Landessynode wählte:

Henrike Tetz als Oberkirchenrätin wiedergewählt
57-jährige Düsseldorferin leitet die Abteilung Erziehung und Bildung

Quelle: EKiR

 Oberkirchenrätin Henrike Tetz ist als hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland wiedergewählt worden. Die Landessynode bestätigte die 57-Jährige als Leiterin der Abteilung 3 (Erziehung und Bildung) heute für acht Jahre im Amt.

Auf Henrike Tetz entfielen 139 Stimmen. Ihr Gegenkandidat Marco Sorg aus Schwerte erhielt 37 Stimmen.

Zur Person: Henrike Tetz
Henrike Tetz ist seit 2018 hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland und als Oberkirchenrätin Leiterin der Abteilung 3 – Erziehung und Bildung. Die Theologin (Jahrgang 1963) studierte an den Universitäten Bonn, Tübingen und Oxford. Als Vikarin war sie unter anderem für die Church of England in London tätig. Nach ihrer Ordination für den Pfarrdienst in der Evangelischen Kirche im Rheinland im Jahr 1993 arbeitete sie als Schulpfarrerin in Düsseldorf. 2007 wurde Henrike Tetz Mitglied des Kreissynodalvorstands des Kirchenkreises Düsseldorf und leitete dessen Abteilung Seelsorge. 2010 wählte die Kreissynode sie zur Superintendentin. Tetz befasste sich in dieser Zeit besonders mit neuen Gemeindestrukturen, der Entwicklung des Ehrenamts und der Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie. Als Oberkirchenrätin verantwortete sie im Jahr 2019 gemeinsam mit der Evangelischen Jugend im Rheinland federführend die erste Jugendsynode zu den Themen Partizipation und Bildungsgerechtigkeit.


Henning Boecker zum Oberkirchenrat gewählt
54-jähriger Düsseldorfer leitet die Abteilung Finanzen und Diakonie

Quelle: EKiR

 Henning Boecker wird neues hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Landessynode wählte den 54-Jährigen als Oberkirchenrat und Leiter der Abteilung 5 (Finanzen und Diakonie) heute für acht Jahre ins Amt.

Auf den bisherigen Landeskirchenrat Henning Boecker entfielen 110 Stimmen. Sein Gegenkandidat Volker Leimert aus Mönchengladbach erhielt 25 Stimmen. 53 Synodale enthielten sich der Stimme. Boecker folgt Oberkirchenrat Bernd Baucks nach, der nach achtjähriger Amtszeit nicht mehr kandidiert hatte.

Zur Person: Henning Boecker
Henning Boecker ist seit 2017 als Landeskirchenrat stellvertretender Leiter der Abteilung 5 im Landeskirchenamt. Er leitet das Dezernat Finanzen, Steuern und Diakonie. Der Jurist hat seine Laufbahn bei der Kirche als Referent im Büro des Beauftragten der drei Landeskirchen bei Landtag und Landesregierung in NRW begonnen. 1998 wechselte Boecker als juristischer Dezernent ins Landeskirchenamt. Seither war er in wechselnden Fachgebieten tätig. Zuständig war er u. a. für Dienst- und Arbeitsrecht, die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel, die Evangelische Hochschule, Kirchenordnungsfragen und Verfassungsrecht. Henning Boecker (54) ist in Wuppertal aufgewachsen und studierte in Bonn und Heidelberg. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.


Nebenamtliche Mitglieder in rheinische Kirchenleitung gewählt
Heute Wahlmarathon bei der Tagung der Landessynode
Einen wahren Wahlmarathon hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland heute auf der Tagesordnung ihrer als Videokonferenz durchgeführten einwöchigen Tagung: Neben den Wahlen für das Präsesamt und für zwei weitere hauptamtliche Mitglieder der Kirchenleitung stimmten die Synodalen aus den 37 Kirchenkreisen zwischen Niederrhein und Saarland auch über fünf nebenamtliche Positionen in dem 15-köpfigen Gremium ab.

Die Synodalen haben wie folgt gewählt:

Position 8: Miriam Haseleu

Quelle: EKiR

Miriam Haseleu (Köln) wurde für acht Jahre als nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied gewählt. Auf sie entfielen 104 Stimmen. Ihr Gegenkandidat Markus Herzberg (Köln) erhielt 67 Stimmen.

Miriam Haseleu ist Pfarrerin in der Kirchengemeinde Köln-Nippes und seit 2019 Assessorin im Kirchenkreis Köln-Mitte. Haseleu (Jahrgang 1980) hat ihr Studium der Evangelischen Theologie in Bonn, Berlin, Prag und Wuppertal absolviert und darüber hinaus zusätzliche Ausbildungen zur Systemischen Beraterin und Systemischen Organisationsentwicklerin abgeschlossen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die Themen Migration und Transkultur. So ist die gebürtige Bonnerin eine der beiden Sprecherinnen des Runden Tisches für Flüchtlingsfragen der Stadt Köln und Initiatorin eines großen Projektes in der Arbeit mit Geflüchteten des „WiNHaus International“, Vorsitzende des Arbeitskreises Migration im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region sowie Synodalbeauftragte für Migration im Kirchenkreis Köln-Mitte.

Position 10: Lukas Schrumpf

Quelle: EkIR

Lukas Schrumpf (Solingen) wurde für acht Jahre als nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied gewählt. Auf ihn entfielen 103 Stimmen. Sein Gegenkandidat, der bisherige Amtsinhaber Dr. Axel Epe (Düsseldorf), erhielt 79 Stimmen.

Schrumpf (Jahrgang 1994) ist Entwicklungsingenieur im Bereich Fahrerassistenzsysteme. Er ist Mitglied in Kreissynodalvorstand und Kreissynode im Kirchenkreis Solingen und im Innerkirchlichen Ausschuss der rheinischen Kirche. Lukas Schrumpf ist Mitglied des Rates der Stadt Solingen. Dort ist er u. a. Sprecher im Ausschuss für Städtebau, Stadtentwicklung und Digitale Infrastruktur.

 

 

Position 12: Ricarda Gerhardt

Quelle: EKiR

Ricarda Gerhardt (Schauren) wurde für acht Jahre als nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied gewählt. Auf sie entfielen 99 Stimmen. Ihre Gegenkandidatin Dr. Dorothea Witter-Rieder (Konz) erhielt 42 Stimmen.

Gerhardt ist Heilerziehungspflegerin und Mitglied im Gemeindedienst für Mission und Ökumene Saar Nahe Mosel (GMÖ). Die Diakonin (Jahrgang 1972) aus dem rheinland-pfälzischen Schauren ist zudem stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftskreises Ruanda des Kirchenkreises Trier, Mitglied des Jugendausschusses der Kirchengemeinde Schauren-Kempfeld-Bruchweiler und Mitglied im Arbeitskreis Geistliches Leben der Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei der Stiftung Kreuznacher Diakonie. Darüber hinaus engagiert sie sich beim Diakonie-Tag im Umfeld der örtlichen Kirchengemeinden, organisiert und beteiligt sich an Gottesdiensten sowie Kinderbibeltagen und ist seelsorglich tätig.

Position 14: Helga Siemens-Weibring

Quelle: EKiR

Helga Siemens-Weibring (Essen) wurde für acht Jahre als nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied wiedergewählt. Auf sie entfielen 166 Ja-Stimmen. Acht Synodale stimmten mit Nein, 15 enthielten sich der Stimme.

Helga Siemens-Weibring (Jahrgang 1958) ist Sozialwissenschaftlerin, Leiterin des Vorstandsstabs und Beauftragte für Sozialpolitik der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL). Zuvor war sie bei der Diakonie RWL Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Bildung und Erziehung. In Essen engagiert sie sich in ihrer Kirchengemeinde im Stadtteil Rüttenscheid als Presbyterin und Prädikantin (ehrenamtliche Predigerin) sowie im Kreissynodalvorstand. Zudem ist sie Mitglied in den Fachgruppen Sozialethik und Diakonie der rheinischen Kirche. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

 

Position 15: Lisa Marie Appel

Quelle: EKiR

Lisa Marie Appel (Bonn) wurde als nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied in die laufende Amtszeit bis 2025 gewählt. Auf sie entfielen 169 Ja-Stimmen. Neun Synodale stimmten mit Nein, zehn enthielten sich der Stimme.

Lisa Marie Appel ist Referendarin für das Lehramt Gymnasium/Gesamtschule in den Fächern Deutsch und Evangelische Religionslehre. Die 1994 geborene Bonnerin war von 2015 bis 2019 Mitglied des Beirats der Evangelischen Studierendengemeinde Wuppertal und Sprecherin der Studierendenkonferenz der Evangelischen Studierendengemeinden im Rheinland. Zudem war sie in der Vergangenheit unter anderem bereits Berufenes Mitglied der Kreissynode Wuppertal und der Jugendsynode der rheinischen Kirche (2019) sowie Mitglied im Theologischen Ausschuss der rheinischen Kirche. In den Jahren 2018 bis 2020 war sie als Gast der jungen Generation auf der Landessynode.

Weitere Wahlen auf dem Programm
Mit der Wahl der nebenamtlichen Kirchenleitungsmitglieder ist der Abstimmungsmarathon für die Landessynodalen allerdings noch nicht beendet: Weil es die konstituierende Sitzung der Synode ist, müssen auch alle Ausschüsse und Fachgruppen sowie die Delegierten zur EKD-Synode gewählt werden. Inhaltliche Beschlüsse zu theologischen Fragen, dem Haushalt und Kirchengesetzen stehen dann morgen auf dem Tagungsprogramm.


Stichwort: Kirchenleitung
15 Theologinnen/Theologen und Nicht-Theologinnen/Nicht-Theologen bilden die Kirchenleitung, die das Präsidium der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. Zwischen den jährlichen Tagungen des obersten Leitungsgremiums führt die Kirchenleitung die Geschäfte. Sie besteht aus sechs hauptamtlichen und neun nebenamtlichen Mitgliedern. Alle Mitglieder sind auf acht Jahre gewählt; alle vier Jahre wird die Hälfte der Kirchenleitung neu bestimmt.

Stichwort: Evangelische Kirche im Rheinland
Die Evangelische Kirche im Rheinland umfasst 655 Kirchengemeinden in 37 Kirchenkreisen. Mit rund 2,4 Millionen Mitgliedern ist sie zweitgrößte Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das rheinische Kirchengebiet umfasst Teile Nordrhein-Westfalens, Rheinland-Pfalz‘, Hessens und des Saarlands.