Fühstück im Mausoleum

„Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen“ 
Am Ort der Hoffnung: Video-Rundgang über den Friedhof in Köln-Mülheim.

Frühstücken auf dem Friedhof? Für Pfarrer Sebastian Baer-Henney ist das etwas, das man viel häufiger machen sollte. Denn: „Das Leben darf viel stärker mit dem Tod in Berührung kommen.“ Wie das gelingt, erzählt er bei einem Video-Rundgang über den Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein. Die Gemeinde beteiligt sich an der Initiative Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung.

„Christen verbinden den Tod nicht nur mit Abschied, sondern auch mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben“, sagt Sebastian Baer-Henney. Diese Hoffnung auf ein Wiedersehen zeige sich auf dem Friedhof an vielen Stellen: im Mausoleum für den zehnjährigen Otto, auf mit Bibelversen versehenen Bänken und an einem Baum der  Trauer, an dem Friedhofsbesucherinnen und -besucher die Möglichkeit haben, eine Notiz mit Ungesagtem loszuwerden.

Die Spannung zwischen „noch nicht“ und „schon jetzt“
Der Friedhof als Ort der Hoffnung sei wichtig, „weil wir Menschen immer in Spannung leben zwischen einem ,Noch nicht‘ und einem ,Schon jetzt‘“, sagt der Pfarrer. „Es ist der Ort, an den täglich Gemeindemitglieder kommen, um ihr Leben mit dem Tod in Einklang zu bringen.“

Stichwort: Ort der Hoffnung
„Evangelischer Friedhof – Ort der Hoffnung“ ist eine Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche. Die beteiligten Gemeinden legen Wert auf eine besondere Friedhofsgestaltung und einen sorgfältigen Umgang mit Beerdigungen. Ein spezielles Logo auf Schildern, in Schaukästen, auf Briefpapier und Postkarten macht den „Ort der Hoffnung“ sichtbar.


Pressemitteilung: 130/2020
Autor: Marcel Kuß, marcel.kuss@ekir.de, Telefon 0211 4562316
Video: Eine Kooperation des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region und der Evangelischen Kirche im Rheinland (Redaktion: Sammy Wintersohl / Kamera: Till Gombert / Schnitt: Marcel Kuß)
Kontakt: Pressesprecher Jens Peter Iven, jens.iven@ekir.de, Telefon 0211 4562373