Im Jahr 2012 feierten wir 450 Jahre Reformation in unserer Gemeinde

Wir haben diesen Artikel unseres inzwischen verstorbenen Kirchmeisters KH. Fallaschinski bewußt im Netz gelassen, um Sie erleben zu lassen, wie wir das weltweit gefeierte 500. Reformationsjubiläum 2012 bei uns vorbereitet hatten.

 

Das Jubiläumsjahr „450 Jahre Reformation in Volberg-Forsbach-Rösrath“ ist inzwischen selbst Geschichte; ein Orgelkonzert in der Volberger Kirche zum 1. Advent 2012 war die letzte von 92 Veranstaltungen, die im Kirchenjahr 2011/2012 in unserer Gemeinde insgesamt etwa 7.500 Menschen unter dem Motto des Festjahres versammelt haben, durchschnittlich also jeweils 82 Besucher pro Veranstaltung.

Es gab Ereignisse mit mehr als 300 Menschen und es gab Andachten und Bibelarbeiten, an denen 7 oder 10 dabei waren – aber was bedeuten schon Zahlen?
Wo Menschen unter dem Wort zusammen kommen, da ist Kirche des Herrn!

Die Veranstaltungen des Festjahres – ob Theologisches, Historisches, Musikalisches oder Politisches – haben dabei mitgeholfen, unsere seit 2007 wiedervereinigte Gemeinde enger zusammenzuführen.
Auch die Rösrather und Forsbacher sind sich Ihrer Vergangenheit neu bewusst geworden, die Volberger Geschichte ist vor 1959 – dem Zeitpunkt der Trennung – auch die Kirchengeschichte Forsbachs und Rösraths.

Geschichte kennen heißt auch, das besondere Protestantische bewusster zu machen – im Vorgriff auf das in vier Jahren beginnende Jubiläum „500 Jahre Reformation“ – Luthers Thesenanschlag 1517 an die Schlosskirche in Wittenberg gilt allgemein als der Beginn der Reformation.

Wir Evangelischen sollten wissen, was unsere Kirche ausmacht, was sie von anderen Konfessionen und Religionen unterscheidet, natürlich sollten wir aber auch wissen, was die „anderen“ glauben!

Es ist schwierig, einzelne der Veranstaltungen besonders herauszuheben.

Wenn es nach der Zahl geht, waren das sicher einige der Konzerte, die unsere Kirchenmusikerin mit geübter Hand bunt zusammengestellt hat – ob Gospel, Jazz, Folklore oder Klassik, Musik ist Verkündigung der Gottesgnade!

Und es waren die Kabaretts: der „Klüngelbeutel“, der Auftritt der „Mütter“ im September, die wir sicher auch mit Ihrem angekündigten neuen Programm noch einmal nach Rösrath holen werden oder der Hüsch-Abend mit Wolfgang Wasser im Wöllner-Stift – der Saal dort stand kurz vor der Schließung wegen Überfüllung.

Aber manchem wird es so gegangen sein wie mir: es waren manchmal kleine Veranstaltungen, Gastprediger oder persönliche Kontakte bei Exkursionen, die unvergesslich bleiben.

Das Festjahr ist vorbei, mit der Gottesgnad geht es weiter:

Nehmen wir den Schwung dieses Jahres – der manchmal angesichts der Fülle der Veranstaltungen zur Last zu werden drohte – hinüber in das neue Kirchenjahr in unserer „alten“ Gemeinde.

Dr. Kh. Fallaschinski
Kirchmeister und Vorsitzender des Festausschusses

Grafik: bierbass.art