Poetisches Nachtgebet

Das PHILOMENA-FRANZ-FORUM e.V. lädt ein:

Pastor Franz Gerards öffnet am Vorabend des hundertsten Geburtstages von Philomena Franz, am 20. Juli 2022 um 19 Uhr die Tore
der 1954 erbauten Kirche Sankt Servatius in Rösrath-Hoffnungsthal, Gartenstraße 13 zu Ehren unserer Mitbürgerin, um mit ihr, Freunden und Verwandten und vielen Rösratherinnen und Rösrathern einen Dank- und Fest-Gottesdienst zu feiern.

Zugleich soll an die acht Familienmitglieder von Frau Franz erinnert werden, die nicht wie sie
das KZ Auschwitz und andere Vernichtungslager überlebten – so wie 500.000 Sinti und Roma.

Pfarrer Thomas Rusch von der evangelischen Gemeinde Volberg, Forsbach, Rösrath wird das erste Poetische
Nachtgebet mitgestalten und zusammen mit Pastor Gerards predigen.

• Prolog: Gedicht „Todesfuge“ von Paul Celan, geb. 1920 in Czernowitz, gest. 1970 in Paris, Matthias Buth
• Orgelimprovisationen Boris Berns
• Einführung in das Poetische Nachgebet durch Pastor Franz Gerards und Pfarrer Thomas Rusch
• Gebet: Psalm 22 Pfarrer Thomas Rusch
• Lied: „Lobet den Herren, was in mir ist, lobe den Namen. Alles was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen“
• Gedicht: „Gebet“, von Else Lasker-Schüler, geb. 1869 in Elberfeld, gest. 1945 in Jerusalem, Matthias Buth
• Doppelpredigt: Pastor Franz Gerards – Pfarrer Thomas Rusch
• Orgelimprovisationen Boris Berns
• „Zwischen Liebe und Hass“ – Auszüge aus dem Lebensbericht von Philomena Franz, Larissa Niesen
• Zwischenspiel
– Romeo Franz, Geige und Sascha Köhler, Gitarre
– Wiegala / Wiegenlied von Ilse Weber (1903-1944)
– Ruth Theresa Fiedler, Sopran
• Fürbitten und Gedächtnis der Toten, Matthias Buth
• Orgelspiel „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach, BWV 147, Boris Berns
• Gedichte
– „Lieder zur Ermutigung I bis III“ und „Nur eine Rose als Stütze“ von Hilde Domin, geb. 1909 in Köln, gest. 2006 in Heidelberg
Ruth Theresa Fiedler
• Gebet
– Dankesworte von Philomena Franz gesprochen in Deutsch und Romanes
• Segen durch beide Seelsorger
• Lied zum Abschluss „Großer Gott wir loben Dich“

Anschließend:
Steh-Empfang mit Wein, Bier und Wasser vor der Kirche auf Einladung von Pastor Franz Gerards

Weitere Informationen zum Philomena-Franz-Forum und den weiteren Veranstaltungen finden Sie hier.

Gedenken Flutopfer

 

Im Gedenken an die Flut vom 14/15. Juli 2021 laden wir zu einer ökumenischen Gedenkandacht ein.
Donnerstag, den 14.07.2022 um 19.00 Uhr
Ev. Versöhnungskirche in Rösrath
mit Pfarrer Gerards und Pfarrer Rusch.

Anschließend wollen wir bei geselligem Beisammensein mit Würstchen, Getränken und Gesprächen den Abend ausklingen lassen.

Osterbotschaft

Liebe Leserinnen und Leser,
mit der Osterbotschaft der EKD-Ratsvorsitzenden, Annette Kurschus, wünschen wir Ihnen gesegnete Ostertage.

„Christ ist erstanden von der Marter alle!“: Der Osterhymnus kommt in diesem Jahr nicht mit ungetrübtem Orgelgebraus und Trompetenhall daher. Nur zaghaft bricht er sich Bahn, aus engen Kehlen und bedrückten Seelen.

Zu viel Marter. Zu viele Menschen, die niedergestreckt sind, zu viele, die nicht wieder aufstehen: Der Mann, der eben noch sein Fahrrad geschoben hatte, oder jener, der seine Kartoffeln nach Hause tragen wollte. Sie sind mittlerweile begraben, hoffentlich. Hoffentlich hatten sie, wie der hingerichtete Jesus, barmherzige Menschen, die ihre toten Körper zur letzten Ruhe trugen, um sie weinten und ihnen mit hilflosen Händen Gutes taten. Wenigstens das.

„Gekreuzigt, gestorben und begraben“. Wie Hammerschläge klingen diese Worte des vertrauten Glaubensbekenntnisses, und ihr Echo hallt dieser Tage aus Kiew, Mariupol und Odessa klagend zurück. Und es geht noch tiefer hinab: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Die Bilder aus Butscha lassen ahnen, wie es dort, in der Hölle, aussieht.

In diesem Jahr wird unser Osterjubel leiser sein, sonst wäre er schamlos, ja, er könnte sich anhören, als sei er eine Gotteslästerung. „Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Man darf diese Worte nur so in den Mund nehmen, wie man ein Ei in die Hand nehmen würde, aus dem ein Küken schlüpfen will. So vorsichtig, so sacht, wissend, wie zerbrechlich es ist, muss es sein. Und: Ja, es muss sein! So schwer es mir wird, starke Worte von Auferstehung und Leben zu sagen, so unmöglich ist es mir zugleich, sie nicht auszusprechen. Es wäre ein Verrat an den Toten und an den Todtraurigen. Es wäre ein Verrat an Gott selbst. Ein Verrat am Leben, zu dem Gott uns bestimmt und in das er uns durch Christus mit hineingezogen hat. Für immer. Wer, wenn nicht wir, soll denn hoffen für diejenigen, die zum Hoffen zu verzweifelt sind? Und sollen denn die, die morden, das letzte Wort über die Zukunft haben? Soll das der letzte Satz sein, den wir bekennen: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“? Nein.

„Am dritten Tage auferstanden von den Toten“: Das gilt, und das muss gesagt werden – und wenn der Karfreitag noch so lang ist und der dritte Tag noch so weit entfernt scheint.

Ich glaube an die Auferstehung aus dem Tod, an das Ende von Gewalt und Krieg. Und ich wünsche mir, dass es viele sind und dass es mehr werden, die das mit mir zusammen glauben. Jetzt erst recht.


Foto: © EKvW/Barbara Fromm

Friedenslichter

In Forsbach, jeden Abend von 19:00 Uhr.

Fassungslos blicken wir, wie so viele Menschen, auf die Situation in der Ukraine. Um unserer Sorge Ausdruck zu verleihen und Halt zu suchen, laden wir als Kirchen in der Region dazu ein:

Zünden Sie mit uns Lichter an. Sprechen Sie mit uns Gebete.

 

 

 

Dafür öffnen verschiedene Kirchen in der Region zu verschiedenen Zeiten, um so Anlaufstelle für die Menschen in Köln und im Umland zu sein.

Auf der Übersicht sehen Sie, welche Kirche wann geöffnet ist.
Kommen Sie dazu. Entzünden Sie ein Licht. Und suchen Sie Halt. Und tragen Sie es weiter. Erzählen Sie anderen davon.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen der Verbundenheit, ein Zeichen des Friedens.
Karte

11. März – Sternstunde

Meditative Andacht zur Nacht

Kerzenlicht gibt eine besondere Atmosphäre.
Ablauf nach der keltischen Abendliturgie
Musik und Lieder zur Nacht

Freitag, 11 März um 22.30 Uhr in der Ev. Christuskirche Forsbach.
Die Andacht dauert etwa eine halbe Stunde

Es gilt die 3-G-Regel

6. März – Friedenslichter

Pressemitteilung der Stadt Rösrath 

„Friedenslichter“

Krieg in der Ukraine – Die Rösrather Kirchen luden am 06.03.2022 ein zu einem Friedensgebet in der Evang. Versöhnungskirche in Rösrath. Innerhalb von 3 Tagen konnte man den Theologen und Liedermacher Martin Buchholz und Sängerin Margarete Kosse gewinnen, die mit Liedern, Gedanken und Gebeten zur Sehnsucht nach Freiheit und Gerechtigkeit an die Menschen in der Ukraine gedachten.

„Zünde eine Kerze an“ war das Thema und so erhielt jeder der über 100 Besucher am Eingang ein Glas mit einem Teelicht. Bürgermeisterin Bondina Schulze nahm begeistert mit Landrat Stephan Santelmann an der Veranstaltung teil und kam mit vielen Besuchern ins Gespräch. Pfarrer Armin Kopper, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Gemeinde, begrüßte die Gäste und war sichtlich bewegt über die große Anteilnahme und dankte für die schnelle Bereitschaft die Veranstaltung so kurzfristig auf die Beine gestellt zu haben. „Es ist gut, dass du da bist. Es ist wichtig einen Raum zu bieten um die Menschen mit ihren ureigenen Ängsten abzuholen, dass sie ihre Gefühle ausdrücken können, ihre Ohnmacht und Wut“, so Martin Buchholz.

Roland Schauder zündete mit seinen Worten symbolisch Kerzen an und betete für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Es sei wichtig, so Schauder, dass wir für jeden von uns eine Kerze anzünden, dass jeder einen Beitrag zum Frieden leisten könne.

 Zur Musik und Gesang „Zünde eine Kerze an“ zündeten alle Besucher ihre Kerzen an und trugen ein Licht des Friedens in die Welt. „Zusammen ist man weniger allein sagte Martin Buchholz und ermunterte alle zum Mitsingen.

Neben der Bürgermeisterin nahm auch der Erste Beigeordnete, Ulrich Kowalewski am Friedensgebet teil. In seinem Grußwort teilte er mit, wie sich die Stadt Rösrath auf die Menschen aus der Ukraine vorbereite. Mehrere Personen aus der Ukraine haben schon das Stadtgebiet von Rösrath erreicht. Die Stadtverwaltung hat ein Hotel angemietet, damit die Menschen untergebracht werden können. Die Flüchtlinge werden durch Hauptamtliche Kräfte der Stadt begleitet.

Zeitnah wird die Stadt Rösrath eine Internetseite erstellen, auf der man sich vernetzen kann und eine E-Mailadresse, sowie eine eigens hierfür eingerichtete Hotline, wo Hilfsangebote zentralisiert und bearbeitet werden. Dringend benötigt werden Menschen, die der russischen und ukrainischen Sprache mächtig seien, so Kowalewski weiter. Er dankte den Kirchen, dass diese die ausstehende Kollekte des Abends für den Kauf einer Industriewaschmaschine für das Hotel, welches die Flüchtlinge aufnimmt, zur Verfügung stellt. Er bat eindringlich darum die Ankommenden nicht zu bedrängen, auch wenn es nur gut gemeint sei. Wichtig ist, dass die Menschen Ruhe finden und das Erlebte verarbeiten können. Die Presbyterin Veronika Rilke Haerst las aus dem 1. Korinther Brief über „Glaube, Liebe, Hoffnung“ und Pfarrer Thomas Rusch schloss mit einem Segen von Dietrich Bonhoeffer „von guten Mächten wunderbar geborgen“.

Die Veranstaltung endete mit dem Lied von Martin Buchholz „Bleib bei uns“, welches die Besucher aus tiefstem Herzen mitsangen verbunden mit der Hoffnung mit seinen Sorgen und Ängsten nicht alleine zu sein.

Text und Foto: Jutta Renner


Ein Beitrag aus unserer Gemeinde:

Friedenslichter für die Ukraine in Rösrath.

„Zünde eine Kerze an! Dein Licht der Hoffnung.“

 Unter diesem Motto fand am Sonntag dem 6.3.22 eine Andacht in der Versöhnungskirche statt. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Liedermacher Martin Buchholz und die Sängerin Margarete Kosse. In Anwesenheit des Landrats Stephan Santelmann und der Bürgermeisterin Bondina Schulze und in einer gut gefüllten Kirche sprachen oder lasen Pfarrer Armin Kopper, Pfarrerin Erika Juckel, Pfarrer Thomas Rusch und Vera Rilke-Haerst für die evangelische Gemeinde, Pfarrer i.R. Josef Rottländer und Roland Schauder für die katholische Gemeinde.

Der 1. Beigeodnete der Stadt Ulrich Kowalewski schilderte die aktuelle Lage und die Pläne der Stadt Rösrath. Zur Zeit werden vor allem Dolmetscher für Ukrainisch oder Russisch sowie Wohnraum benötigt. Die Stadt wird über ihre Homepage eine Möglichkeit einrichten Hilfsangebote zu machen. Sie wird diese dann mit den Bedürfnissen der Flüchtlinge abstimmen und im Anschluss auf die Hilfswilligen zu kommen. Für die Unterbringung wurde ein Hotel angemietet.

Die Kollekte des Abends betrug 1.456 EUR und soll dafür verwendet werden eine Industriewaschmaschine und einen entsprechenden Trockner für die Flüchtlinge anzuschaffen. Es sind bereits einige Familien aus der Ukraine in Rösrath eingetroffen, aber es werden sicher mehr.

Text: Andrea Doll,
Foto: privat


5. März – ökum. Andacht

Ökumenische Andacht: Weihbischof vertritt den Kölner Erzbischof

Traditionsreicher Abend am 5. März in der Düsseldorfer Johanneskirche

Weihbischof Rolf Steinhäuser wird für das Erzbistum Köln am Samstag, 5. März 2022, in der ökumenischen Andacht zum Beginn der Passionszeit in der Düsseldorfer Johanneskirche predigen. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki habe ihn um dessen Vertretung gebeten, hat Steinhäuser dem Gastgeber Präses Dr. Thorsten Latzel jetzt mitgeteilt. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland leitet die Liturgie des traditionsreichen Gottesdienstes, der um 19 Uhr beginnt.

Die wechselseitige Einladung zu ökumenischen Gottesdiensten am Anfang der Passionszeit (in Düsseldorf) und des Advents (in Köln) sind bewusste Bußgottesdienste, die eine jahrzehntelange Tradition haben und in Zeiten ökumenischer Differenzen entstanden sind. „Diese Gottesdienste haben seit jeher die Botschaft: Wir sind in Spannungen, aber wir treten zusammen vor Gott“, so Präses Thorsten Latzel.

Breite ökumenische Beteiligung
An den Lesungen und Gebeten sind beteiligt: Düsseldorfs Superintendent Heinrich Fucks und Stadtdechant Frank Heidkamp ebenso wie Almut Steinecke von der Johanneskirche, Bischofsvikar Dr. Jovan Stanojevic von der Serbisch-Orthodoxen Kirche Düsseldorf und Pastor David Nwankpa (Internationale Gemeinden). Die Predigt hält Weihbischof Steinhäuser. Die musikalische Gestaltung der Passionsandacht liegt in den Händen von Johanneskirchenkantor Wolfgang Abendroth. Aufgrund der Pandemie muss in diesem Jahr der übliche anschließende Empfang leider ausfallen. Anmeldungen für den Gottesdienst in der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf, sind bis zum 23. Februar unter www.ekir.de/passionsandacht2022 möglich.

Stichwort: Der Sonntag Invokavit
Die ökumenische Andacht findet am Vorabend des ersten Sonntags der Passionszeit statt. Dieser Sonntag trägt den Namen Invokavit. Wörtlich übersetzt heißt das: „Er hat gerufen.“ Das bezieht sich auf Gottes Zusage in Psalm 91,15: „Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.“