„Wir brauchen einen Geisteswechsel“

Präses Dr. Thorsten Latzel: „Wir brauchen einen Geisteswechsel“

Pfingstbotschaft betont himmlisches Empowerment gegen Krisenstimmung

Düsseldorf (20. Mai 2026). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, macht in seiner Botschaft zum Pfingstfest Mut, dem Ungeist in der Welt entgegenzutreten. In einem Schreiben an die mehr als 500 rheinischen Kirchengemeinden betont er: „Es ist Pfingsten – Gott sei Dank! Wir feiern, dass Gott uns seinen Geist schenkt. Und ich glaube, dass unsere Welt nichts dringender braucht als genau das: einen Geisteswechsel.“

Präses Latzel beschreibt in einer Kanzelabkündigung zum Fest den herrschenden Ungeist: „Es werden weltweit Unsummen für Rüstung ausgegeben für Kriege, die fast niemand will. Wir erleben, wie schwer es fällt, mit Menschen anderer Meinung zu sprechen. Wir sind oft wie fixiert von Krisen und Problemen und sehen kaum den Schatz, den Gott uns aneinander schenkt.“ Dem setze Gott selbst an Pfingsten seinen Geist entgegen. „Gott entfürchtet uns, vertreibt unsere Sorgengeister.“

Gottes Wirken konkret erfahren
Pfingsten gilt als die Geburtsstunde der Kirche. Die Gemeinden feiern, dass Gott 50 Tage nach Ostern seinen Geist an die Jünger*innen sendet. Dieses „himmlische Empowerment“, wie es die Bibel beschreibe, sei auch jetzt und heute erfahrbar. Davon berichtet Präses Dr. Thorsten Latzel aus eigenem Erleben: „Etwa bei einer Ordinationstagung, als rund 60 Menschen darüber sprechen, was sie motiviert. Beim Mitarbeitenden-Fest eines Kirchenkreises, bei dem so viele kommen, dass eine ganze Fabrikhalle aus allen Nähten platzt. Oder beim ganz normalen Gottesdienst, wenn Gottes Geist durch die Orgel braust und wir gemeinsam von Hoffnung singen – allem anderen zum Trotz.“

Kraft, Liebe und Besonnenheit
Ins Zentrum rückt Präses Latzel dabei die biblische Zusage aus 2. Tim 1,7: „Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Der Geist sei eine Gemeinschaftsgabe und führe Menschen zusammen. Neben der Befreiung von Furcht vermittle er drei wichtige Gaben angesichts der aktuellen Krisenstimmung: „die Kraft, auf andere zuzugehen; die Liebe, nicht ständig um uns selbst zu kreisen, sondern für andere da zu sein; die Besonnenheit, die Welt immer wieder neu im Licht der Liebe Christi zu sehen“. Diese Zusage sei ihm persönlich in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden, so der rheinische Präses: „Gott schenkt uns Kraft, Liebe und Besonnenheit. Das hilft mir, jeden Tag neu in meinem Leben für Frieden und Versöhnung einzutreten – im Vertrauen darauf, dass Gott etwas Gutes daraus machen wird.“
2503 Zeichen

Stichwort: Pfingsten
Pfingsten ist nach Weihnachten und Ostern das dritte große Fest im Kirchenjahr. Pfingstsonntag ist in diesem Jahr am 24. Mai. Der Name geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (der Fünfzigste) zurück, weil das Fest 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Das Fest symbolisiert den Beginn der Ausbreitung des christlichen Glaubens durch die Befähigung der Jünger*innen, in verschiedenen Sprachen zu predigen.

Autor: Martin Brandt, martin.brandt@ekir.de, Telefon 0211 4562-241
Kontakt: Pressesprecherin Cornelia Breuer-Iff, cornelia.breuer-iff@ekir.de, Telefon 0211 4562-423

„Einfache ,Deals‘ werden sicher keinen nachhaltigen Frieden schaffen“

PRESSEMITTEILUNG Nr. 38/2026

Vizepräses Antje Menn predigt am Sonntag in Bad Münster am Stein

Düsseldorf/Bad Münster am Stein (15. Mai 2026). „Ist‘s möglich, Orte des Friedens zu fördern, selbst ein Ort des Friedens zu sein? Und sei er noch so klein.“ Diese Frage beantwortet Vizepräses Antje Menn am Sonntag, 17. Mai 2026, in ihrer Predigt anlässlich des Reformationshistorischen Tags der Ebernburg-Stiftung biblisch und historisch. Die Veranstaltung auf der Ebernburg bei Bad Münster am Stein beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Reichstag zu Speyer 1526.

Biblisch verweist die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Verse des Apostels Paulus in seinem Brief an die christliche Gemeinde in Rom (Röm 12,17b.18): „Seid auf Gutes bedacht gegenüber jeder und jedem. Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ Und historisch greift die Theologin auf den Reichstag zu Speyer 1526 zurück: Fünf Jahre zuvor war Martin Luther wegen seiner Thesen zur Reform der Kirche zum Reichstag in Worms vorgeladen worden. Die Auseinandersetzung gipfelte darin, dass der neu gewählte Kaiser Karl V. über Luther die Reichsacht verhängte. Im „Wormser Edikt“ ordnete er die Verhaftung Luthers und seiner Anhänger, den Einzug ihrer Güter, die Vernichtung reformatorischer Schriften sowie die Überwachung aller Druckerzeugnisse an. Doch die Umsetzung des Edikts spaltet die Reichsstände zunehmend. Die Befürworter einer schnellen Umsetzung der vom Kaiser verhängten Maßnahmen verbünden sich ebenso wie die mit der Reformation und Luther sympathisierenden Reichsstände.

Wichtiger Schritt auf den Augsburger Religionsfrieden zu
In Speyer wurde vor 500 Jahren eine friedliche Konfliktlösung der Religionsfrage auf den Weg gebracht: Am Ende wochenlanger Verhandlungen steht eine grundsätzliche Weichenstellung, die sich als ein wichtiger Schritt auf den Augsburger Religionsfrieden von 1555 zu erweisen wird. Denn der Reichsbescheid von Speyer 1526 bahnt an, was in Augsburg knapp 30 Jahre später als Grundprinzip der Reformation besiegelt werden wird: Die Landesherren entscheiden über den Glauben auch ihrer Untergebenen.

Menn: Widersprechen, dagegenhalten, Glauben bekennen!
Die Verse des Apostels Paulus aus dem Römerbrief und das Ergebnis des Reichstags zu Speyer vor 500 Jahren sind nach Ansicht von Vizepräses Menn wegweisend für das Schaffen von Frieden: „Das ist Arbeit und erfordert – wie Speyer 1526 zeigt – Verhandlungsbereitschaft und Verhandlungsgeschick“, so die Theologin. „Einfache ,Deals‘ werden sicher keinen nachhaltigen Frieden schaffen, sondern auf Kosten der Schwächeren gehen. National-narzisstische Parolen mögen eingängig sein, aber argumentativ kraftlos. Tragfähiger Frieden wächst anders. Widersprechen, wo Hassparolen laut werden. Dagegenhalten, wo Demokratie und soziale Leistungen schlechtgeredet werden. Glauben bekennen, wo religiöse Ausdrucksformen verlacht werden. Verhandeln und Diplomatie üben, wo Fronten sich verfestigt haben oder verfestigen. Gerechtigkeit einfordern, wo Macht und Geld mehr zählen als das Wohl von Menschen.“

„Kein entweder du oder ich“
„Seid auf Gutes bedacht gegen jede und jeden.“ In ihrer Auslegung verweist Antje Menn auf den griechischen Urtext des Römerbriefs. „Dort steht genauer: Seid im Voraus darauf bedacht, jeder und jedem so zu begegnen, dass es ihr, dass es ihm guttut.“ Es sei Empathie gefragt, „mehr noch ein zuvorkommendes Einfühlen in die Person, mit der ich es zu tun habe oder zu tun bekommen werde. Paulus ermuntert seine Leserinnen und Leser, sich in die Lage des Anderen, in seine Freude und Sorgen, in seine möglichen Vorbehalte und Verletztheiten hineinzufühlen. So kann Verstehen wachsen. Und umgekehrt auch zu versuchen, vom Anderen her die eigene Lebenslage zu bedenken. Kein entweder du oder ich, sondern eine Kultur der wechselseitigen Achtung und Wertschätzung ist angesagt. Im Anderen, in der Anderen den Menschen sehen, wie Gott sie, wie Gott ihn geschaffen hat. Auf solchem Boden können unterschiedliche, auch gegensätzliche Überzeugungen und Standpunkte mit Respekt und Toleranz ohne Verachtung, Gewalt oder Unterdrückung ausgetragen werden.“

Stichwort: Reformationshistorischer Tag auf der Ebernburg
Der Reformationshistorische Tag am Sonntag, 17. Mai 2026, steht unter der Überschrift „Der Bauernkrieg und die Folgen – Der Speyerer Reichstag von 1526“. Der dazugehörige Gottesdienst mit Vizepräses Antje Menn beginnt um 10.30 Uhr in der Martinskirche, Berliner Straße 24, in Bad Münster am Stein. Die geschichtlichen Vorträge finden ab 14 Uhr auf der Ebernburg statt. Veranstalterin ist die Ebernburg-Stiftung.

Autor: Kirchenrat Jens Peter Iven
Kontakt: Pressesprecherin Cornelia Breuer-Iff, cornelia.breuer-iff@ekir.de, Telefon 0211 4562-423

ÖkumenJa 07.06

Religöse Gruppierungen und Volksgruppen in Syrien

Vielfalt und Herausforderungen im Schatten das Assad-Regimes

Syrische Christen und Muslime aus unserer Gemeinde berichten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen

Syrien ist mehr als die Bilder von Krieg und Zerstörung. Es ist ein Land großer religiöser und kultureller Vielfalt. Christen verschiedener Konfessionen, Muslime unterschiedlicher Glaubensrichtungen sowie zahlreiche Volksgruppen leben dort seit Jahrhunderten zusammen – oft geprägt von Hoffnung, aber auch von Spannungen, Krieg und politischer Unterdrückung.

An diesem Abend berichten drei syrische Mitbürger (Christen und Muslime) aus unserer Gemeinde persönlich von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Eindrücken des religiösen Lebens in ihrer Heimat. Sie geben Einblicke in das Zusammenleben der Menschen in Syrien, in die Auswirkungen des Assad-Regimes sowie in die Herausforderungen, denen viele Familien bis heute begegnen.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, zuzuhören, Menschen sowie ihre Lebenswirklichkeit besser zu verstehen und bei syrischen Leckereien miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ort: Augustinushaus der Katholischen Kirche St.Nikolaus

Wann: Sonntag, 07.06.2026, 17 bis 19 Uhr

  • Andacht: Pfarrer Franz Gerards
  • Gemütliches Beisammensein mit Getränken und kleinem Imbiss im Augustinushaus neben der Kirche

Bibel teilen!

Sprachlosigkeit des Glaubens überwinden. Aus diesem Grund lädt Pfarrer i. R. Wehmeier ein zum Bibelteilen.

Wir suchen gemeinsam bekannte und unbekannte Bibeltexte aus, um besser zu verstehen, wer Gott für uns ist und wer wir für Gott sein können.
Das erste Treffen soll stattfinden am 26. Mai um 17:30 Uhr im Clubraum der Versöhnungskirche in Rösrath.

Kommt vorbei und macht mit!

Ihr Pfr.i. R. Wehmeier (bei Rückfragen 0178-8710871)

Osterbotschaft von Präses Torsten Latzel

Präses Thorsten Latzel: „Unsere Welt ist oster-reif, dringend oster-reif“

Rheinischer Präses betont: Wir steuern an vielen Stellen in die falsche Richtung

Düsseldorf (31. März 2026). Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, veröffentlicht eine ebenso geistlich wie politisch profilierte Osterbotschaft. Die Menschheit sei oster-reif, weil „wir es als Menschen gerade richtig vermasseln. Wir steuern an vielen Stellen komplett in die falsche Richtung.“ In der Karwoche wähle Gott letztgültig die Seite der Opfer, widerspreche allen Gewaltherrschern und öffne an Ostern zugleich Horizonte jenseits dessen, was wir zu hoffen wagten.

In seiner Botschaft entfaltet Präses Latzel den inneren Bogen von Palmsonntag über Gründonnerstag und Karfreitag bis zum Ostermorgen und zeigt die Bedeutung der Festwoche im Kontext aktueller Krisen auf: „Unsere Welt ist oster-reif, dringend oster-reif, so wie schon lange nicht mehr. In der Kar- und Osterwoche geht es genau darum. Es geht um politische Gewaltherrscher, eine Gemeinschaft, die droht auseinanderzufliehen, Versöhnung, Verleugnung, Verrat – und um Hoffnung jenseits aller Horizonte.“

Christus – krasses Gegenbild zu Autokraten
Präses Latzel zeichnet dabei ein Bild von Jesus Christus als „krassem Gegenbild zu den Autokraten aller Zeiten und Weltgegenden“. An Palmsonntag komme er auf einem einfachen Esel daher und widerspreche so den Heilserwartungen an einen neuen „starken Mann“ – damals wie heute. An Gründonnerstag zeige er, wie die Welt in Wahrheit zu retten ist: durch liebende Selbsthingabe. Dem bevorstehenden Bruch der Gemeinschaft begegnet Jesus auf besondere Weise. Gemeinsam essen, wo Menschen kaum mehr miteinander reden können. „Das hat seinen Preis. Es wird ihn sein Leben kosten. ,Mein Leib für euch gegeben.‘“

Die Welt verändern – durch Selbsthingabe
An Karfreitag wähle Gott in der Geschichte letztgültig die Seite der Verlierer, Verletzten und Verfolgten: „In Christus tritt Gott nicht nur an die Seite der Opfer. Er wird selbst zum Opfer – und durchbricht so die Logik der Gewalt mit ihrem ,Immer Hammer sein, nie Amboss‘.“ Die Frage der Gerechtigkeit werde am Ende nicht durch Gewalt entschieden. Da sei Christus vor.

Hoffnung jenseits von allem, was Menschen zu träumen wagen
Am Ostermorgen öffne Gott dann einen neuen Horizont – „jenseits von allem, was wir zu träumen oder hoffen wagen: Leben über den Tod hinaus. Liebe, die stärker ist als Sünde, Unrecht und Gewalt. Und eine neue Gemeinschaft, die aus Versöhnung lebt.“

Weg der Glaubenden in einer ver-rückten Welt
Aufgabe der Christ*innen sei es, Botschafter dieser Versöhnung zu sein in einer Welt, die „dringend oster-reif“ ist, so Präses Dr. Thorsten Latzel. „Wir geben zig Milliarden weltweit für Rüstung aus, obwohl wir jeden Cent gegen den Hunger bräuchten. Wir fahren unsere Erde sehenden Auges ökologisch gegen die Wand, obwohl Klimaforscher/innen schon heiser werden vor lauter Warnungen. Wir bekommen es immer weniger hin, mit denen zu reden, die anderer Meinung sind: zuzuhören, zu verstehen, geschweige denn, miteinander zu essen. Wir sind selbst allzu oft geblendet von Geld, Macht, Ansehen und verlieren unsere Bestimmung aus dem Blick.“ Gott sei Dank werde es Ostern – „bei und in uns“.

Stichwort 1: Karwoche
Die Karwoche leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ ab, das „Trauer“ oder „Klage“ bedeutet. Sie steht als Höhepunkt im christlichen Kirchenjahr für das Ende der Passions- und Fastenzeit und mündet in die Feier der Auferstehung Jesu Christi in der Osternacht. Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag und der Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem. Der Gründonnerstag steht für das Gedächtnis an das letzte Abendmahl und der Karfreitag für Leiden und Sterben Christi.
476 Zeichen

Stichwort 2: Präses predigt an Karfreitag und Ostersonntag
An Karfreitag, 3. April, 11.15 Uhr, predigt Präses Dr. Thorsten Latzel im Gottesdienst in der Mülheimer Petrikirche (Pastor-Barnstein-Platz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr). Der Gottesdienst wird live übertragen: https://www.youtube.com/live/_9vmwkmnwDE
Am Ostersonntag, 5. April, 10 Uhr, predigt Präses Dr. Thorsten Latzel im Gottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche (Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf). Der Gottesdienst wird live übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=Pw7u-_7N3a4

Autor: Martin Brandt, martin.brandt@ekir.de, Telefon 0211 4562-241
Kontakt: Pressesprecherin Cornelia Breuer-Iff, cornelia.breuer-iff@ekir.de, Telefon 0211 4562-423

Gemeindbriefausträger:innen gesucht!

Austräger/innen für Gemeindebriefe gesucht!

Für folgende Straßen suchen wir Gemeindeglieder, die bereit sind, viermal im Jahr Gemeindebriefe auszutragen:

Rösrath
Menzlingen
Menzlinger Weg
Bitze
Hauptstraße 1-24
Kissel
Pannensiefen
Sülztalplatz

Forsbach
Im Wielpützfeld
Zur Halfenwiese
Wiesenweg
Im Tentefeld
In den Auen

Volberg
Stöcken
Stöcker Garten
Stöcker Weg ab Haus-Nr. 42

– Die Verteilerbezirke können individuell zugeschnitten werden.

Die Gemeindebriefe müssen im Gemeindebüro (Volberg 4) abgeholt werden.

Wenn Sie bereit sind, die Verteilung in einer oder mehreren dieser Straßen zu übernehmen, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro (Tel. 2243) oder per Mail (volberg-forsbach-roesrath@ekir.de).

Man kann den Gemeindebrief auch per E-Mail erhalten, das entlastet die Austräger:innen und spart Kosten!
Hier kann man sich registrieren: https://www.evkirche-roesrath.de/index.php/registrierung-gemeindebrief-per-e-mail/

Protokoll der Gemeindeversammlung 11.01.2026

Am 11.01.2026 fand die Gemeindeversammlung in Volberg statt.
Das vollständige Protokoll der Gemeindeversammlung, einschliesslich aller Fragen und Antworten, können Sie hier herunterladen.

Dank und Ausblick

Das Presbyterium dankt allen Gemeindegliedern herzlich für das Vertrauen und die positive Rückmeldung, die uns bestärkt, unsere Arbeit engagiert fortzusetzen. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen auf und laden Sie herzlich ein, sich an der Gestaltung unserer Gemeinde zu beteiligen.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Zukunft unserer Kirchengemeinde zu gestalten.


Wir bedanken uns für die rege Teilnahme an der Gemeindeversammlung und die zahlreichen Fragen und Anregungen. Diese finden Sie im ausführlichen Protokoll auf unserer Web-Seite.


Gerne können Sie uns per Kommentar noch Fragen, Anregungen oder Ergänzungen hinterlassen.

Wenn ein Fremdling bei euch wohnt…

Kirchenasyl in Rösrath

Wie berichtet, hatte unsere Gemeinde im August 2025 einen jungen Mann (22 Jahre) aus Burundi auf Bitten des „Ökumenischen Netzwerk Asyl in der Kirche“ in das Kirchenasyl übernommen. Die zuständige Ausländerbehörde in Siegburg hielt es leider für angebracht, 2 Abschiebeversuche, zum Teil gewaltsam, durchzuführen und dadurch das Kirchenasyl zu brechen. Daher sah sich das Presbyterium im Dezember gezwungen, das Kirchenasyl zu beenden, um den jungen Mann nicht zu gefährden. Für ihn bedeutet das nun 12 Monate Illegalität, bevor er erneut versuchen kann, in Deutschland ein geregeltes und faires Asylverfahren zu beginnen.

Am 2. Februar fand ein Gespräch mit dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreis, Sebastian Schuster, und Vertretern der Ausländerbehörde statt. Von Kirchenseite nahmen der Superintendent unseres Kirchenkreises,Thorsten Krall, der für Kirchenasyl zuständige Kirchenrat sowie der juristische Berater der Landeskirche und für unsere Kirchengemeinde die Presbyteriumsvorsitzende Monika Mattern-Klosson teil. In dem Gespräch wurde von Seiten der Kirche das völlige Unverständnis und Entsetzen über das gewaltsame Brechen des Kirchenasyls zum Ausdruck gebracht. Nach Aussage der Behördenvertreter sei dies der erste Fall in 6 Jahren gewesen. Die Entscheidung im Dezember erneut die Abschiebung anzuordnen, sei auf Grundlage der Tatsache getroffen worden, „dass noch ein Platz im Abschiebeflug frei gewesen sei“. Eine moralische und menschliche Abwägung über den konkreten Fall wurde anscheinend nicht getroffen.
Die Behörde versicherte jedoch, dass zukünftig verstärkt im Vorfeld von Abschiebungen das Gespräch mit den Gemeinden gesucht werde, um weitere gewaltsame Beendigungen von Kirchenasyl zu vermeiden.

Für unseren Kirchenasylgast kommt diese Einsicht leider zu spät. Aber wir hoffen sehr, dass in Zukunft die Behörden hier mit mehr Augenmaß und Menschlichkeit agieren werden.

Kirchenasyl im Kirchenkreis

Zuflucht – Zentrum für Kirchenasyl in Buchheim

Seit Beginn des Jahres 2025 gibt es das erste Zentrum für Kirchenasyl in Köln. In den Räumen der Nathanaelkirche Bilderstöcken finden bis zu zehn Personen Zuflucht, um sie vor unzumutbarer Härte und Gefahr für Leib und Seele durch eine drohende Abschiebung zu schützen. Gemeinsam setzen sich Haupt- und Ehrenamtliche der Kirchengemeinden, des Diakonischen Werks Köln und der Melanchthon Akademie für eine würdevolle und professionelle Begleitung der Menschen im Kirchenasyl ein. Im Herbst hat die Kreissynode Köln-Rechtsrheinisch beschlossen, auch am Standort Buchheim ein Zentrum für Kirchenasyl anzubieten. Denn Zufluchtsorte des Kirchenasyls werden dringend gebraucht, zumal die aktuellen migrationspolitischen Debatten rauer und teils erschütternd sind. Nächstenliebe und die unbedingte Orientierung an den Menschenrechten müssen sich gerade in schwierigen Zeiten bewähren. Es braucht Schutzräume für Menschen, denen anderswo Gewalt und erniedrigende Behandlung droht. Und hier kann Kirche ein klares Zeichen für den Schutz des Rechts auf Asyl und der Wahrung der Menschenrechte setzen.


Begleitet werden beide Zentren für Zuflucht durch das Ökum. Netzwerk Asyl in der Kirche, um auch weiterhin darin zu unterstützen, dass etwa 98% der Kirchenasyle erfolgreich mit der Übernahme ins nationale Asylverfahren und einer langfristige Bleibeperspektive der Betroffenen in Deutschland enden.

Sie möchten Menschen im Kirchenasyl direkt unterstützen?

Das geht zum Beispiel mit einem Ehrenamt. Wir suchen Menschen, die Lust haben mit einer individuellen Begleitung unserer Kirchenasylgäste, einem Gruppenangebot oder auch praktischen Tätigkeiten wie Besorgungen, Reparaturen o.ä. zu helfen. Über den Umfang entscheiden Sie – wir freuen uns über jedes Engagement.
Wie kann das Projekt finanziell unterstützt werden?

Die Unterbringung für eine Person kostet ca. 50 € die Woche, da in der Zeit des Kirchenasyls keine Krankenversicherung und kein Anrecht auf soziale Leistungen besteht. Ob einmalige Spenden oder regelmäßige Unterstützung als Pat*in, kein Betrag ist zu klein und ermöglicht, verlässlich Hilfe zu leisten.

Ansprechperson des Kirchenkreises: Torsten Krall, torsten.krall@ekir.de

Jetzt spenden!

Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch DE79 3506 0190 1010 9250 17

Bild zeigt die Wanderausstellung „Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“ des Ökum. Netzwerks Asyl in der Kirche NRW</small

Welt in Unordnung – Reflexionen zur neuen Friedensdenkschrift der EKD

Mit der Veröffentlichung einer neuen Friedensdenkschrift im November letzten Jahres hat die EKD für Diskussionsstoff gesorgt. Die Reaktionen reichen von „Kirche ist endlich in der Wirklichkeit angekommen“ bis zu „Kirche verrät das Evangelium“. Doch was steht wirklich drin und wie ist das einzuordnen? Am Samstag, den 07. März 2026 findet von 10 bis 16 Uhr in Bonn das Rheinische Friedensforum statt, zu dem drei der Autor*innen der Denkschrift kommen und mit uns Teilnehmenden ins Gespräch gehen werden. Den Flyer zum Herunterladen finden Sie hier. Über den QR-Code des Flyers können Anmeldungen erfolgen.

Wie immer ist die Teilnahme kostenfrei.

Gerne können Sie sich auch hier anmelden.