Zwischen Sofa-Pazifismus und Rüstungswahn

Zwischen Sofa-Pazifismus und Rüstungswahn: Kirche verortet sich neu

Friedensethische Diskussion in Wuppertal mit Präses Latzel und Bischof Kramer

Düsseldorf/Wuppertal (25. Juni 2025). Eine Verschärfung der Feindbilder seit Beginn des Ukrainekriegs, eine extreme Aufrüstungswelle – und eine Kirche, die ihre Friedensethik neu ausrichten muss: „Wer soll zur Versöhnung rufen, wenn nicht wir?“, so Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, in einem Podiumsgespräch in Wuppertal. Auch Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, forderte zur „Entfeindung“ auf, warnte aber zugleich vor einem „Sofa-Pazifismus“: „Ich halte es für schwierig, wenn wir der Ukraine von außen sagen, wie sie sich verhalten soll.“

Bischof Kramer, seit 2022 auch Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, sprach im Audimax der Kirchlichen Hochschule Wuppertal vor Superintendent*innen der rheinischen und der mitteldeutschen Kirche davon, der Verteidigungskampf der Ukraine sei „ein legaler Krieg, aber kein gerechter Krieg“. Angesichts der tödlichen Konsequenzen bis nach Afrika durch ausbleibende Nahrungsmittellieferungen steht für ihn fest: „Es gibt keinen gerechten Krieg.“ Präses Latzel widersprach nicht, wandte aber ein: „In einer unerlösten Welt ist auch die Eindämmung des Bösen legitim. Der Krieg wäre sofort beendet, wenn Russland Schluss macht.“

Umstrittene Aufrüstungsbemühungen

Unterschiedlich bewerten die beiden leitenden Geistlichen die derzeitigen Aufrüstungsbemühungen. Für Kramer sind sie nicht notwendig, sondern könnten sogar die gewünschte Abschreckungswirkung in ihr Gegenteil verkehren. Latzel hält eine Stärkung der Verteidigungsbereitschaft dagegen für ein „notwendiges Instrument“. Kirche müsse aber immer „an der Seite der von Gewalt Betroffenen stehen“. Welche Rolle ihr insgesamt im Bemühen um Frieden zukommt, dazu herrschte auch in den Beiträgen aus dem Publikum Unsicherheit. Womöglich fängt es aber schon mit der Sprache an: „Wir befinden uns nicht in der Vorkriegszeit, sondern in der Vorfriedenszeit“, so der EKD-Friedensbeauftragte. „Denn am Ende steht immer der Frieden.“

Mehrtägige Ost-West-Begegnung auf dem Heiligen Berg

Das friedensethische Podiumsgespräch war Teil einer mehrtägigen Ost-West-Begegnung. Sowohl die rheinischen als auch die mitteldeutschen Superintendent*innen hatten sich zu Tagungen auf dem Heiligen Berg verabredet und immer wieder auch gemeinsame Programmpunkte vereinbart. Einer davon: die paarweise Freizeitgestaltung. Für Jens Sannig, Superintendent im Kirchenkreis Jülich, eine vertraute Übung: Schon 2022 beim ersten Treffen in Erfurt hatte er dabei seinen Jenaer Amtskollegen Sebastian Neuß näher kennengelernt. „Die befinden sich dort als Kirche längst in Transformationsprozessen, zu denen wir noch kommen werden“, erzählt er. Nicht die einzige Erkenntnis, von denen man am Niederrhein profitieren wollte. Vor zwei Jahren reiste der gesamte Pfarrkonvent nach Jena, im vergangenen Jahr gab es den Gegenbesuch.

In Netzwerken weiter stark sein

Sannig beeindruckt an seinen Thüringer Pfarrkolleginnen und -kollegen vor allem, „mit welcher Fröhlichkeit dort Kirche gestaltet wird“. Sie fragten nicht, „was wir verlieren, sondern was wir gewinnen können“. Eine weitere Anregung, die er aus den Begegnungen mitnimmt: „Wir müssen lernen, dass wir nicht mehr der Mittelpunkt sind, aber in Netzwerken weiter stark sein können.“ Und auch im Denken über die Gemeindegrenzen hinaus sei man im Osten weiter. Das sei auch notwendig bei nur noch rund 17.000 Gemeindegliedern im Kirchenkreis Jena. Die Haltung dort nach Sannigs Worten: „Wir sind so wenige, dass wir fast schon wieder sexy sind.“

Stichwort: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ging 2009 aus dem Zusammenschluss der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen hervor. Sie hat wie die Evangelische Kirche im Rheinland derzeit 37 Kirchenkreise. Die Mitgliederzahl beträgt mit knapp 600.000 im Vergleich zur rheinischen Kirche (gut 2,1 Millionen) aber weniger als ein Drittel. Bischofssitz ist Magdeburg, das Landeskirchenamt befindet sich in Erfurt.

PRESSEMITTEILUNG Nr. 48/2025 der Evangelischen Kirche im Rheinland

Autor: Ekkehard Rüger, ekkehard.rueger@ekir.de, Telefon 0211 4562-290
Kontakt: Pressesprecherin Cornelia Breuer-Iff, cornelia.breuer-iff@ekir.de, Telefon 0211 4562-423

Gerempel Im Tempel

Kinderchormusical

Musik: Klaus Eldert Müller
Text: Ilona Schmit-Jeromin

Der Kinderchor der Ev. Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath führt am Sonntag, 15. Juni um 17 Uhr das Musical „Gerempel im Tempel“ in der Versöhnungskirche Rösrath auf. Der Eintritt ist frei. Um eine Kollekte am Ausgang für die Kinderchorarbeit wird gebeten.

Die Geschichte handelt von Kindern, Händlern, umgeworfenen Tischen und Jesus, der im Jerusalemer Tempel mal so richtig aufräumt und den Erwachsenen vorsingt, wie man sich in einem Bethaus benimmt.
Die biblische Geschichte ist vertont von Klaus E. Müller. Die Uraufführung fand für einen großen Kinderchortag 2008 in Essen unter der Leitung des Komponisten und einem Team des Chorverbandes der Ev. Kirche im Rheinland statt.

Die Rösrather Aufführung wird von Kirchenmusikerin Katharina Wulzinger geleitet. Der Kinderchor bereitet sich seit einigen Wochen in den Kinderchorproben vor, die jeden Freitag von 16.15-17.15 Uhr im Saal unter der Kirche stattfinden. Kinder, die im Kinderchor mitwirken wollen, können in der Probe nach der Aufführung neu dazu kommen. Die Kinder- und Jugendchorarbeit ist in mehrere Altersgruppen gestaffelt. Informationen finden Sie auf der Homepage der Ev. Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath.

Open-Air Gottesdienst 29.05.

Die Ev. Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath und Ev. Emmaus-Gemeinde Lohmar – Bezirk Honrath laden ein

Christi Himmelfahrt, Donnerstag 29. Mai 2025 um 11.00 Uhr

Familiengottesdienst am Franziskaschacht mit Pfarrerin Brill-Pflümer und Pfarrer Rusch
anschließend ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Treffpunkt zum Wandern: Volberger Kirche: 10.00 Uhr
Fahrdienst ab der Volberger Kirche: 10.00 Uhr

Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst
in der Ev. Kirche Volberg statt.

Informationen dazu gibt es im Gemeindebüro: 02205 – 2243

Danke

Am vergangenen Sonntag wurden die 2 langjährigen Presbyterinnen Angela Leidorf und Monika Bautz „offiziell“ verabschiedet.
Beide haben sich in den vergangenen Jahren ehrenamtlich im Presbyterium in verschiedenen Bereichen bei der Leitung der Gemeinde engagiert.
Vielen Dank für euer Engagement, Zeit, Geduld und Mitdenken!

Vergelt’s Gott



Fotos: Udo Hartenfels

MoGoGo 18.05.

Herzliche Einladung zum achtzehnten Motorad-Gospel-Gottesdienst am Sonntag, den 18. Mai um 10.30 Uhr in der Jubilate Kirche Lindlar (Auf dem Korb 21a, 51789 Lindlar)

In diesem Jahr wird der MoGoGo von den Kirchengemeinden Lindlar und Rösrath organisiert. Pfarrerin Jennifer Scheier und Ihre Kirchengemeinde sind diesmal die Gastgeber. Der MoGoGo beginnt um 10.30 Uhr in der Jubilate Kirche. (Für alle die ab der Kirche Volberg starten wollen: Wir treffen uns um 9.45 Uhr am Baumhofshaus (Volberg 4, 51503 Rösrath) und fahren dann zum Gottesdienst nach Lindlar) Im Anschluss an den Gottesdienst ist eine Rundtour (mit Pause) bis ins Sauerland angesagt. Gegen 15 Uhr werden wir wieder in Lindlar sein und uns erwartet ein zünftiges Mittagessen (für Essen und Getränke bitte 10 Euro mitbringen).

Für die Rundtour durchs Bergische (ca. 120 km – die Mopeds sollten mindestens 125 ccm haben) mit Mittagessen in Lindlar bitten wir sich unter diesem LINK https://fragab.de/KJSTqs4m online anzumelden (oder QR-Code).

Wir würden uns freuen, wenn Du dabei bist!

Verantwortlich: Ev. Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath und Lindlar
Nähere Infos gibt es bei Pfarrer Thomas Rusch Tel: 02205/897907 oder dem MoGoGo-Orga-Team Tel. 02205-8994790 und/oder mogogo-roesrath@web.de

Der gute Draht

Wie geht Kontakt? Wo bekomme ich Likes – und wo kann welche geben? Die Plattform heißt „Gebet“, eigenes Gebet und das Gebet für andere.

Das Angebot für Dich zu beten

ist jetzt wenige Monate alt und wird schon angenommen. Wir wollen die uralte Kultur noch bekannter machen, für sich beten zu lassen und für andere zu beten. Das ist reden mit Gott, der unseren Austausch sucht. Er hat uns auch als seine Gesprächspartner geschaffen. Wir beten für dich. Alles, was dich bewegt, besorgt, ängstigt oder auch Danke sagen lässt, kannst du aufschreiben und in eines der Kästchen werfen, die in den drei Kirchen unserer Gemeinde aufgestellt sind. Eine zweite Möglichkeit ist, es an die Adresse gebetsanliegen.roesrath@ekir.de zu schicken. Schreibe dein Anliegen so, dass wir konkret darüber beten können. Füge deinen Vornamen dazu, er ist die Brücke zu deiner Person.

Mitmachen?
Unsere Gebetsrunde besteht inzwischen aus 6 Gemeindegliedern. Wenn du Interesse hast mitzumachen, sprich gerne Pfarrer Thomas Rusch oder den Unterzeichner an. Beten heißt, auf Gottes Frequenz bleiben.

Ulrich Koch

Probenstart MISATANGO

Die Kantorei und der Kammerchor der Ev. Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath starten im April und Mai mit den Proben zur Misa Tango von Martín Palmeri.

Dazu werden neue Sänger im Tenor und Bass gesucht, die etwas Chorerfahrung mitbringen.

Die Proben finden jeden Dienstag statt von 19.45-21.15 Uhr im Saal unter der Versöhnungskirche, Hauptstraße 16 in Rösrath.
Über 40 Mitglieder zählt der Chor, der neben intensiven Proben großen Wert auf ein gutes Miteinander legt.

Die Leitung des Chores hat Katharina Wulzinger, Kirchenmusikerin der Ev. Gemeinde in Rösrath.
E-Mail: katharina.wulzinger@ekir.de
Telefon: 0176 – 87 999 716


Die Misa a Buenos Aires, auch als Misatango oder Misa Tango bekannt, ist eine Messvertonung des argentinischen Komponisten Martín Palmeri (* 1965) im Stil des Tango Nuevo.

Das Werk wurde zwischen September 1995 und April 1996 komponiert und am 17. August 1996 im Teatro Broadway, Buenos Aires, durch das Orquesta Sinfónica nacional de Cuba unter der Leitung von Fernando Álvarez uraufgeführt.

Quelle: Wikipedia