Die Rösrather Tafel

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Lebensmittel für Menschen mit niedrigem Einkommen.

Armut verschwindet nicht, wenn man nur darüber redet.
Wir handeln! Und das schon seit 2008!


Die Lebensmittel-Ausgabe ist nach Rösrath Stümpen umgezogen

Lebensmittelausgabe: Ahornweg 8
Dienstag, von 16.30 – 18.00 Uhr
Freitag, von 13.00 – 15.30 Uhr (mit Tafel-Büro)

Kosten-Beitrag:
Einzelpersonen  1,00 €, Mehrpersonen-Haushalte 2,00 €;

Hartz IV-Empfänger legen ihren Leistungsbescheid (SGB II, SGB XII, AsylbLG) und ihren Personalausweis/Reisepass vor.

Wer nicht Hartz IV erhält, kann einen Tafel-Ausweis bekommen, wenn  die nachfolgenden Einkommensgrenzen nicht überschritten werden: Eine Person 1.000 €, zwei Personen 1.300 €, drei Personen 1.600 €,  vier Personen 1.900 €, fünf Personen 2.200 €, jede weitere Person 300 € mehr.
Als Einkommensnachweis müssen der letzte Rentenbescheid, eine aktuelle Gehaltsbescheinigung oder ähnliches vorgelegt werden. Zum Einkommen gehören z. B. das Netto-Arbeitseinkommen, der Rentenauszahlungsbetrag, Arbeitslosengeld I, Zinseinnahmen, Unterhaltszahlungen, Kindergeld, jeweils von allen Haushaltsmitgliedern.

Tafel-Café (kostenlos):
Das Tafel-Café (wie bisher) an der Versöhnungskirche,Hauptstraße 16
Freitag, von 13.00 – 15.30 Uhr

Schuldnerberatung:
Freitag, von 14.30 – 15.30 Uhr an der Versöhnugskirche, Hauptstraße 16


Allgemeine Sozialberatung:

  • Sozialberatung im Caritas Familienzentrum, Scharrenbroicher Str. 27, Rösrath, dienstags 9.00 – 11.00 Uhr, Ansprechpartnerin Frau Anna-Katharina Pruss, Tel. 01573-1418880,
    E-Mail: a.pruss@caritas-rheinberg.de
    zusätzlich im „Lotsenpunkt“, Augustinushaus, Hauptstraße 70, 1. Etage, neben der Kirche St. Nikolaus, Rösrath, jeden Donnerstag 10.00 – 11.30 Uhr, Tel. 0157  72371024;
  • Spezielle Beratung zum Projekt „Bildung und Teilhabe“: Diakonie Michaelshoven GmbH, Tel.: 0173/9059045.
  • Schuldnerberatung bei der Tafel:
    Sprechzeiten  Rechtsanwalt Kirschbaum,  Freitag 14.30 bis 15.30 Uhr im Seniorenbüro an der Versöhnungskirche in Rösrath, Hauptstraße 16 mit Unterstützung durch Versicherungsfachfrau Ursula Heidemann.

TAFEL-Telefon: 02205/9370846 oder 02205/82926 (Dr. Gerd Wasser, Sprecher des Leitungsteams)
E-Mail: tafel@evkirche-roesrath.de oder gerd.wasser@evkirche-roesrath.de 


Wir suchen laufend und im Augenblick recht dringend weitere Ehrenamtler für folgende Tätigkeitsbereiche:

  •  Abholung der Lebensmittel in den Geschäften (sehr dringender Bedarf!),
  • Aufbereitung und Sortierung der Lebensmittel,
  • Lebensmittel-Ausgabe an die Tafelbesucher,
  • Bedienung der Tafelbesucher im Tafel-Café.

Die Einsatzhäufigkeit ist variabel und reicht von einmal im Monat bis mehrmals in der Woche. Die jeweilige Einsatzdauer reicht von einer Stunde bis drei Stunden.

Interessenten melden sich telefonisch beim Sprecher des Leitungsteams, Dr. Gerd Wasser, Tel. 02205/82926.
Bitte helfen Sie uns durch Verstärkung unseres Teams!


Für unsere  Arbeit sind wir auf Spenden angewiesen.

Unsere Konten:
Ev. Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Kreissparkasse Köln, IBAN DE76 3705 0299 0326 0002 34,  BIC COKSDE33
oder
VR Bank Bergisch Gladbach, IBAN DE63 3706 2600 1304 3090 12,  BIC GENODED1PAF

Bitte als Verwendungszweck angeben: „Spende für Rösrather Tafel“!
Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenbescheinigung (bitte vollständige Adresse angeben). Bis 200 € erkennt das Finanzamt den abgestempelten Einzahlungsbeleg oder den Kontoauszug als Spendenbescheinigung an.

Unsere Lebensmittel-Spender:
ALDI Hoffnungsthal, ALDI Rösrath, Edeka Pickert, Lidl Rösrath, REWE Köln-Brück, REWE Sauerbach, Forsbach und Hoffnungsthal, Café Rosenow, Hoffnungsthal,  Der Bäcker, Forsbach, „In dinger Kaffeebud“, Rösrath-Stümpen, Breidohr’s Frische Center (Edeka), Rösrath


Die RÖSRATHER TAFEL in Zahlen:

Über 300 gültige Tafelausweise   (= Zahl der aktuell unterstützten Haushalte) mit über 700 unterstützten Personen, darunter rund 1/3 Kinder u. Jugendliche unter 18 Jahre).
Jede Woche werden über 200 Lebensmittel-Haushaltsrationen ausgegeben. Das waren im Jahr 2016 insgesamt rund  10.147  Rationen (2015 = 9729).  Dem entspricht pro Jahr eine verteilte Lebensmittelmenge von mindestens 70 Tonnen (die ansonsten vernichtet worden wären).


Bericht zu „10 Jahre Rösrather Tafel

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Menschen sind nicht arm, weil sie zur Tafel gehen, sie gehen zur Tafel, weil sie arm sind. 

Neun Jahre RÖSRATHER TAFEL und mehr als 20 Jahre Tafeln in Deutschland!

Dass es Tafeln in einem der reichsten Länder der Welt geben muss, ist nach wie vor ein Skandal!
Das gilt in besonderem Maße angesichts der vielen Menschen in Deutschland, die zwar einen Vollzeit-Arbeitsplatz innehaben, von ihrem Lohn/Gehalt aber nicht leben können.

Gewiss, verhungern wird bei uns so schnell wohl niemand, obwohl in unserem Land immer noch mehrere hunderttausend Menschen mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen müssen.
Armut bei uns ist aber dennoch nicht gleich zu setzen mit derjenigen z. B. in afrikanischen Ländern; Armut heißt bei uns vor allem: Verzicht auf viele Bereiche der sozialen Teilhabe, z. B. Kommunikation, Bildung, Theater, Kino, Reisen, Mobilität, Restaurant-Besuch.
Die Nutzung der Tafeln erleichtert diese soziale Teilhabe in bescheidenem Umfang, indem seitens der Unterstützten weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben werden muss.
Es ist auch gut, dass wir durch die Vermittlung kostenloser professioneller Beratungsmöglichkeiten einen über die Lebensmittel-Bereitstellung hinaus gehenden Beitrag zur Lebenshilfe anbieten können. Die Besuchsmöglichkeit unseres Tafel-Cafés als Ort der Kommunikation ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt der sozialen Teilhabe.

Wir sollten uns aber stets vergegenwärtigen, dass Tafeln kein Ersatz für sozialstaatliche Leistungen sind; sie können Armut nicht beseitigen, sie können nur einem Teil der Betroffenen die Armutsfolgen lindern.

„Ob jemand arm ist oder nicht, richtet sich nicht danach, ob es Menschen woanders oder früher noch schlechter geht oder ging. Sondern vernünftigerweise danach, was heute in einer Gesellschaft üblich ist.“  (Kölner Stadtanzeiger, 4.11.2016)

Wir sind Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e. V.