Fühstück im Mausoleum

„Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen“ 
Am Ort der Hoffnung: Video-Rundgang über den Friedhof in Köln-Mülheim.

Frühstücken auf dem Friedhof? Für Pfarrer Sebastian Baer-Henney ist das etwas, das man viel häufiger machen sollte. Denn: „Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen.“ Wie das gelingt, erzählt er bei einem Video-Rundgang über den Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein. Die Gemeinde beteiligt sich an der Initiative Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung.

„Christen verbinden den Tod nicht nur mit Abschied, sondern auch mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben“, sagt Sebastian Baer-Henney. Diese Hoffnung auf ein Wiedersehen zeige sich auf dem Friedhof an vielen Stellen: im Mausoleum für den zehnjährigen Otto, auf mit Bibelversen versehenen Bänken und an einem Baum der  Trauer, an dem Friedhofsbesucherinnen und -besucher die Möglichkeit haben, eine Notiz mit Ungesagtem loszuwerden.

Die Spannung zwischen „noch nicht“ und „schon jetzt“
Der Friedhof als Ort der Hoffnung sei wichtig, „weil wir Menschen immer in Spannung leben zwischen einem ,Noch nicht‘ und einem ,Schon jetzt‘“, sagt der Pfarrer. „Es ist der Ort, an den täglich Gemeindemitglieder kommen, um ihr Leben mit dem Tod in Einklang zu bringen.“

Stichwort: Ort der Hoffnung
„Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung“ ist eine Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche. Die beteiligten Gemeinden legen Wert auf eine besondere Friedhofsgestaltung und einen sorgfältigen Umgang mit Beerdigungen. Ein spezielles Logo auf Schildern, in Schaukästen, auf Briefpapier und Postkarten macht den „Ort der Hoffnung“ sichtbar.


Pressemitteilung: 130/2020
Autor: Marcel Kuß, marcel.kuss@ekir.de, Telefon 0211 4562316
Video: Eine Kooperation des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region und der Evangelischen Kirche im Rheinland (Redaktion: Sammy Wintersohl / Kamera: Till Gombert / Schnitt: Marcel Kuß)
Kontakt: Pressesprecher Jens Peter Iven, jens.iven@ekir.de, Telefon 0211 4562373

22. – Ewigkeitssonntag

Trauern in Zeiten des Coronavirus‘:

Chatandacht am Ewigkeitssonntag.
Auf trauernetz.de online der Verstorbenen gedenken.
Das Coronavirus ist tief in unseren Alltag eingedrungen und hat alles verändert – auch die Möglichkeit, zu trauern. Traditionell gedenken evangelische Christinnen und Christen am Ewigkeitssonntag ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde in Gemeindegottesdiensten. Das ist momentan nur eingeschränkt möglich – die Chatandacht von trauernetz.de, die das Portal seit 2009 anbietet, ist eine digitale Alternative: Sie findet in diesem Jahr am Ewigkeitssonntag, 22. November 2020, um 18 Uhr auf www.trauernetz.de statt.

Die Online-Andacht unterstützt und erweitert das gottesdienstliche Angebot der lokalen Kirchengemeinden unter den aktuellen Bedingungen: Sie bietet Trauernden, die aktuell nicht an einem Gemeindegottesdienst teilnehmen können, eine Möglichkeit des Gedenkens. Im Chat kann man auch an schon länger verstorbene Menschen erinnern.

Namen von Verstorbenen in ein digitales Trauerbuch eintragen
Ab sofort ist es möglich, auf dem Portal die Namen von Verstorbenen in ein digitales Trauerbuch einzutragen. Eine weitere Anmeldung ist nicht erforderlich. Während der Online-Andacht werden diese im Chat eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Zusätzlich zur Chatandacht bietet trauernetz.de auch die Möglichkeit, Online-Gedenkseiten für Verstorbene anzulegen. Erstmalig ergänzt in diesem Jahr ein Video den Chat.

Trauer teilen und sich an Gottes Zuspruch erinnern lassen
„Gerade in der jetzigen Situation der Kontaktbeschränkungen ist es wichtig, Totengedenken auch online zu ermöglichen: im Chat, als Gedenkseite, Blog oder auch in sozialen Netzwerken wie Instagram”, sagt Pfarrer Ralf Peter Reimann, der die Online-Andacht gemeinsam mit seiner Kollegin Pfarrerin Maike Roeber halten wird. „Auch im gemeinsamen Feiern einer Online-Andacht lässt sich Trauer teilen und sich in Gemeinschaft an die Verstorbenen und an Gottes Zuspruch erinnern. Dazu laden wir herzlich ein“, ergänzt Roeber.

www.trauernetz.de und www.instagram.com/trauernetz

Stichwort: www.trauernetz.de
www.trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

Stunde der Stille

“Der Ökumenische Hospizdienst Rösrath lädt ab dem 16. November 2020 wöchentlich am Montagabend von 20.15-21.15 Uhr zur „Stunde der Stille“ in die Christuskirche in Forsbach ein. Unter der Leitung von Tobias Schwaibold üben wir uns in schweigender Meditation und sammeln gemeinsam Kraft für den Alltag. Dieses Angebot ist offen für alle Interessierten, unabhängig von Konfession und Nationalität.”

Weitere Informationen erhalten Sie über das Büro des Hospizdienstes:

Ökumenischer Hospizdienst Rösrath e.V.
Volberg 4, 51503 Rösrath Tel.:02205-898349 Fax: 02205-898348
Internet: www.hospizdienst-roesrath.de
Email: buero@hospizdienst-roesrath.de

Videobotschaft

Rekowski: „Terroranschläge gelten auch unserer Gesellschaftsordnung“
Rheinischer Präses fordert in einer Video-Botschaft zum Widerspruch auf

Düsseldorf (5. November 2020). Paris, Nizza, Wien – Europa erlebt eine Serie von islamistischen Terroranschlägen. „Diese Anschläge gelten auch unserer Gesellschaftsordnung, die Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit garantiert“, sagt Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in einer Video-Botschaft. „Deshalb sind alle Menschen gefordert, hier zu widersprechen und zu widerstehen. Es geht um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere freiheitliche Grundordnung.“

„Überwindet das Böse mit Gutem“
Terror sei nichts anderes als menschenverachtende Gewalt und habe mit Religion nichts zu tun. „Wenn alle Weltreligionen nach ihrem Selbstverständnis Religionen des Friedens sind, dann kann und darf der Weg von einem Gotteshaus niemals zu Waffen und Sprengstoff führen“, sagt Manfred Rekowski. Er ermutigt Christinnen und Christen mit einem Zitat des Apostels Paulus aus dem Römerbrief: „Lasst euch nicht überwinden vom Bösen, sondern überwindet das Böse mit Gutem.“ Das habe Jesus Christus vorgelebt, und „dieser gute Geist möge uns auch jetzt bestimmen, damit nicht Angst und Hass in eine Spirale der Gewalt hineinziehen“.

Corona-Newletter

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschwister,

die Bundesländer setzen das, was die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten an weitergehenden Corona-Einschränkungen am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin verabredet haben, in entsprechende Schutzverordnungen um. Das geschieht derzeit unter Hochdruck: Die NRW-Verordnung, die ab Montag gilt, ist bereits veröffentlicht und online verfügbar. Die hessische Verordnung kennen wir bereits in einer vorläufigen Fassung. Sie ist aber noch nicht veröffentlicht. Es fehlen dort auch noch Auslegungshinweise seitens des Landes. Die Regierungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland arbeiten noch an ihren Texten.

 

Was sich ab dem kommenden Montag ändert und was bleibt

Unsere aktuellen kirchlichen Regeln für Gottesdienste gelten weiterhin. Gottesdienste finden dementsprechend statt. Die verschärften Regeln der Länder zur Reduzierung von Kontakten wirken sich vor allem auf Gruppen und Kreise, Freizeiten, Konzerte und die Konfirmandenarbeit aus. Soweit diese veränderten Vorgaben heute schon klar sind, haben wir sie in unsere Übersicht der „Regelungen in vier Bundesländern“ bereits eingearbeitet.

 

Stichwort Konfirmandenarbeit

In NRW muss die präsente Konfirmandenarbeit bis Ende November ruhen. Sie soll, wo immer möglich, digital stattfinden. Unbeschadet möglicher eigener Regeln in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland empfiehlt unser zuständiges Dezernat den Gemeinden dort, sie mögen ebenso verfahren. Unser Pädagogisch-Theologisches Institut (pti) weist darauf hin, dass es gute Hinweise und Bausteine für die digitale Arbeit nach wie vor auf der gemeinsamen bundesweiten Seite der Institute gibt. Diese finden Sie hier.

 

Mobile Luftfilter

Diese Geräte sind gerade groß in der Diskussion. Professor Kähler von der Universität der Bundeswehr hat hier umfangreiche Studien für Klassenräume durchgeführt und insbesondere die Wirksamkeit für Geräte mit HEPA-Filtern belegt. Nun wird in den Medien darüber berichtet, und dies führt offensichtlich verstärkt zu Nachfragen aus den Kirchengemeinden. Allerdings, so die Fachleute, lohnt auch hier ein zweiter Blick. Den gibt eine Information des Umweltbundesamtes, die die aktuelle Situation der verschiedenen Techniken gut aufbereitet. Das Kurzresümee: HEPA-Filter eignen sich in Kirchen eher nicht.

 

„Der neuerlich notwendig gewordene Teil-Lockdown bedeutet für viele Menschen eine enorme weitere Belastung.“ Dieser Feststellung des lippischen Landessuperintendenten Dietmar Arends, der westfälischen Präses Annette Kurschus und unseres rheinischen Präses Manfred Rekowski kann ich mich nur anschließen. In Ihrer gemeinsamen Erklärung zur aktuellen Lage machen sie aber auch deutlich, dass wir als Kirchen für eine Hoffnung stehen, die weiter trägt: „Uns Christinnen und Christen trägt die Gewissheit, dass Gott auch und gerade in dieser schweren Zeit an unserer Seite steht. Wir trauen dem Leben mehr zu als dem Tod. Gerade jetzt ist unsere besondere Aufgabe, die Einsamen, Alten und Schwachen nicht im Stich zu lassen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei denen, die sich Tag und Nacht einsetzen in Arztpraxen und Krankenhäusern, auf Intensivstationen, in Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Uns liegt am Herzen und wir sehen uns in der Pflicht, unserem seelsorglichen Auftrag – wie schon im Frühjahr – unter veränderten Rahmenbedingungen weiter mit ganzer Kraft nachzukommen.“

Und ich weiß, dass uns der Dienst in diesen besonderen Zeiten viel Kraft kostet – auf allen Ebenen unserer Kirche. Danke, dass Sie mit Ihrem Dienst im Namen des lebendigen Gottes für die Menschen da sind: in Gottesdiensten, der Seelsorge, im diakonischen Arbeiten und an so vielen anderen Stellen! Ich danke Gott für Ihren Dienst und bitte ihn um seinen Segen und sein Geleit für Sie.

 

Einen gesegneten Reformationstag und einen guten Sonntag wünscht Ihnen

Ihr
Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

#seelsorgeistda

Wie geht es Ihnen?

Ziemlich bedrückt und voller Sorgen? So lala? Ausgesprochen gut? Die Frage „Wie geht es Ihnen“ stellen Plakate und Postkarten mit einer bunten Reihe von Emojis: Damit können Gemeinden und Einrichtungen darauf aufmerksam machen, dass Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen Kirche auch in Zeiten der Kontaktminimierung ansprechbar sind.

Das Motiv schlägt eine Brücke zu Menschen, die ein offenes Ohr, Hilfe und Rat suchen. Die Emojis bilden eine Reihe – von rotem traurigem Alarm bis zu grünem Okay. Vor allem Menschen, denen es nicht so gut oder sehr schlecht geht, gilt die Einladung: Die Kirche bietet die Möglichkeit, sich auszusprechen. Gerade in dieser belastenden Zeit der Corona-Pandemie können sie Seelsorge in Anspruch nehmen.

SEELSORGE in unserer Gemeinde:

• Pfarrer Thomas Rusch in Hoffnungsthal (Tel. 897907),
• Pfarrerin Erika Juckel in Forsbach (Tel. 3340),
• Pfarrer Armin Kopper in Rösrath (Tel. 4037).
Sollten Sie nur den Anrufbeantworter erreichen, rufen wir baldmöglichst zurück.

Rat und Hilfe bietet auch die Evangelische Beratungsstellen für Erziehungs-, Jugend-, Ehe- und Lebensfragen in (Stelle-Köln). Das geht per Telefon, Online-Videoberatung oder auch als vertrauliche Online-Beratung über ein Textformular. Und ab Montag, 25. Mai, ist auch wieder die ganz normale Beratung in der Beratungsstelle möglich – selbstverständlich unter Wahrung hygienischer Sicherheitsmaßnahmen. Wie gewohnt ist hierzu eine telefonische Anmeldung erforderlich.

Eine weitere Möglichkeit bietet in Ihnen die Ev. Telefonseelsorge in Köln an:
Sie können dort jeder Zeit, Tag und Nacht, kostenfrei anrufen, auch an Wochenenden und Feiertagen.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein geschultes Ohr. Sie sind offen, aufmerksam und erfahren und nehmen sich gerne Zeit für Sie.
Sie können uns anrufen, z.B. wenn Sie
– einsam sind
– Angst haben
– sich in einer Lebenskrise befinden
– Konflikte in Ihrer Beziehung oder Familie haben
– Ihres Lebens müde sind
– oder einfach mal mit einer dritten unabhängigen Person reden möchten.
Kostenloses Telefon 0800 111 0 111 (Tag und Nacht).

Gemeinsame Erklärung

Mit Blick auf den im November nun neuerlich bevorstehenden Teil-Lockdown erklären Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) gemeinsam:

Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.   (1. Petrus 3,15)

Hoffnung, die weiterträgt als menschliches Vermögen und vernünftiges Kalkül: Die brauchen wir gegenwärtig so nötig wie selten.

Der neuerlich notwendig gewordene Teil-Lockdown bedeutet für viele Menschen eine enorme weitere Belastung.

Wir haben gesehen, wie berufliche Existenzen durch die Beschränkungen im Frühjahr gefährdet und zerstört wurden, wie insbesondere alte Menschen von Einsamkeit bedroht waren, wie unser soziales und kulturelles Leben gelitten hat. Nun müssen wir nach einem kurzen Aufatmen während der Sommermonate erleben, dass die Corona-Pandemie noch lange nicht durchgestanden ist, sondern weitere Anstrengungen und Beschränkungen erfordert. Unterdessen ist unsere Gesellschaft dünnhäutiger geworden, und der dunkle Monat November macht es für viele Menschen zusätzlich schwer. Wir stehen vor schweren Wochen, auch weil das Wissen um den nun herausfordernden Alltag erneut verunsichert und schmerzt.

Uns Christinnen und Christen trägt die Gewissheit, dass Gott auch und gerade in dieser schweren Zeit an unserer Seite steht. Wir trauen dem Leben mehr zu als dem Tod.

Gerade jetzt ist unsere besondere Aufgabe, die Einsamen, Alten und Schwachen nicht im Stich zu lassen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei denen, die sich Tag und Nacht einsetzen in Arztpraxen und Krankenhäusern, auf Intensivstationen, in Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Uns liegt am Herzen und wir sehen uns in der Pflicht, unserem seelsorglichen Auftrag – wie schon im Frühjahr – unter veränderten Rahmenbedingungen weiter mit ganzer Kraft nachzukommen. Das tun wir auch: Wir laden weiterhin ein zu Präsenzgottesdiensten unter strengen Schutzmaßnahmen. Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger sind ansprechbar und suchen auch weiterhin den Kontakt zu den Menschen. Kirchliche Beratungsstellen bieten nach wie vor ihre Hilfe und Unterstützung an.

In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei denen, die nun erneut um ihre berufliche Existenz bangen: bei den Kulturschaffenden, den Gastronomen, Hoteliers und Selbstständigen, gerade in der Kulturszene und der Veranstaltungsbranche, und vielen anderen mehr.

Unsere Gedanken und Gebete begleiten die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern, Kommunen und Landkreisen, die nach bestem Wissen und Gewissen schwere Entscheidungen treffen.

Der November als Monat des Gedenkens an die Verstorbenen ist der letzte Monat des Kirchenjahres. Ihm folgt die Adventszeit: Eine Zeit der Erwartung – und zugleich eine Zeit der Buße und der Umkehr. Innehalten, umkehren und neue Wege einschlagen – in der Erwartung Gottes, der sich zu uns aufmacht. Als Mensch unter Menschen, mitten hinein in diese schwere Zeit. Niemand und nichts ist verloren.

Diese Hoffnung trägt uns. Diese Hoffnung tragen wir in die Welt. Jetzt erst recht.


Pressemitteilung 120/2020 v. 29. Oktober 2020

2.11. – Teil-Lockdown

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Geschwister,

der am kommenden Montag beginnende neuerliche Teil-Lockdown stellt die Menschen in unserem Land vor große soziale, seelische und auch wirtschaftliche Herausforderungen. Als Kirche werden wir tun, was nicht nur in diesen schwierigen Zeiten unsere Aufgabe ist und was wir bereits mit großem Engagement Tag für Tag in der Corona-Pandemie tun: mit der guten Botschaft nah bei den Menschen zu sein und ihnen in Verkündigung, Seelsorge, Beratung und diakonischem Handeln beizustehen.

Was heißt der neuerliche Teil-Lockdown für unsere Arbeit?

Was die gestern zwischen den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten und der Bundeskanzlerin vereinbarten Maßnahmen für unsere kirchliche Arbeit konkret bedeuten, können wir heute noch nicht abschließend sagen. Die Bundesländer werden jetzt neue Corona-Schutzverordnungen veröffentlichen, die dann ab Montag gelten. In NRW zum Beispiel soll diese Verordnung morgen bekanntgemacht werden. Sobald uns die konkreten Regelungen vorliegen und wir diese geprüft haben, werden wir Sie auf diesem Weg entsprechend informieren.

Für den Ewigkeitssonntag: Einladung zum Lösungsraum

Auch das Gedenken der Verstorbenen am Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag steht in diesem Jahr vor großen Herausforderungen: Die Zahl der Hinterbliebenen, die in unseren Kirchen Platz finden, ist beschränkt. Viele von ihnen haben ihre Angehörigen im Sterbeprozess nicht so begleiten können, wie sie sich das gewünscht hätten. Beerdigungen konnten und können nur im kleinen Kreis stattfinden. Welche angemessene Form und welche alternativen Orte des Totengedenkens kann es geben? Die Corona-Epidemie stellt uns vor ganz neue Fragen und weitet zugleich den Blick über die „eigene“ Trauer hinaus: Wie stellen wir uns als Gemeinde und als Kirche an die Seite derer, die in diese Zeit bangen, trauern und hoffen?

Das Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung lädt ein zu einem LÖSUNGSRAUM am Donnerstag, 5. November 2020, von 19 bis 20.30 Uhr, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Dialog Ideen und Impulse für den Totensonntag/Ewigkeitssonntag zusammentragen.

Bitte registrieren Sie sich vorab für die Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Dr. Johann Weusmann
Vizepräsident
Evangelische Kirche im Rheinland
Landeskirchenamt

www.ekir.de/klingelbeutel

28.10. – Friedrich Engels

Soziale Herausforderungen für eine Gesellschaft im Umbruch – gestern und heute. Online-Podiumsdiskussion mit Präses Manfred Rekowski anlässlich des Engels-Jubiläums.
Friedrich Engels, erfolgreicher Unternehmer und kommunistischer Revolutionär, Pietist und Religionskritiker, wurde im November 1820 in Wuppertal geboren. Anlässlich des 200. Jahrestages laden die Evangelische Akademie im Rheinland und das Evangelische Forum Bonn am 28. Oktober 2020 um 19Uhr zu einer Online-Podiumsdiskussion ein.

„Diese Hunderttausende …, die sich da aneinander vorbeidrängen, sind sie nicht alle Menschen mit denselben Eigenschaften und Fähigkeiten und mit demselben Interesse, glücklich zu werden?“ Mit seinem Blick auf die soziale und wirtschaftliche Situation hat Engels 1845 eine erste genaue Analyse einer Gesellschaft im Umbruch geliefert. Auch heute erleben wir eine Umbruchphase. Digitalisierung, neue und prekäre Formen der Arbeit und die demografische Entwicklung verändern Arbeitswelt und Sozialstruktur nachhaltig. Können wir heute die soziale Frage so klar benennen, wie Engels es für seine Zeit tat?

Die Online-Diskussion geht dieser Frage aus sozialethischer, historischer und soziologischer Sicht nach:·

· Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Wahl-Wuppertaler und mit der Geburtsstadt von Friedrich Engels eng verbunden, bringt die Perspektive der Kirche ein: Welche Impulse kann sie in einer Gesellschaft geben, die durch Verwerfungen bedroht
ist?
· Dr. Lars Bluma ist Leiter des Museums für Industriekultur Wuppertal, das u. a. das Engels-Haus betreut. Der Historiker gibt Einblick in die Denkweise von Engels und bringt eine
historisch vergleichende Perspektive ein.
· Dr. Natalie Grimm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und forscht dort zu aktueller sozialer Ungleichheit und dem Wandel der
Arbeitswelt. Sie richtet den Blick auf neue Formen nicht abgesicherter Arbeit und deren Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben. Begleitet wird die Diskussion mit Rezitationen aus den Werken von Friedrich Engels, die der Wuppertaler Schauspieler, Sprecher und Theatermacher Olaf Reitz vorträgt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung wird gebeten bis Mittwoch, 28.10.2020, 12 Uhr, im Veranstaltungsbüro:
anna.veerahoo@akademie.ekir.de oder Tel.: 0228 479898-50.

Wir bitten um Ankündigung in ihren Medien und laden herzlich zur Teilnahme ein.

Kontakt:
Hella Blum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Evangelische Akademie im Rheinland
Friedrich-Breuer-Straße 86
53225 Bonn
Tel.: 0228 479898-55 – hella.blum@akademie.ekir.de

Fortbildung trotz Corona

Der Ökumenische Hospizdienst Rösrath e.V. hat dank der großen Flexibilität und Einsatzbereitschaft aller Beteiligten den diesjährigen Befähigungskurs „Lebensbegleitung in Zeiten des Sterbens“ erfolgreich durchführen und wie geplant am 12. September beenden können. Am 13. März sollte der Kurs ursprünglich beginnen, nur einen Tag nach der Rede der Kanzlerin, die den großen Lockdown schon erahnen ließ. Nur wenige Stunden vor Kursbeginn wurden die Teilnehmenden informiert, dass es nun zunächst „abwarten“ hieß, kein Treffen stattfinden könne und erstmal alles ungewiss sei. Was zu diesem Zeitpunkt und in den dann kommenden Wochen niemand mehr für möglich hielt: ab dem 5. Juni konnte es dann trotz Corona losgehen.

In kleinerer Gruppe, zu neuen Terminen und an einem neuen Ort. Abgestimmt mit dem Gesundheitsamt durften 8 Personen an dem Kurs teilnehmen – und nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch das Dozententeam aus Köln (siehe auch: www.endwickeln.de), mit Nancy Hölterhof, Christoph Schmidt und Norbert Reicherts, bewies ein Höchstmaß an Flexibilität, als es darum ging, die ausgefallenen Termine so zu legen, dass der Kurs dennoch wie geplant im September enden könnte. Das Dozententeam hat in diesem Jahr zum ersten Mal den Befähigungskurs in Rösrath angeboten. Und wurde dabei, ebenfalls zum ersten Mal, von der neuen Koordinatorin des Hospizdienstes, Katja Masala, begleitet.

Neben den Teilnehmenden und dem Dozententeam gab es aber auch von unerwarteter Seite noch Schützenhilfe. Das Geno Hotel, ein 3-Sterne Seminar- und Tagungshotel in Forsbach bot an, den Hospizdienst mit Sonderkonditionen zu unterstützen, da die Gemeindesäle der Kirchen in Rösrath noch nicht wieder für Veranstaltungen freigegeben waren. Direkt am Waldrand gelegen, mit wunderschönem Innenhof ausgestattet konnten die Teilnehmenden mitten in Coronazeiten in einem ganz besonderen Ambiente den Kurs auf sich wirken lassen. Dirk-James Annas, Geschäftsführer des Geno Hotels, war es ein ganz persönliches Anliegen den Hospizdienst zu unterstützen – in Gedenken an eine langjährige Mitarbeiterin.

Aber auch Frauke Esser und ihr Team aus Hoffnungsthal haben diesen Kurs ganz besonders erblühen lassen. Für jeden einzelnen Seminartermin wurde dem Hospizdienst ein Blumenkunstwerk als Spende überreicht – eines schöner als das andere. Wie Frauke Esser sagte: „einfach so“. Um den Menschen, die diesen ganz besonderen Kurs mitmachen zu zeigen, welchen Wert es für den ganzen Ort Rösrath hat, dass sich Menschen auf den Weg machen, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen. Und die Teilnehmenden, im Kreis sitzend, hatten so immer ein liebevoll gestaltetes Zentrum, das sie durch die manchmal auf schweren Themen hindurch begleitet hat.

Und obwohl alles so ganz anders war als sonst, war es dennoch genauso besonders, wie es auch sonst ist – die Fortbildung hat in jeder Hinsicht Corona getrotzt: sie hat nicht nur stattgefunden. Sie war eine erfolgreiche Premiere, so haben es alle Teilnehmenden übereinstimmend empfunden. Und bei der Abschlussveranstaltung eine große Zufriedenheit mit dem Dozententeam, der Koordinatorin, dem Hospizdienst und nicht zuletzt auch sich selbst ausgedrückt. „Jeder Kurstag hat neugierig gemacht auf mehr“, schrieben die Teilnehmenden. Und sprachen ein dickes Lob aus für die Inhalte, die Organisation und Durchführung des Kurses. „Und wir wissen“, so sagt Marit Kasimir, 1. Vorsitzende des Hospizdienstes, „dass das nur mit viel Unterstützung möglich war und sind allen Beteiligten sehr dankbar, dass sie dies in dieser unmöglichen Zeit ermöglicht haben.“

Foto: Sandra Kröger

„Der einzige Wehrmutstropfen bleibt“, so die Koordinatorin, „dass vier Personen, die bereits angemeldet waren, nun erst im nächsten Jahr teilnehmen können, da die Teilnehmendenzahl begrenzt werden musste. Aber nicht zuletzt deshalb beginnt der neue Kurs bereits im Januar, damit die Wartezeit so kurz wie möglich ist. Und der Kurs ist schon jetzt fast ausgebucht.“

Weitere Infos hierzu finden Sie auf der Website des Hospizdienstes: www.hospizdienst-roesrath.de
Pressekontakt:
Ökumenischer Hospizdienst Rösrath e.V.
Katja Masala
Volberg 4
Baumhofshaus
51503 Rösrath-Hoffnungsthal

Telefon: 02205 – 898349
E-Mail: buero@hospizdienst-roesrath.de


PRESSEMITTEILUNG vom 8. Oktober 2020