E.K.I.R. 2030

Wir gestalten „evangelisch rheinisch“ zukunftsfähig

Im Sommer 2021 hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland das Positionspapier E.K.I.R. 2030 veröffentlicht. Es beschreibt die Strategie der Kirchenleitung auf die aktuell drängenden Herausforderungen unserer Kirche und mündet in konkreten Projekten in fünf Themenfeldern: Mitgliederorientierung, Organisation, Junge Generation, Digitalisierung und Vernetzung. Auf diesen Seiten informieren wir Sie über den Projektstand, Beteiligungsmöglichkeiten und Ansprechpersonen. Auf dass wir gemeinsam unterwegs sind: „evangelisch rheinisch“ zukunftsfähig.

Eine Übersicht über die Schwerpunkte und Projekte der Arbeit finden Sie hier.

Und hier können Sie das Positionspapier als PDF-Datei herunterladen.

Haben Sie Lust und Interesse, an diesem Zukunftsprojekt ihrer Kirche mitzuarbeiten und mitzugestalten?

Dann melden Sie sich gerne bei einer der Pfarrpersonen oder dem Gemeindebüro:

Hoffnung säen

EKD startet Mitmach-Aktion #hoffnungsäen

Als Zeichen der Hoffnung sind Menschen aufgerufen, Blumensamen in den Farben der Ukraine zu pflanzen.

Vier Wochen vor dem Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine startet die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine Mitmach-Aktion als Zeichen der Hoffnung und zugleich Unterstützung für humanitäre Hilfe. Unter dem Hasthag #hoffnungsäen sollen Menschen möglichst viele Samen von Sonnenblumen und Kornblumen einpflanzen. „Die Blumen in den Farben der Ukraine sollen zeigen: Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass dieses Land Zukunft hat“, erklärt die EKD-Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus. „Sie sind Symbol unserer Sehnsucht nach Leben in Frieden und Freiheit in Europa. Wir beten für die Menschen in der Ukraine.“

Dazu stellt die EKD auch ein Gebet mit dem Titel „Hoffnung haben, Hoffnung säen“ bereit, das zum 1. Sonntag der Passionszeit, am 26. Februar 2023, gesprochen werden kann. Weiterhin bittet die Aktion um Spenden an die Hilfsorganisation Libereco für humanitäre Hilfe vor Ort. Die deutsch-schweizerische Hilfsorganisation leistet seit 2014 mit lokalen Partnern wie Vostok SOS humanitäre Hilfe in der Ukraine. Die Blumensamen können bei der EKD unter der E-Mail menschenrechte@ekd.de kostenfrei – auch in größerer Stückzahl – bestellt werden. Die Samentüten werden immer im Set von Sonnenblumen und Kornblumen ausgegeben. Weitere Informationen und Materialien zur Aktion sowie zur Spendenmöglichkeit findet sich online unter www.ekd.de/hoffnung.

Das Gebet im Wortlaut

Hoffnung haben, Hoffnung säen

Vor dir, Gott, denken wir an die Menschen in der Ukraine.
An die Menschen in ihren zerbombten Wohnungen und Häusern.
An die, die kämpfen, weil der Krieg in ihr Land kam.
An die, die im Schutz der Keller leben, seit Monaten.‘
An die, die anderen helfen, Tag und Nacht.
An die Kinder.
Vor dir, Gott, denken wir an ihre Todesangst. Und daran, dass sie alle leben wollen.

Wir bringen dir, Gott, ihre Wut. Und unsere auch.
Wir bringen dir ihren Mut und ihren Schmerz.
Du siehst sie alle, die Leidenden und die Toten.

Wir bitten dich um Kraft, dem Bösen entgegenzutreten.
Wir bitten dich um Hoffnung, um widerständige Zuversicht.
Und sei sie so winzig wie Blumensamen.
Bitte lass sie wachsen und blühen.

So legen wir den Samen in die Erde als Zeichen.
Für die Freiheit, für Heilung und Zukunft.
Amen.

Kerzenreste sammeln

Aus alten Kerzen (der Kirchen) entstehen in der Ukraine neue Lichter

Die Initiative für die Sammelaktion geht von dem Kölner Verein „Life Cologne“ aus. Schon kurz nach Kriegsbeginn formierte sich das Bündnis aus engagierten Rheinländern. „Viele unserer Freiwilligen haben selber Wurzeln in der Ukraine“, erzählt Ralf Link vom Verein. Und so sei der Draht ins Kriegsgebiet kurz. „Wir hören genau hin, was die Menschen dort brauchen“, sagt Link. Und so kamen die Ukrainer und die Kölner auch ins Gespräch. Ralf Link dachte sofort an die vielen Kerzen in den heimischen Kirchen. Und weil er selbst in einer katholischen Gemeinde beheimatet ist, begann er, dort nach Wachsresten zu fragen, um sie dann in großen Paketen in die Ukraine schicken zu können. Ob aus dem Kölner Dom oder der Wallfahrtskirche in Kevelaer, ob aus Wohnzimmern im Bergischen Land oder Stuben in der Eifel: Inzwischen hat Ralf Link 4,5 Tonnen Wachsreste in die Ukraine geschickt.

„Aus einem Kilogramm Wachs können fünf neue Lichter angefertigt werden“, sagt Link und erzählt von der einfachen Technik, mit der Wachs und Papier als Docht zum Konservendosen-Licht werden. Hochgerechnet bedeutet das: In der Ukraine sind mit deutschem Wachs bereits 22.500 Lichter entstanden. Damit lasse sich ein kleiner Ort mit rund 30.000 Einwohnern eine Woche lang provisorisch versorgen. „Wir brauchen also mehr Wachs“, sagt Link und rührt kräftig die Werbetrommel. Inzwischen erreichen ihn Pakete aus ganz NRW, die Kölner stellen Kisten vor seiner Türe ab.
In der Ukraine wird ein harter Winter erwartet.

Willkommen sind alle Wachsreste – sowohl aus Kirchen als auch vom heimischen Adventskranz.

In den Rösrather Kirchen werden Körbe und Kisten bereitgestellt. Sascha Meurer wird in Zusammenarbeit mit dem Verein „Life Cologne“ und dem Blauen Kreuz die gesammelten Kerzenreste in die Ukraine transportieren.

Mehr Informationen zu dieser Aktion finden Sie hier.

Der Verein „Life Cologne“ hat uns die nachfolgenden Bilder zur Verfügung gestellt, damit man sehen kann, wie die Wachsreste verarbeitet werden: