen Blick auf seine, Walters, Sicht der Dinge. Barbaras Dialogbeiträge beschränken sich, krankheitsgeschwächt, meist auf „Ach, Walter“. Doch auch damit wird oft viel mehr gesagt. Walter lernt in der Zeit ihrer Krankheit neben dem Kochen zugleich, die Schönheit seiner Frau neu wahrzunehmen. Und wie beliebt sie ist. Für ihn, den Eigenbrötler, ist es eine Zumutung, von wie vielen Menschen er auf ihre Gesundheit angesprochen wird. Und auch, dass er selbst mit seiner kulinarischen Fürsorge plötzlich einige Berühmtheit erlangt.

Liebesmetamorphosen. Manchmal braucht es besondere Umstände, um Eigenschaften in einem Menschen zu wecken, von denen vorher niemand etwas geahnt hat. Liebesfähigkeiten, die etwa in langjährigen Beziehungen oft auf die Partnerin oder den Partner delegiert worden sind: „Er musste jetzt Barbara sein.“

Die Bibel handelt an vielen Stellen von solchen Liebesmetamorphosen. Theologisch spricht man dann oft von Umkehr, Buße, Sinneswandel – was aber das Geschehen weniger genau trifft:

* Wenn der Zöllner Zachäus sein Hab und Gut teilt und allen Wucher zurückzahlt, nachdem Jesus bei ihm als Gast eingekehrt ist (Lk 19,1-10).
* Wenn der jüngere Sohn wieder nach Hause zurückkehrt und der Vater vor lauter Glück ein gemästetes Kalb schlachten lässt (Lk 15,11-32).
* Wenn der blinde Bartimäus sehend wird und sogleich Jesus nachfolgt (Mk 10,46-52).

Liebesmetamorphosen. Menschen widerfährt eine Liebe, die in ihnen eine neue Liebesfähigkeit weckt. Sie bricht alte Rollenmuster heilsam auf. Und sie verändert so auch das soziale Umfeld. „Heute ist diesem Haus Heil widerfahren.“

Das ist ein zentraler Gedanke evangelischen Glaubens: Gottes Liebe gilt nicht einfach den Liebenswerten, Guten, Gerechten, sondern sie macht als schöpferische Liebe ihr Gegenüber liebenswert, gut und gerecht. Das meint die biblische Rede von der „Rechtfertigung des Gottlosen“: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Röm 5,8) Gottes Liebe macht uns liebenswert und liebesfähig, indem wir selbst zu einem Teil seiner Liebe werden.

„Er musste jetzt Barbara sein.“ Und Walter ist es: nicht nur für Barbara und sich, sondern im weiteren Verlauf auch für immer mehr andere. Auch hier wächst er in ihre sozialen Aufgaben hinein. Er hilft seinem Enkel, versorgt einen Obdachlosen, backt einen Kuchen. Dabei behält er seine herrlich griesgrämige, politisch inkorrekte Art bei – zum Glück, sonst wäre es auch langweilig gewesen. Auch als Barbara bleibt er Walter. Bis hin zu dem besonderen Weihnachten am Schluss, das hier nicht verraten sei. Lesen Sie einfach selbst. Auch das Lesen liebes-intelligenter Geschichten kann liebevoll verwandeln.


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Als Bücher: https://praesesblog.ekir.de/inhalt/theologische-impulse-als-buecher

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